Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg
Der Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg umfasst den Zeitraum vom 1. September 1939 bis zum 2. September 1945. Ziele waren
- Luftüberlegenheit zu erringen und diese zu nutzen,
- Militäreinrichtungen und Infrastruktur des Gegners zu zerstören,
- Seestreitkräfte des Gegners – Schiffe und U-Boote – zu versenken,
- Nachschub transportierende Handelsschiffe zu versenken.
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs nahmen Angriffe gegen Industriestandorte und Zivilbevölkerung an Intensität und Anzahl zu. Spätestens mit Beginn der Luftschlacht um England wurde die Luftverteidigung ein Schwerpunkt des Luftkrieges.
Eine ständige Aufgabe der Luftstreitkräfte der kriegführenden Nationen war die Luftnahunterstützung der Bodentruppen mit gleichzeitiger Gefechtsfeldabriegelung.
Inhaltsverzeichnis |
Der Krieg aus der Luft: Theorien und erste Ansätze [Bearbeiten]
Schon im Ersten Weltkrieg kam dem neuen Luftkrieg eine wachsende Bedeutung zu. Die Entwicklung von Militärflugzeugen machte in diesen Jahren große Fortschritte.
Neben dem operativen Einsatz von Flugzeugen über dem Frontgebiet zu Zwecken der Aufklärung oder Bodenunterstützung wurden auch strategische Bombenangriffe geflogen. Die Angriffe der Alliierten zielten dabei vorwiegend auf das lothringisch-luxemburgische Industriegebiet, während die deutschen Bomber Städte wie Paris oder London eher direkt angriffen. Die Wirkung dieser Angriffe blieb sehr beschränkt. Nach dem Krieg versuchten Militärs, daraus Schlüsse für die zukünftige Kriegführung abzuleiten. Als sehr einflussreich erwiesen sich die Theorien des italienischen Generals Giulio Douhet, die er 1921 in seinem Buch Dominio dell’Aria veröffentlichte. Ausgehend von der weit verbreiteten Überzeugung, dass ein neuer Krieg in noch höherem Maße die Mobilisierung aller Kräfte einer Nation erfordern würde, meinte er, dass nunmehr die Kraftquellen, also das tiefe Hinterland des Gegners, Hauptangriffziele sein müssten. Er plädierte dafür, zunächst die gegnerischen Luftstreitkräfte auszuschalten und danach die großen Zentren und Großstädte anzugreifen, um durch eine Beschädigung der Industrien und Demoralisierung der Bevölkerung die Widerstandskraft des Feindes zu verringern. Dies würde die Kapitulation des Feindstaates erzwingen, wobei ihm offenbar in gewisser Hinsicht das Beispiel des deutschen Kaiserreiches von 1918 Modell stand. Der Angriff auf die Moral der gegnerischen Bevölkerung stand bei Douhet klar im Vordergrund: „Ich halte es sogar für erlaubt und verdienstvoll, bewohnte Städte mit Giftgasbomben zu belegen.“ Zu Lande und zur See solle man sich hingegen auf die Verteidigung beschränken.[1]
Diese Vorschläge wurden kaum als ernsthafte Handlungsanweisung betrachtet (so auch im Deutschen Reich), doch sie wiesen die Richtung einer neuen Entwicklung. Am ehesten gingen die britischen Streitkräfte auf die Idee des strategischen Bombenkrieges ein. Der einflussreiche britische Militärtheoretiker Basil Liddell Hart wies darauf hin, wie wirkungsvoll Schläge gegen das gegnerische Führungssystem seien konnten. „Wenn ein solcher Schlag genügend schnell und kraftvoll geführt wird, so gibt es keinen Grund, weshalb nicht in ein paar Stunden – oder höchstens Tagen – nach Beginn der Feindseligkeiten das Nervensystem eines der kämpfenden Länder gelähmt sein sollte.“ Hier stand also nicht das Terrorisieren der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt, obwohl die Briten 1922 im Irak (damals Britisches Mandat Mesopotamien) auch darin Erfahrungen gesammelt hatten.[2]
Kriegsverlauf [Bearbeiten]
Polen (1939) [Bearbeiten]
Die Luftwaffe verfügte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges über 1.180 Kampfflugzeuge: 290 Ju 87 Sturzkampfbomber, 290 Bomberflugzeuge (hauptsächlich He 111), und 240 Marineflieger. Insgesamt besaß Deutschland etwa 3.000 Flugzeuge, von denen zwei Drittel auf modernem Stand waren.
Die Erwartung des Oberkommandos der Wehrmacht, während des Polenfeldzuges die klare Luftüberlegenheit über Polen zu erlangen, wurde gleich zu Beginn der Offensive erfüllt. Dennoch hatte die deutsche Luftwaffe überraschend hohe Verluste bei den Kampfflugzeugen zu verzeichnen. 22 % der deutschen Kampfflugzeuge wurden bis zum Ende des Feldzuges vernichtet. Nicht zuletzt aus diesem Grund musste der Angriffstermin für den Westfeldzug 29-mal verschoben werden.
Westeuropa [Bearbeiten]
Die Belgische Luftwaffe verfügte über ca. 192[3] und die Niederländische Luftwaffe über 155 Maschinen.[E4]
Denen standen auf deutscher Seite etwa 900 Jagdflugzeuge (Bf 109), etwa 220 Zerstörer (Bf 110), etwa 1100 zweimotorige Bomber (hauptsächlich He 111 und Do 17 sowie eine geringe Anzahl Ju 88), etwa 320 Sturzkampfbomber (Ju 87) und 45 Schlachtflugzeuge (Hs 123) gegenüber.
Jede größere Offensive der deutschen Streitkräfte wurde zunächst durch heftiges Bombardement der Luftwaffe eingeleitet. Hierbei kamen in der Regel Stukas zum Einsatz. So zum Beispiel am 10. Mai, als der deutsche Angriff begann, oder im Rahmen des Panzerdurchbruchs von Sedan wenige Tage später. Diese Luftangriffe während des Westfeldzuges waren mitunter so erfolgreich, dass Luftwaffenchef Hermann Göring überzeugt war, allein mit seiner Luftwaffe die Alliierten in Schlacht von Dünkirchen besiegen zu können. Diese Fehleinschätzung führte unter anderem dazu, dass im Rahmen der Operation Dynamo über 300.000 alliierte Soldaten nach Großbritannien evakuiert werden konnten. Den Briten gelang es aufgrund der kurzen Anflugwege von ihren südenglischen Basen immer wieder, die Luftherrschaft über Dünkirchen an sich zu reißen und dabei 156 deutsche Flugzeuge abzuschießen,[4] nicht ohne selbst 177 Flugzeuge zu verlieren.[5] Da zudem Schlechtwetterperioden den Einsatz der Luftwaffe hemmten, blieb Görings Gesamtbilanz weit von seinem hochgesteckten Ziel entfernt. Dennoch gelang es der Wehrmacht, bis zum 17. Juni große Teile der französischen Armee einzukesseln, und schließlich wurde am 22. Juni Waffenstillstand geschlossen.
Wie bei der Panzerwaffe war es durch enge Zusammenarbeit der deutschen Luftflotten mit den Heeresgruppen bis hinunter auf die taktische Ebene möglich, rasche und effiziente Luftunterstützung sicherzustellen und die zahlenmäßige Schwäche durch Schwerpunktebildung auszugleichen.
Zu den ab 7. September 1940 einsetzenden Tagangriffen auf London und andere britische Städte siehe Luftangriffe auf Städte/Großbritannien. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 wurden die Luftangriffe auf England erheblich seltener.
Die Operation Market Garden war eine Luftlandeoperation der Alliierten, die vom 17. bis 25. September 1944 stattfand. Aufgrund der hohen Verluste auf alliierter Seite wird sie heute als letzter militärischer Erfolg der Wehrmacht bewertet. Ziel der Alliierten war es, durch Fallschirmjäger eine Reihe von Brücken in den Niederlanden zu sichern und so die Überquerung des Rheins einzuleiten, der die letzte große natürliche Barriere nach Deutschland darstellte. Während die Waalbrücke bei Nimwegen gesichert werden konnte, blieb die große Rheinbrücke bei Arnheim in deutscher Hand bzw. wurde zerstört. Die britische 1st Airborne Division wurde im Verlauf der Schlacht vollständig aufgerieben.
Mittelmeerraum [Bearbeiten]
Nordafrika
Osteuropa [Bearbeiten]
Finnisch-Sowjetischer Winterkrieg
Im sogenannten Winterkrieg, der vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940 andauerte, hatte die sowjetische Luftwaffe die Luftüberlegenheit.
Pazifik [Bearbeiten]
Der Krieg im Pazifik begann mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, an dem über 350 Flugzeuge, die von sechs Flugzeugträgern der Kidō Butai gestartet waren, beteiligt waren. Dieser Angriff zerstörte die meisten auf Pearl Harbour stationierten Flugzeuge und vernichtete große Teile der amerikanischen Pazifikflotte. Drei Kriegsschiffe wurden versenkt und fünf wurden stark beschädigt. Allerdings waren nur die USS Arizona und die USS Oklahoma endgültig verloren. Die anderen Schiffe wurden repariert und standen bald wieder zur Verfügung. Die drei amerikanischen Flugzeugträger, die eines der Hauptangriffsziele darstellten, waren allerdings auf See. Auf Pearl Harbor konnten Dock-, Versorgungs- und Werftenanlagen schnell repariert werden. Des Weiteren waren die Tanklager der Basis unbeschädigt geblieben.
Der Angriff einigte die amerikanische Öffentlichkeit, die nun mit großer Mehrheit den Kriegseintritt der USA und Vergeltung für Pearl Harbor einforderte. Am folgenden Tag, dem 8. Dezember 1941, erklärten die Vereinigten Staaten Japan den Krieg. Nur drei Tage danach gelang den Japanern ein weiterer wichtiger Erfolg, den sie mit landgestützten Kampfflugzeugen erringen konnten. Sie versenkten am 10. Dezember 1941 die britische Force Z mit dem Schlachtschiff Prince of Wales und dem Schlachtkreuzer Repulse.
Luftangriffe gegen Städte [Bearbeiten]
Die Luftkriegführung richtete sich im Zweiten Weltkrieg erstmals in großem Umfang gegen die Zivilbevölkerung, meist die in Städten lebende Zivilbevölkerung.
Die ersten Städte, die durch den Luftkrieg beschädigt oder zerstört wurden, waren die polnischen Städte Frampol, Wieluń und Warschau. Am 14. Mai 1940 brannte die Altstadt von Rotterdam infolge eines Luftangriffs ab. In Großbritannien richtete sich der Luftkrieg in den ersten Monaten noch gegen militärische Ziele wie Panzer, Schiffe und Stützpunkte. Das Klima radikalisierte sich Anfang September 1940, als die deutsche Luftwaffe einen ersten Angriff auf eine britische Stadt (London) flog (siehe The Blitz). Allerdings griff das Bomber Command der Royal Air Force seit Mai 1940 vermehrt deutsche Städte an, während die deutsche Luftwaffe sich noch ausschließlich auf militärische Ziele konzentrierte.
Insgesamt kosteten die Luftangriffe, die gegen Städte geflogen wurden, 60.595[6] britische und zwischen 305.000 und 600.000[7] deutsche Zivilisten das Leben. Die von den Amerikanern geflogenen Angriffe gegen Tokio, Yokohama, Kobe and und andere japanische Städte (siehe Luftangriffe auf Japan) und die Atombombenangriffe töteten ungefähr zwischen 330.000 und 500.000[8] Japaner. Die Royal Air Force und USAAF dominierten den Bombenkrieg. Bereits 1941, vier Jahre vor der Kapitulation des Deutschen Reiches, war die Zerstörungskraft der Air Forces größer als die der Luftwaffe geschweige denn der japanischen Luftstreitkräfte.
Das Erzeugen von sogenannten Feuerstürmen über deutschen und japanischen Städten wurde dabei von britischer Seite als besonderer Erfolg gewertet. Diese Feuerstürme waren Ergebnis intensiver Forschungsarbeit und abgewogener Planungen. Um einen Feuersturm zu entfachen, ging es nicht nur darum, eine möglichst hohe Bombenlast abzuwerfen (beispielsweise entstand über Berlin nie ein Feuersturm), sondern es kam u. a. auf Art, Reihenfolge und Aufprallort der Bomben an. Zunächst wurden durch Sprengbomben und Luftminen ("Wohnblockknacker")die Dächer abgedeckt und die Fensterscheiben zum Bersten gebracht, um brennbares Material in den Wohnräumen freizulegen und eine offene Sauerstoffzufuhr zu ermöglichen. In einer zweiten Welle wurde die Stadt dann großflächig mit Stabbrandbomben eingedeckt. Außerdem folgte meist nach etwa 15 min eine dritte Bomberwelle mit Sprengbomben, um Feuerwehr und Löschmannschaften am Verlassen der Schutzräume zu hindern und um zusätzliche Teile des Wasserversorgungsnetzes zu zerstören, damit Löscharbeiten unmöglich gemacht werden, so dass die Chance für ein Zusammenwachsen von Einzelbränden und damit für "Feuerstürme" steigt.
Die völkerrechtliche Bewertung von Luftangriffen auf Städte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ist umstritten. Artikel 25 der Haager Landkriegsordnung verbietet zwar „das Angreifen von unverteidigten Städten, Wohnräumen und Gebäuden“, nur ist fraglich, ob das Vorhandensein von Flugabwehrbatterien bereits eine Verteidigung in diesem Sinne darstellt. Eine vom US-Militär eingerichtete Kommission stellte fest, dass mit dem Aufbau einer Luftverteidigung keine Stadt mehr „unverteidigt“ sei.[9] Darüber hinaus sei fraglich, ob die Vorschriften der Haager Landkriegsordnung überhaupt auf den Luftkrieg anwendbar waren.
Maßgeblich hat der Schriftsteller W. G. Sebald durch seine 1999 veröffentlichte Schrift Luftkrieg und Literatur die Diskussion in Deutschland über dieses Thema entfacht.
Der Historiker Gerd R. Ueberschär bezeichnet dagegen Luftangriffe wie die Bombardierung Dresdens als „militärisch sinnlos und nicht durch die allgemeinen Regeln des Kriegsvölkerrechts gedeckt“.[10] Ob Ueberschärs Darstellungen der „Komplexität historischer Abläufe genügend berücksichtigt“, stellt Thomas Widera vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung der Technischen Universität Dresden in Frage.[11] Die Historiker Götz Bergander,[12][13] Helmut Schnatz,[14] Frederick Taylor,[15] und Matthias Neutzner[16] betrachten die Fragestellung, ob die Flächenbombardements deutscher Städte ein Kriegsverbrechen darstellen, differenzierter im komplexen historischen Kontext. Neutzner, Hesse und Reinhard erläutern, dass indessen kein international verbindliches Luftkriegsrecht den Schutz von Zivilisten garantierte.[17] Taylor lässt die Antwort beim Beispiel Dresden bewusst offen. Insbesondere Neutzner setzt sich in seinen Werken intensiv mit den diktumsgraduierenden, dramaturgischen Elementen solcher Darstellungen auseinander, die er „Konstanten“ einer „kollektiven Erzählung“ nennt. Viele überlieferte Darstellungen, die die Angriffe auf Dresden als „plötzliche“, „unerwartete“, „sinnlose Zerstörung“ einer „einzigartigen“ und „unschuldigen“ Stadt, „kurz vor dem Ende des Krieges“ beschrieben, ficht er an.[18]
Explizit verboten wurden Flächenbombardements erst im Jahr 1977 mit dem auch von Großbritannien und Deutschland ratifizierten Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention.
Moralisch hingegen waren Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu jeder Zeit – auch während des Krieges – geächtet und diskutiert. Die Alliierten versicherten in ihrer Propaganda, dass sich die Luftangriffe ausschließlich gegen Industrien richtete.[E5] Die nationalsozialistische Propaganda wiederum erklärte, die deutschen Luftangriffe seien „nur“ Vergeltungsmaßnahmen; man hätte von sich aus den Kampf niemals auf Nichtkampfgebiet ausgedehnt.
Deutsches Reich [Bearbeiten]
Die Angriffe der Royal Air Force (RAF) auf deutsche Städte begannen mit dem Angriff auf Wilhelmshaven am 5. September 1939 (siehe Tabelle). Das erste großflächige Bombardement auf eine deutsche Großstadt erfolgte einige Monate später in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 1940 auf Duisburg[19] (siehe Luftangriffe auf das Ruhrgebiet). In der Folgezeit flog die RAF wiederholt kleinere Angriffe auf deutsche Städte.
Da zielgenaue Bomberangriffe bei Tag, bestehend aus wenigen Maschinen, hohe Verlustquoten aufwiesen und ihre Ziele meist verfehlten, ging die RAF ab dem Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942 dazu über, nachts große Bomberschwärme mit bis zu 1.000 Maschinen (Tausend-Bomber-Angriff) nach Deutschland zu schicken, um Großstädte großflächig zu zerstören. Ziel war es, sowohl Militär, Infrastruktur und Industrien zu vernichten als auch die Moral der Bevölkerung zu brechen (siehe auch: Area Bombing Directive). Großstädte wie zum Beispiel Köln und zahlreiche Städte des Ruhrgebiets, aber auch Dresden, Hamburg, Braunschweig, Heilbronn, Kiel, Kassel, Koblenz, Magdeburg, Pforzheim, Nürnberg, Schweinfurt, Wuppertal und Würzburg wurden großflächig zerstört. Insgesamt fielen dem Bombenkrieg der Alliierten etwa 600.000 Zivilisten zum Opfer:[20] Diejenige die die Angriffe mit schweren Verwundungen überlebten, gehörten in der Nachkriegszeit zur Gruppe der eineinhalb Millionen Kriegsversehrten. Von den Großstädten Deutschlands blieben nur Halle, Regensburg, Heidelberg und Erfurt von Flächen-Bombardements verschont.
Die Strategie (als „moral bombing“ bezeichnet) war, die Moral der Bevölkerung zu brechen und das Vertrauen der Bevölkerung in die eigene Regierung bzw. in einen Endsieg zu untergraben. Auch sollte erreicht werden, dass die Bevölkerung durch Verlust ihrer materiellen Lebensgrundlagen so existenzbedrohend beeinträchtigt wird, dass sie von ihrer beruflichen Tätigkeit so weit wie möglich, abgehalten wird. Man glaubte, dass Menschen, die in einer Bombennacht ihre Wohnungen verloren haben, in den nächsten Tagen nicht ihre Arbeitsplätze (z. B. in einer Rüstungsfabrik) aufsuchen würden.
Zu einem hohen Prozentsatz wurden brandsetzende Bomben verwendet, die eine verheerende Wirkung auf die Wohnviertel der bombardierten Städte hatten. Derart konstruierte Brandbomben wie beispielsweise die Elektron-Thermitstab-Brandbombe waren bereits lange vor dem Krieg konstruiert und getestet worden.[21]
Arthur Harris, in der deutschen Bevölkerung bekannt als „Bomber-Harris“, hatte die Idee, Tausend-Bomber-Angriffe(Bomberstrom) zu fliegen. Dies sollte die Wirkung auf das Ziel maximieren; außerdem sollte eine Sättigung oder Überforderung des deutschen Nachtjäger-Leitsystems und der deutschen Luftabwehr (Flak) die prozentualen britischen Verluste möglichst gering halten.
Als Schutzmaßnahmen wurden in Deutschland große Flaktürme und Hochbunker in Großstädten errichtet und Kinder und Mütter mit Säuglingen im Rahmen der Kinderlandverschickung aus ihnen evakuiert.
In der folgenden Tabelle kommen einige größere Städte, z. B. Regensburg, deshalb nicht vor, weil sie bei Angriffen auf nahe gelegene militärische Ziele „nur am Rande“ in Mitleidenschaft gezogen wurden. So lagen z. B. in einem westlichen Vorort von Regensburg die Messerschmitt-Flugzeugwerke, die 1943 gezielt von einem schweren Luftangriff heimgesucht wurden, der aber den Rest der Stadt nur wenig betraf (siehe Operation Double Strike):
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aachen[22] | Royal Air Force (RAF) | Juli 1941 | |||||
| Anklam | USAAF/RAF Luftwaffe |
9. Oktober 1943 | 4. August 1944 | ARADO-Flugzeugwerke, Flugplatz, Altstadt zu 80 % zerstört | 800 | ► | |
| Aschaffenburg[22] | USAAF | März 1945 | |||||
| Augsburg[22] | RAF/USAAF | 17. August 1940 | 25./26. Februar 1944 | Schwerpunkte vor allem auf den Industrieanlagen von M.A.N. und Messerschmitt | 730 | ► | |
| Bayreuth[22] | RAF/USAAF | Januar 1941 | 11. April 1945 | Schwerpunkt Innenstadt und das Bahnhofsviertel mit der Textilindustrie. Der Zerstörungsgrad der Stadt betrug 38 %. | |||
| Bebra[22] | USAAF | 4. Dezember 1944 | Schwerpunkt war der Bahnhof Bebra | 64 | ► | ||
| Berlin[22] | RAF/USAAF | 25. August 1940 | 30. März 1945 | Schwerpunkt war die Innenstadt innerhalb der Berliner Ringbahn | 68.285 | ~20.000 | ► |
| Bielefeld[22] | RAF | Juni 1940 | 30. September 1944 | 1347 | |||
| Bingen[22] | USAAF | 29. September 1944 | 29. Dezember 1944 | rund 96 % des Stadtgebietes zerstört, Hauptziel Verschiebebahnhof Bingerbrück | |||
| Bochum | 11.177 | ||||||
| Brandenburg an der Havel | RAF/USAAF | 31. März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 15 % zerstört | ||||
| Braunschweig[22] | RAF | 17. August 1940[23] | 15. Oktober 1944[24] | 90 % der Innenstadt, 42 % Gesamtzerstörungsgrad[25] | 847[25] (nur 15. Oktober 1944) |
~1000[26] (nur 15. Oktober 1944) |
► |
| Bremen | RAF | 18. Mai 1940 | 18./19. August 1944 | ges. Stadtgebiet zu 62 % zerstört, alleine das Stephaniviertel der Altstadt zu über 95 % | 1120 | 1050 | ► |
| Bremerhaven | RAF | 18. September 1944 | 18. September 1944 | ges. Stadtgebiet zu 57 % zerstört | 900 | 618 | ► |
| Breslau | RAF | 7. August 1944 | |||||
| Bruchsal[22] | USAAF | 1. März 1945, 14:00 Uhr | rund 96 % der Innenstadt zerstört | ~1000 | |||
| Chemnitz[22] | RAF | 6. Februar 1945 | 5. März 1945 | Altstadt zu 95 % zerstört, ges. Stadtgebiet zu 75 % zerstört | 1971 | >2100 | ► |
| Cottbus | USAAF | 25. Oktober 1940 | 15. Februar 1945 | Bahnanlagen, Ind., südöstl. Z | ca. 1000 | >1000 | ► |
| Danzig | RAF | Ind., Infra., Mili., Zivil. | |||||
| Darmstadt | RAF | 11./12. September 1944 | Altstadt zu 99 % zerstört, ges. Stadtgebiet zu 78 % | ca. 750 | 11.500 | ► | |
| Dessau[22] | RAF | 7. März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 80 % zerstört | ||||
| Dortmund | RAF | 5. Mai 1943 | 12. März 1945 | Innenstadt zu 98 % zerstört | 4851 | 890 | |
| Dresden | RAF/USAAF | 7. Oktober 1944 | 13./14. Februar 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. 90 % der Innenstadt zerstört. | 2660 | 22.700–25.000 | ► |
| Düren | RAF | 12. Mai 1940 | 16. November 1944 | Infra., Mili.[E6], Zivil. | 1945 | 3106 | ► |
| Düsseldorf | Innenstadt zu 94 % zerstört | 18.652 | ► | ||||
| Duisburg | Stadtgebiet zu 80 % zerstört | 30.535 | |||||
| Eberswalde | Deutsche Luftwaffe | 26. April 1945 | Innenstadt stark beschädigt; ca. 50 % zerstört | ||||
| Emden[22] | RAF | 31. März 1940 | 6. September 1944 | ges. Stadtgebiet zu 80 % zerstört | |||
| Emmerich am Rhein[22] | RAF | 7. Oktober 1944 | ges. Stadtgebiet zu 97 % zerstört | ||||
| Erfurt[27] | RAF/USAAF | 26. Juli 1940 | 25. Februar 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 1100 | 1535 | |
| Essen | Innenstadt zu 90 % zerstört. | 36.825 | |||||
| Frankfurt (Oder) | RAF | 25. August 1940 | 15. Februar 1944 | Innenstadt durch Bombenangriffe und schwere Verteidigung zu 93 % zerstört | 58 | ► | |
| Frankfurt am Main | RAF/USAAF | Juni 1940 | 22. März 1944 | Rüstungswerk bei Frankfurt-Heddernheim; Altstadt zu 98 % zerstört | 29.209 | 5559 | ► |
| Freiburg im Breisgau[22] | RAF Luftwaffe |
10. Mai 1940 | 27. November 1944 | Innenstadt, Bahnanlagen | ~3000 | ► | |
| Friedrichshafen | RAF | 28. April 1944 | ges. Stadtgebiet zu 75 % zerstört[22] | ~2500 | |||
| Fürth | USAAF/RAF | 16. August 1940 | 25. Februar 1944 | hauptsächlich Industrie, ansonsten z. T. Fehlabwürfe bei Angriffen auf Nürnberg; 6 % Totalschäden, 30 % schwere u. mittlere Schäden am Gebäudebestand[28] | ca. 390 | ► | |
| Gelsenkirchen | 6. November 1944 | Zerstörung von 52 % der Häuser, 42 % sind beschädigt. 6 % können weiterbewohnt werden. 28 % der Industriebetriebe sind zerstört. | 22.885 | ca. 3000 | ► | ||
| Gießen | RAF | 6. Dezember 1944 | Die Stadt wurde zu 67 % zerstört, die Innenstadt zu 90 %. | ||||
| Gütersloh | USAAF | 1940 | 26. November 1944 | 290 | |||
| Hagen | RAF/USAAF | 15. Mai 1940 | 15. März 1945 | Innenstadt durch mehrere Bombenangriffe nahezu vollständig zerstört. | ~2200 | ||
| Halberstadt | RAF | 8. April 1945 | 82 % der Innenstadt wurden den Angriff zerstört. | ~2500 | |||
| Hamburg | RAF | 18. Mai 1940 | 27./28. Juli 1943 | Innenstadt zu 80 %, Stadtgebiet zu 60 % zerstört. | 2439[29] | ~35.000[29] | ► |
| Hamm | RAF/USAAF | 1940 | 22. April 1944 | Güterbahnhof Hamm, Westfälische Drahtindustrie, Westfälische Union, Hafen, Kasernen, gesamtes Stadtgebiet und die nähere Umgebung von Hamm, vor allem Bergbau in Bockum-Hövel, Herringen, Pelkum, Heessen, Ahlen. Zerstörung Stadtgebiet Hamm 60–80 %. | 1029; davon 233 Kriegsgefangene, Internierte und Zwangsarbeiter | ||
| Hanau | RAF | 1944 | 19. März 1945 | Altstadt zu 90 %, Stadtgebiet zu 80 % zerstört. | ~2250 | ► | |
| Hannover[22] | RAF/USAAF | 19. Mai 1940 | 9. Oktober 1943 | 52 % aller Gebäude zerstört in der Innenstadt 90 %[30] |
1670 | 6782, davon 4748 Einwohner[31] | ► |
| Heilbronn | RAF | 16. Dezember 1940 | 4. Dezember 1944 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | ~6500 | ► | |
| Hildesheim[22] | RAF | 22. März 1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | 1060 | ≥1006[32] | ► | |
| Homburg | RAF/USAAF | 14. März 1945 | 220 | ||||
| Ingolstadt[22] | USAAF | 15. Januar 1945 | 9. April 1945 | ~650 | ► | ||
| Jena[22] | RAF | Feb./März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 15 % zerstört | ~800 | |||
| Jülich[22] | RAF | 16. November 1944 | ges. Stadtgebiet zu 97 % zerstört | ||||
| Kaiserslautern[33] | RAF/USAAF | 3. September 1941 | 28. September 1944 | Bei mehreren Großangriffen 1944/45 wurde die Stadt weitgehend zerstört. | ~350 | ||
| Karlsruhe | RAF | 10.598 | |||||
| Kassel | RAF[22] | 22. Oktober 1943 | Stadtgebiet zu 80 % und die Altstadt zu 97 % zerstört. | ca. 1400 | ca. 7000 | ► | |
| Kiel | 2. Juli 1940 | Werftanlagen, Wohnraum | 29.202 | 2515 | |||
| Koblenz[22][34] | RAF | 6. November 1944 | ges. Stadtgebiet zu 87 % zerstört | 1016 | ► | ||
| Köln | RAF | 18. Juni 1940 | Zum Kriegsende waren 95 % der Altstadt zerstört. | 48.041 | ► | ||
| Königsberg (Preußen)[22] | RAF | 26./27. August 1944 | 29./30. August 1944 | Historische Innenstadt (Altstadt, Kneiphof, Löbenicht) fast vollständig zerstört | über 480 | ~6000 | |
| Landau in der Pfalz | USAAF | 1944 | 1945 | 586 | |||
| Landshut | USAAF | Dezember 1944 | 19. März 1945 | Bahnhof | ~ 400 | ||
| Leipzig | RAF | 27. März 1943 | 4. Dezember 1943 | Durch die Luftangriffe lag ein großer Teil der Bausubstanz der eng bebauten Innenstadt in Trümmern. | ca. 500 | ~1800 | ► |
| Linz | RAF/USAAF | 1944 | 1945 | 1679 | |||
| Ludwigshafen | RAF | Oktober 1941 | 5. Januar 1945 | ges. Stadtgebiet zu über 80 % zerstört, Hauptziel BASF | >500 | ► | |
| Lübeck | RAF | 28. März 1942 | 28. März 1942 | Altstadt zu 30 % zerstört | 400 | 320 | ► |
| Magdeburg | RAF | 16. Januar 1945 | Altstadt zu 90 % zerstört | ca. 1200 | ~2.500 | ► | |
| Mainz[22] | RAF | 1942 | 27. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet zu 80 % zerstört | ~1200 | ► | |
| Mannheim | 1. Juni 1940 | Stadtgebiet fast vollständig zerstört. | 25.181 | 2171 | ► | ||
| Meiningen | USAAF | 23. Februar 1945 | Infrastruktur | ~150 | ~220 | ► | |
| Mönchengladbach | RAF/USAAF | 12. Mai 1940 | |||||
| München | RAF/USAAF | Sommer 1942 | 7. Februar 1945 | Die Münchener Altstadt wurde durch die Luftangriffe zu 90 %, die gesamte Stadt zu 50 % zerstört. | 27.111 | 6500 | ► |
| Münster | RAF/USAAF | 16. Mai 1940 | 25. März 1945 | Etwa 91 % der Altstadt und 63 % der gesamten Stadt wurden zerstört. | >1600 | ||
| Nordhausen[22] | RAF/USAAF | 4. Juli 1944 | 4. April 1945 | ges. Stadtgebiet zu ca. 74 % zerstört | 1220 | ~8800 | ► |
| Nürnberg | RAF | 21./22. Dezember 1940 | 2. Januar 1945 | Zerstörung der Bahn- und Industrieanlagen (MAN, Siemens-Schuckert) im Nürnberger Süden sowie der Altstadt (fast völlig zerstört) | 2300 | 1800 | ► |
| Offenbach am Main | RAF | 20. Dezember 1943 | 18. März 1944 | Offenbach wurde zu 36 % zerstört. Die Schäden konzentrierten sich insbesondere auf die Altstadt und die Weststadt. | 467 | ► | |
| Osnabrück[22] | RAF | 20. Juni 1942 | 13. September 1944 | Altstadt zu 94 % zerstört, gesamtes Stadtgebiet zu 65 % | ► | ||
| Paderborn[22] | RAF | 17. Januar 1945 | 23. März 1945 | ges. Stadtgebiet zu 85 % zerstört | |||
| Peenemünde | RAF | 18. August 1943 | Heeresversuchsanstalt und Arbeitslager | 1874 | 735 | ► | |
| Pforzheim | RAF | 1. April 1944 | 23. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet zu 83 % zerstört | 1575 | ~18.000 | ► |
| Pirmasens | RAF | 9. August 1944 | 15. März 1945 | Innenstadt vollständig zerstört | ~500 | ||
| Plauen | RAF | 12. November 1944 | 10. April 1945 | 75 % des Stadtgebiets zerstört | 1965 | 2340 | |
| Posen | RAF | 29. Mai 1944 | |||||
| Potsdam | RAF | 14. April 1945 | Die Wohnhäuser in der Potsdamer Innenstadt und in der Berliner Vorstadt wurden bis zu 97 % zerstört | 1.593 | ► | ||
| Rees[22] | RAF | 16. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet zu 76 % zerstört | ||||
| Remscheid[22] | RAF | 31. Juli 1943 | ges. Stadtgebiet zu 82 % zerstört | ||||
| Rosenheim | USAAF | 20. Oktober 1944 | 18. April 1945 | Bahnhof | 53[25] (nur 18. April 1945) |
► | |
| Rostock[35] | RAF | 11. Juni 1940 | 24./27. April 1942 | Innenstadt zur Hälfte zerstört. | 617 | ||
| Rothenburg ob der Tauber | USAAF | 31. März 1945 | 31. März 1945 | 9 | 39 | ► | |
| Saarbrücken | RAF | Ende Juli 1942 | 5. Oktober 1944 | ca. 1000 | ca. 400 | ► | |
| Salzburg | ► | ||||||
| Solingen | RAF | 4./5. November 1944 | 2,5 km² Innenstadt vollständig zerstört | 1882 | ► | ||
| Stettin[22] | 1944 | ||||||
| Stralsund[22] | USAAF | 6. Oktober 1944 | 248 | ~800 | ► | ||
| Stuttgart | RAF | 25. August 1940 | 12. September 1944 | bei insgesamt 53 Luftangriffen 1940 bis 1945 im gesamten Stadtgebiet 68 % aller Gebäude zerstört | ca. 670 | ~1000 | ► |
| Swinemünde[22] | USAAF | 12. März 1945 | 1609 | 8000 bis 23.000 (Flüchtlinge) | ► | ||
| Trier[22] | RAF | 19. Dezember 1944 | 23. Dezember 1944 | Stadtgebiet zu 41 % zerstört, Schwerpunkt Altstadt | 420 | ||
| Ulm[22] | RAF | 17. Dezember 1944 | Altstadt zu 81 % zerstört | 707 (am 17.12.44) | ► | ||
| Wesel[22] | RAF | 16. Februar 1945 | 19. Februar 1945 | ges. Stadtgebiet zu 97 % zerstört | ► | ||
| Wien | RAF/USAAF | 17. März 1944 | 12. März 1945 | 28 % Gebäudeschäden | 8796 | ► | |
| Wiener Neustadt | RAF/USAAF | 1944 | 1945 | Wiener Neustädter Flugzeugwerke Raxwerke |
|||
| Wilhelmshaven[22] | RAF | 5. September 1939 | 15. Oktober 1944 | ges. Stadtgebiet (bei Kriegsende 60 % der Wohnfläche zerstört), Marinewerft | 435 | ||
| Wismar | RAF | 1942 | 14. April 1945 | ||||
| Worms[22] | RAF | 21. Februar 1945 | 18. März 1945 | 239 | |||
| Würzburg | RAF | Februar 1942 | 16. März 1945 | gesamtes Stadtgebiet zu 82 %, Altstadt zu über 90 % zerstört | 977 | ~5000 | ► |
| Wuppertal | RAF | Mai 1943 | 29./30. Mai 1943 und 24./25. Mai 1943 | Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Elberfeld – gesamtes Stadtgebiet zu 38 % zerstört | 5219 | ► | |
| Xanten[22] | RAF | 10. Februar 1945 | |||||
| Zerbst[22] | USAAF | 16. April 1945 | ges. Stadtgebiet zu 80 % zerstört | ||||
| Zweibrücken[36] | RCAF | 14. März 1945 | Stadtgebiet zu 80 % zerstört, Altstadt fast gänzlich zerstört | ~ 200 |
Eine Bestandsaufnahme der Wirkung der Angriffe fand am Kriegsende durch US-Flüge statt, die systematisch das deutsche Gebiet mit Luftbildern dokumentierten: 2013 Trolley-Missions vom 7. bis zum 12. Mai 1945. Kleingruppen zu je drei Flugzeugen beflogen genau festgelegte Routen.[37][38]
Schon während des Krieges beschäftigten sich die Alliierten intensiv mit der Frage, ob das, was sie da taten richtig war.
“Although the evidence is still interpreted in various ways, the question as to what actually happened to the war-supporting structure is well documented. Before the end of the war, Maj. Gen. Muir S. Fairchild initiated and General Arnold carried out a bold and statesman-like proposal. General Arnold requested that a special high-level civilian committee make an immediate and thorough investigation of the effects of bombing in Germany. He asked that it be headed by a citizen of unusually high repute who was untainted by philosophical leanings toward any type of warfare, in order that the report might be as objective as possible. The committee should be commissioned by the President himself and should report directly to him. It should be dominated by civilians throughout and should use military men solely to the extent it found their professional experience to be necessary and helpful. Arnold persuaded Adm. Ernest J. King that the Navy should be represented in the survey. Finally, General Arnold specifically requested that the committee's findings not be divulged to him or to the senior commanders and staff of the Army Air Forces until the report had been completed and submitted to the President.
As a result, the United States Strategic Bombing Survey was established by the Honorable Henry L. Stimson, Secretary of War, on November 3, 1944, pursuant to a directive from the President. The Bombing Survey was headed by Franklin D’Olier as Chairman and Henry C. Alexander as Vice Chairman. Directors included: George W. Ball, Henry L. Bowman, John K. Galbraith, Rensis Likert, Frank A. McNamee, Paul H. Nitze, Robert P. Russell, Fred Searls, Jr., and Theodore P. Wright. Charles C. Cabot acted as Secretary.
These men, all with well-established reputations, set up an organization calling for 300 civilians, 350 officers, and 500 enlisted men. Headquarters were established in London, and teams operated literally on the heels of advancing Allied armies. Several hundred German plants, cities, and industrial areas were examined. Hundreds of Germans were interrogated, among them the top German government officials and the managers of the German industrial plants and systems. Documents and reports were studied and analyzed. War records were relentlessly ferreted out. Some 200 detailed reports were made. It was a stupendous undertaking and a superb accomplishment.
First the bombing efforts were measured against the plans and objectives.[39]”
Frankreich [Bearbeiten]
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Caen | |||||||
| Le Havre | RAF | 5./6. September 1944 | je 340 Maschinen[40] | ca. 5000 | |||
| Lorient | |||||||
| Paris | Wehrmacht, Luftwaffe | 26. August 1944 | Stadtgebiet (593 Gebäude wurden zerstört oder beschädigt) | 50 Maschinen | 213 (zudem 914 Verwundete) | Der Angriff erfolgte nach der Kapitulation des dt. Wehrmachtbefehlshabers General Choltitz an den frz. Oberst Rol-Tanguy. | |
| Royan | RAF[41] | 5. Januar 1945 | Stadtgebiet (90 % zerstört) | 1580 (340 Maschinen)[42] | ca. 800[43] | ||
| USAAF[44] | 15. April 1945 | dt. Befestungsanlage (Stadtgebiet zu 100 % zerstört) | ca. 1000 (830 Maschinen)[45] | ca. 1300[46]–1700[47] | Operation Vénérable – erstmaliger Napalm-Einsatz in Europa | ||
| Saint-Nazaire | |||||||
| Straßburg |
Großbritannien [Bearbeiten]
Die erste deutsche Angriffswelle auf britische Städte – im englischen Sprachraum als The Blitz bezeichnet – fand ab September 1940 statt, als man während der Luftschlacht um England neben Flugplätzen auch Städte angriff, und dauerte bis Mai 1941, als die meisten Kampfverbände der Luftwaffe in Vorbereitung des Feldzugs gegen die Sowjetunion nach Osten abgezogen wurden. Hauptangriffsziele waren neben London vor allem wichtige Hafen- und Industriestädte.
Anders als in deutschen Großstädten gab es in London nur sehr wenig Luftschutzbunker. Daher suchte die Londoner Bevölkerung Schutz in den Tunneln und Stationen der Londoner U-Bahn. In einem Stollen wurde eine Munitionsfabrik betrieben und eine U-Bahn-Station wurde auch für Kabinettssitzungen benutzt.
Schon Mitte September 1940 zeichnete sich die Unterlegenheit der deutschen Luftwaffe ab. Der Luftkampf über englischem Gebiet ging an die Substanz der deutschen Luftwaffe. Um nach einem Luftkampf noch zurückfliegen zu können, blieben nur 15 Minuten Kampfzeit, ansonsten ging die begrenzte Tankfüllung der Messerschmitt-Jagdflieger zur Neige. Abgeschossene oder notlandende Piloten wurden gefangengenommen, während britische Piloten meist am selben Tag wieder einsatzbereit waren. Am Morgen des 17. Septembers verschob Hitler die Invasion Englands („Unternehmen Seelöwe“) auf „unbestimmte Zeit“, am 12. Oktober verlautbarte Generalfeldmarschall Keitel: „Der Führer hat beschlossen, dass ab heute bis zum Frühjahr [1941] die Vorbereitungen zu ‚Seelöwe‘ nur zu dem Zweck fortgeführt werden sollen, um England politisch und militärisch weiterhin unter Druck zu setzen“. Die Tagangriffe wurden aufgrund hoher Verluste ab dem 29. Oktober 1940 bis auf vereinzelte Angriffe mit Bombern und Jagdbombern eingestellt. Die Nachtangriffe wurden bis Mai 1941 weitergeführt.
In Vergeltung für den verheerenden britischen Luftangriff auf Lübeck vom 28./29. März 1942 unternahm die deutsche Luftwaffe von April bis Juni 1942 eine Serie von Angriffen auf kulturhistorisch bedeutsame englische Städte, die sogenannten Baedeker-Angriffe (engl.: Baedeker Blitz).
Zu einer kurzzeitigen Wiederaufnahme des Bombenkriegs gegen britische Städte, hauptsächlich gegen London, durch die Luftwaffe kam es von Januar bis Mai 1944 im Rahmen des „Unternehmens Steinbock“. Dabei gelang es der Luftwaffe nicht, mit ihren begrenzten und stetig schwindenden Kräften die von Hitler beabsichtigte Wirkung auf die Moral der britischen Bevölkerung zu erzielen. Mangelnde Erfolge und hohe Verluste führten zur Einstellung der Angriffe. Die einzige verbleibende Hoffnung, die deutschen Vergeltungsabsichten umzusetzen, bot die im Juni 1944 begonnene sogenannte „V-Waffen-Offensive“ mit den Vergeltungswaffen V1 und V2.
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Barrow-in-Furness | Luftwaffe | September 1940 | Mai 1941 | Werften | |||
| Bath | Luftwaffe | 25. April 1942 | historische Innenstadt | ► | |||
| Belfast | Luftwaffe | 15. April 1941 | Industrie, Werften, Stadtgebiet | ca. 1000 | ► | ||
| Birmingham | Luftwaffe | 9. August 1940 | Industrie, Stadtgebiet | 2000 | 2241 | ||
| Brighton | Luftwaffe | Juli 1940 | 14. September 1940 | u.a. Bahnanlagen | 198 | ||
| Bristol | Luftwaffe | 24. November 1940 | Hafen, Flugzeugindustrie, Stadtgebiet | 919 | 1299 | ||
| Canterbury | Luftwaffe | 31. Mai 1942 | historische Innenstadt | ► | |||
| Cardiff | Luftwaffe | 3. Juli 1940 | 2. Januar 1941 | Hafen, Industrie | 355[48] | ||
| Clydebank | Luftwaffe | 13.–15. März 1941 | Werften, Munitionsindustrie | 528 | |||
| Coventry | Luftwaffe | 14. November 1940 | Rüstungsindustrie, Stadtgebiet | 1236 | ► | ||
| Exeter | Luftwaffe | 23. April 1942 | historische Innenstadt | ► | |||
| Greenock | Luftwaffe | 6./7. Mai 1941 | Werften | 280 | |||
| Hull | Luftwaffe | 19. Juni 1940 | Docks, Industrie 95 % der Gebäude beschädigt oder zerstört |
ca. 1200 | |||
| Liverpool | Luftwaffe | 1.–7. Mai 1941 | Hafen, Industrie, Stadtgebiet | ca. 4000 (Großraum) | |||
| London | Luftwaffe | 24. August 1940[E7] | vorwiegend Stadtgebiet | ca. 30.000 | |||
| Manchester | Luftwaffe | August 1940 | 22.–24. Dezember 1940 | Hafen, Industrie, Stadtgebiet | |||
| Norwich | Luftwaffe | 27.–30. April 1942 | historische Innenstadt | ► | |||
| Nottingham | Luftwaffe | 8./9. Mai 1941 | Industrie | ||||
| Plymouth | Luftwaffe | 6. Juli 1940 | Docks | 1172 | |||
| Sheffield | Luftwaffe | 12./15. Dezember 1940 | Rüstungsindustrie | 660 | |||
| Southampton | Luftwaffe | 30. November/1. Dezember 1940 | Hafen | 470 | |||
| Swansea | Luftwaffe | Februar 1941 | Hafen, Industrie | ||||
| York | Luftwaffe | 29. April 1942 | historische Innenstadt | ► |
Japan [Bearbeiten]
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Yawata | USAAF | 15. Juni 1944 | Ind., Mili. | rund 30 | ~100 | ||
| Kōbe | USAAF | 19. Januar 1945 | 5. Juni 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | über 3.200 | ~3.000 | |
| Nagoya | USAAF | 27. November 1944 | 14. Mai 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | über 3.000 | ~6.000 | |
| Hiroshima | USAAF | 6. August 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 4,04 (nuklear) | >200.000[E8] | ► | |
| Nagasaki | USAAF | 9. August 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 4,67 (nuklear) | >90.000[E8] | ► | |
| Tokio | USAAF | 18. April 1942 | 9. März 1945 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | über 14.000 | ~100.000 | ►, ► |
Jugoslawien [Bearbeiten]
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Belgrad | Luftwaffe | 6. April 1941 | Ind., Infra., Mili., Zivil. | 830 | 1.500–30.000 | ► |
Niederlande [Bearbeiten]
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Arnhem | USAAF | 22. Februar 1944 | Zivil. | ►, ► | |||
| Den Haag | RAF | 3./4. März 1945 | Zivil. | 86 | ca. 500 | ► | |
| Enschede | USAAF | 22. Januar 1942 | 10. Oktober 1943 | Zivil. | 151 | ||
| Nijmegen | USAAF | 22. Februar 1944 | 22. Februar 1944 | Zivil. | 40 | ca. 800 | ►, ► |
| Rotterdam | dt. Luftwaffe | 14. Mai 1940 | 14. Mai 1940 | Zivil. | 97 | 800–900 |
Polen [Bearbeiten]
| Stadt | Angreifer | Erster Angriff | Schwerster Angriff | Ziele | Bombenlast (t) | Tote | Artikel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frampol | Luftwaffe | 13. September 1939 | 13. September 1939 | ||||
| Warschau | Luftwaffe | 25. September 1939 | 25. September 1939 | 572 | |||
| Wieluń | Luftwaffe | 1. September 1939 | 1. September 1939 | Mili.[E9] | 1200 |
Rumänien [Bearbeiten]
Luftangriffe auf Städte in Rumänien, geordnet nach Bevölkerungsgröße:
- Luftangriffe auf Bukarest
- Luftangriffe auf Timișoara
- Luftangriffe auf Iași
- Luftangriffe auf Ploiești
Schweiz [Bearbeiten]
Obwohl die Schweiz im Zweiten Weltkrieg neutral war, wurden einige ihrer Städte und Bahnlinien Opfer von amerikanischen Bombardements. Luftangriffe gab es besonders in Grenznähe, zum Beispiel in Basel (speziell Güterbahnhof Wolf), aber auch Zürich (speziell Industriequartier Oerlikon) wurde getroffen. Besonders stark getroffen wurden das rechtsrheinische Schaffhausen (Altstadt, Bahnhof und Industrie bei Neuhausen) am 1. April 1944 (40 Tote) und Stein am Rhein am 22. April 1945 (neun Tote). Es ist nicht geklärt, inwieweit diese Bombardierungen irrtümlich geschahen oder ob sie eine Warnung der Schweiz durch die Alliierten waren.
Sowjetunion [Bearbeiten]
Zu den am stärksten bombardierten sowjetischen Städten zählen Leningrad (während der Leningrader Blockade) und Stalingrad (während der Schlacht von Stalingrad). Luftangriffe auf Moskau fanden im Wesentlichen nur in der ersten Phase des Krieges statt. Ziel war anfangs meist die Vorbereitung der Einnahme durch die Bodentruppen, später die Lahmlegung der Industrie. Zu den weiteren bombardierten Städten zählen Minsk, Odessa, Kiew und Murmansk. Wichtige Ziele waren Strom-, Wasser- und Kraftwerke sowie Industriebetriebe. Zum Einsatz der vor dem Krieg projektierten Uralbomber, mit dem entfernter liegende Rüstungsbetriebe angegriffen werden sollten, kam es nicht.
Siehe auch [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Horst Boog (Hrsg.): Luftkriegführung im Zweiten Weltkrieg: ein internationaler Vergleich. Herford 1993.
- Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945. Propyläen, München 2002, ISBN 3-549-07165-5.
- Olaf Groehler: Geschichte des Luftkrieges 1910 bis 1980. Berlin 1981.
- Rolf-Dieter Müller: Der Bombenkrieg 1939–1945. Berlin 2004.
- W. G. Sebald: Luftkrieg und Literatur: Mit einem Essay zu Alfred Andersch. Fischer Taschenbuch, 1999, ISBN 978-3-596-14863-9 (Carl Hanser Verlag, 2009, ISBN 978-3-446-23432-1).
- Dietmar Süß: Tod aus der Luft. Kriegsgesellschaft und Luftkrieg in Deutschland und England. Siedler, München 2011.
- Susanne Vees-Gulani: Trauma and Guilt: Literature of Wartime Bombing in Germany. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 978-3-110-17808-1.
- Manuel Wolf: Der Luftkrieg über Europa 1939–1945: Die Angst im Nacken. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03084-8.
Weblinks [Bearbeiten]
- Rezensionen von Jörg Friedrichs „Der Brand“ (kommerzielle Seite)
- Rezension von Jörg Friedrichs „Der Brand“ U.Wehler im DLR
- Bomben auf Chemnitz – die Fakten
- Royal Air Force Bomber Command 60th Anniversary – Campaign Diary February 1945
- historicum.net – Zeitleiste und Chronik – 1945
- Die Luftangriffe auf Städte im Lebendigen Museum Online des Deutschen Historischen Museums
Anmerkungen [Bearbeiten]
- 1. ^ Dewoitine D.520: 351 bis zur Kapitulation, Curtiss P-36: ca. 290, Bloch MB.152: ca. 500.
- 2. ^ Eine deutsch/französische Kontrollkommission fand nach dem Waffenstillstand allein im unbesetzten Frankreich 4.268 einsatzbereite Maschinen vor[49] zu denen noch 1.800 Maschinen in Nordafrika zu zählen waren.
- 3. ^ 262 Jäger, 135 Bomber, und 60 Aufklärer.[50]
- 4. ^ 28 Fokker G.1, 31 Fokker D.XXI, 7 Fokker D.XVII, 10 zweimotorige Fokker T.V, 15 Fokker C.X, 35 Fokker C.V, 12 Douglas DB-8, 17 Koolhoven FK-51.
- 5. ^ So zum Beispiel der Propagandafilm zur Bombardierung Hamburgs. Über 40.000 Menschen starben bei diesem Angriff.
- 6. ^ Hierbei handelte es sich um eine Kaserne.
- 7. ^ Der erste Angriff am 24. Oktober 1940 zielte ursprünglich auf ein Ind.gebiet 60 km östlich von London ab („Thames Gateway“). Ein Flugzeug kam jedoch vom Kurs ab und warf Bomben über mehreren Londoner Stadtteilen ab. Der erste geplante Angriff erfolgte am 7. September 1940.
- 8. ^ Über 98 Prozent der Opfer starben bei einem Atombombenabwurf.
- 9. ^ Der Angriff auf Wieluń war ein taktischer Angriff auf die 28. polnische Division und eine Kavalleriebrigade, welche in Wielun am Vorabend des Angriffs von einem Aufklärer entdeckt wurden. Wegen Bodennebels verfehlte der Angriff sein eigentliches Ziel.[51][52] Außerdem befand sich noch eine Zuckerfabrik am Rande der Stadt.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Rolf-Dieter Müller: Der Bombenkrieg 1939–1945, Berlin 2004, S. 24–28.
- ↑ Olaf Groehler: Geschichte des Luftkrieges 1910 bis 1980, Berlin 1981, S. 118.
- ↑ 110 Fairey Fox, 19 Renard R 31, 14 Fairey Battle, 23 Fiat CR.42, 15 Gloster Gladiator und 11 Hawker Hurricane [1]
- ↑ David Divine, The Nine Days of Dunkirk, White Lion Publrs., 1976, ISBN 0-7274-0195-5
- ↑ Richard Collier: Dünkirchen. Heyne Verlag, 1982, ISBN 3-453-01164-3, S. 331
- ↑ Matthew White Twentieth Century Atlas – Death Tolls: United Kingdom lists the following totals and sources:
- 60,000, (bombing): John Keegan The Second World War (1989);
- 60,000: Boris Urlanis, Wars and Population (1971)
- 60,595: Harper Collins Atlas of the Second World War
- 60,600: John Ellis, World War II : a statistical survey (Facts on File, 1993) „killed and missing“
- 92,673, (incl. 30,248 merchant mariners and 60,595 killed by bombing): Encyclopaedia Britannica, 15th edition, 1992 printing. „Killed, died of wounds, or in prison … exclud[ing] those who died of natural causes or were suicides.“
- 92,673: Norman Davies, Europe A History (1998) same as Britannica’s war dead in most cases
- 92,673: Michael Clodfelter Warfare and Armed Conflict: A Statistical Reference to Casualty and Other Figures, 1618–1991;
- 100,000: William Eckhardt, a 3-page table of his war statistics printed in World Military and Social Expenditures 1987-88 (12th ed., 1987) by Ruth Leger Sivard. „Deaths“, including „massacres, political violence, and famines associated with the conflicts.“
- ↑ German Deaths by aerial bombardment (It is not clear if these totals includes Austrians, of whom about 24,000 were killed (see Austrian Press & Information Service, Washington, D.C) and other territories in the Third Reich but not in modern Germany)
- 600,000 about 80,000 were children in Hamburg, Juli 1943 in Der Spiegel © SPIEGEL ONLINE 2003 (in German)
- Matthew White Twentieth Century Atlas – Death Tolls lists the following totals and sources:
- more than 305,000: (1945 Strategic Bombing Survey);
- 400,000: Hammond Atlas of the 20th Century (1996)
- 410,000: R. J. Rummel, 100 % democidal;
- 499,750: Michael Clodfelter Warfare and Armed Conflict: A Statistical Reference to Casualty and Other Figures, 1618-1991;
- 593,000: John Keegan The Second World War (1989);
- 593,000: J. A. S. Grenville citing „official Germany“ in A History of the World in the Twentieth Century (1994)
- 600,000: Paul Johnson Modern Times (1983)
- ↑ Matthew White Twentieth Century Atlas – Death Tolls: Allies bombing of Japan lists the following totals and sources
- 330,000: 1945 US Strategic Bombing Survey;
- 363,000: (not including post-war radiation sickness); John Keegan The Second World War (1989);
- 374,000: R. J. Rummel, inclding 337,000 democidal;
- 435,000: Paul Johnson Modern Times (1983)
- 500,000: (Harper Collins Atlas of the Second World War)
- ↑ USAF: The Bombing of Dresden. Dresden was protected by antiaircraft defenses , antiaircraft guns and searchlights, in anticipation of Allied air raids against the city. The Dresden air defenses were under the Combined Dresden (Corps Area IV) and Berlin (Corps Area III) Luftwaffe Administration Commands.
- ↑ Gerd R. Ueberschär: Dresden 1945 – Symbol für Luftkriegsverbrechen. In: Wolfram Wette, Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. Darmstadt 2001, S. 382–396, hier S. 392.
- ↑ Thomas Widera: Rezension zu: Reinhard, Oliver; Neutzner, Matthias; Hesse, Wolfgang (Hrsg.): Das rote Leuchten. Dresden und der Bombenkrieg. Dresden 2005. In: H-Soz-u-Kult, 14. Juni 2005: „Das retrospektive Urteil steht in der Gefahr, die Komplexität historischer Abläufe ungenügend zu berücksichtigen.“
- ↑ Götz Bergander: Dresden im Luftkrieg – Vorgeschichte, Zerstörung, Folgen, Würzburg 1998 (Sonderausgabe, 2. erweiterte Auflage), ISBN 3-88189-239-7
- ↑ Götz Bergander: Vom Gerücht zur Legende. Der Luftkrieg über Deutschland im Spiegel von Tatsachen, erlebter Geschichte, Erinnerung, Erinnerungsverzerrung. In: Thomas Stamm-Kuhlmann u. a. (Hrsg.): Geschichtsbilder. Festschrift für Michael Salewski zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2003
- ↑ Helmut Schnatz: Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit. Mit einem Vorwort von Götz Bergander. Köln/Weimar/Wien 2000, ISBN 3-412-13699-9
- ↑ Frederick Taylor: Dresden, Dienstag, 13. Februar 1945. Militärische Logik oder blanker Terror? Bertelsmann, München, Dezember 2004, ISBN 3-570-00625-5
- ↑ Matthias Neutzner (Hrsg.): Martha Heinrich Acht – Dresden 1944/45, Dresden 2003 (4. erweiterte Auflage, Erstauflage 1995)
- ↑ Neutzner, Matthias; Hesse, Wolfgang (Hrsg.): Das rote Leuchten. Dresden und der Bombenkrieg. Dresden: edition Sächsische Zeitung 2005, ISBN 3-938325-05-4.
- ↑ Matthias Neutzner: Die Erzählung vom 13. Februar. In: Mythos Dresden, Faszination und Verklärung einer Stadt. Dresdner Hefte, Bd. 84, ISBN 3-910055-79-6.
- ↑ Historisches Zentrum Hagen: 13. Mai 1940 Duisburg leidet unter dem ersten Grossbombardement des Krieges
- ↑ Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 4: Vom Beginn des ersten Weltkrieges bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914–1949, C.H. Beck, München 2003, S. 943.
- ↑ 60 Jahre Kriegsende, kriegsende.ard.de (ARD-Gemeinschaftsproduktion von BR, NDR, RBB, SR, SWR und WDR).
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an Jörg Friedrich: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945. Ullstein-Heine-List, München 2002, ISBN 3-548-60432-3
- ↑ Eckart Grote: Target Brunswick 1943–1945. Luftangriffsziel Braunschweig – Dokumente der Zerstörung. Braunschweig 1994, S. 11
- ↑ Rudolf Prescher: Der rote Hahn über Braunschweig. Luftschutzmaßnahmen und Luftkriegsereignisse in der Stadt Braunschweig 1927 bis 1945, Braunschweig 1955, S. 88
- ↑ a b c Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 8
- ↑ Braunschweiger Zeitung (Hrsg.): Die Bomben-Nacht. Der Luftkrieg vor 60 Jahren. Braunschweig 2004, S. 43
- ↑ Helmut Wolf: Erfurt im Luftkrieg 1939–1945, Jena 2005, ISBN 3-931743-89-6
- ↑ Manfred Mümmler: Fürth 1933–1945. Emskirchen 1995, S. 175 ff.
- ↑ a b Hans Brunswig: Feuersturm über Hamburg, Stuttgart 1992, ISBN 3-87943-570-7, S. 213, 243.
- ↑ Ausstellung des Volksbund Niedersachsen: „Niedersachsen im Krieg" – Jugend dient dem Führer (pdf, 533 kB)
- ↑ Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Hannover Chronik: Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Zahlen • Daten • Fakten, Schlütersche, Hannover, 1991
- ↑ Aden, Menno; Hildesheim lebt, Gerstenberg, Hildesheim, 1994 ISBN 3-8067-8551-1, Seite 238
- ↑ Eduard Hauptlorenz: Der Raum Kaiserslautern im Luftkrieg: Luftabwehr – Luftschutz – Luftangriffe, 1939 bis 1945. Schriftenreihe des Stadtarchivs Kaiserslautern, Bd. 8, Kaiserslautern 2004, ISBN 3-936036-10-1.
- ↑ Schnatz, Helmut: Koblenz im Bombenkrieg, in: historicum.net
- ↑ H.-W. Bohl, Bomben auf Rostock, Konrad Reich Verlag, ISBN 3-86167-071-2
- ↑ Zweibrücken 600 Jahre Stadt, im Auftrag der Stadtverwaltung Zweibrücken herausgegeben vom Historischen Verein Zweibrücken, Zweibrücken 1952, S. 347
- ↑ Die heute kaum bekannten "Trolley"-Missions. Aufnahmen zum Teil beim Washingtoner National Archiv.
- ↑ Trolley Missions Overview. Engl. Viele Aufnahmen. Auf der Site b24.net/ der 392. Bomber Gruppe (392nd Bomb Group, dort wird auch von sightseeing trips gesprochen. )
- ↑ Office of Air Force History – United States Air Force (Hrsg.), 1986: The Strategic Air War Against Germany and Japan: A Memoir (295 Seiten), Seite 115f.
- ↑ http://raf.mod.uk/bombercommand/sep44.html
- ↑ http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/45-01.htm
- ↑ http://raf.mod.uk/bombercommand/jan45.html
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- ↑ http://paul.rutgers.edu/~mcgrew/wwii/usaf/html/Apr.45.html
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- ↑ The Zinn reader: writings on disobedience and democracy Howard Zinn S.267ff & 270 [2]
- ↑ http://www.thepinklady.fr/post/2006/09/10/Mission%3A-Royan
- ↑ Cardiff's 'worst night' of Blitz remembered 70 years on auf bbc.co.uk vom 2. Januar 2011, abgerufen am 7. Juni 2011.
- ↑ Pierre Cot: En 40 où etaient nos avions ?, in:Icare, Nr.57/71.
- ↑ Angleichung der Zahlenangaben aus: Liss:Westfront; Charles: Forces armées belges;Service Historique de l'Armée der Terre, Les grandes unités françaises; Buffotot/Ogier:L'Armée de l'Air
- ↑ Rolf-Dieter Müller: Der Bombenkrieg 1939–1945, Berlin 2004, S. 53 f.
- ↑ Horst Boog (Hrsg.): Luftkriegführung im Zweiten Weltkrieg: ein internationaler Vergleich, Herford 1993, ISBN 3-8132-0340-9.