Hans-Ekkehard Bob

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Hans-Ekkehard Bob (* 24. Januar 1917 in Freiburg im Breisgau; † 12. August 2013 in Freiburg im Breisgau) war deutscher Luftwaffenoffizier während des Zweiten Weltkrieges und später Unternehmer.

Jugend[Bearbeiten]

Hans-Ekkehard war der Sohn des Lederfabrikanten Karl Bob und dessen Frau Luise. Seine Kindheit verbrachte er als einziger Sohn mit vier Schwestern in Staufen im Breisgau.[1] Bereits als Gymnasiast begann er mit dem Segelflug und legte im Jahre 1936 in Freiburg im Breisgau mit Erfolg die Abiturprüfung ab. Anschließend trat er als Offiziersanwärter in die Luftwaffe ein und wurde dort zum Piloten ausgebildet. 1938 wurde Bob zum Leutnant befördert und in das Jagdgeschwader 334 versetzt.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Bob an verschiedenen Fronten und in leitenden Positionen eingesetzt. So flog er u.a. in den bekannten Jagdgeschwadern 51 und 54. Gegen Ende des Krieges wurde er noch auf die damals revolutionäre Messerschmitt Me 262, das erste einsatzfähige und serienmäßig produzierte Strahlflugzeug der Welt, umgeschult.

Bob beendete den Krieg im Range eines Majors nach rund 700 Einsätzen und erzielte dabei 60 Luftsiege.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach Kriegsende schlug sich Hans-Ekkehard Bob zunächst als Spediteur von Kleintransporten durch. Nach der Währungsreform im Jahre 1948 führte er einige Transporte für eine Bohrmaschinen-Firma durch. Aufgrund dieses Kontaktes stieg Bob selbst in die Produktion von Bohrmaschinen ein und gründete im Jahre 1956 ein eigenes Unternehmen, die Bomag Bohrmaschinen und Geräte GmbH. & Co. KG in Celle. Aufgrund der Auftragslage erfolgten weltweite Einsätze. Anfang der 1990er Jahre verkaufte er sein Unternehmen und setzte sich geschäftlich zur Ruhe.

Die Fliegerei nahm Hans-Ekkehard Bob als Privatpilot wieder auf und war in den 1950er Jahren einer der Mitbegründer der Flugsportvereinigung Celle. Auch im Alter von über 90 Jahren war er selbst am Steuerknüppel anzutreffen.

Am 12. August 2013 verstarb Hans-Ekkehard Bob in seiner Heimatstadt Freiburg im Breisgau.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verratener Idealismus. VDM Nickel, Zweibrücken 2007.
  2. http://anzeigen.badische-zeitung.de/trauer/traueranzeigen-und-nachrufe/hans-bob
  3. ww2awards.com
  4. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs , Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 226