Hartmut Barth-Engelbart

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Hartmut Barth-Engelbart, Pseudonyme unter anderem Carl Hanau, HaBE (* 11. April 1947 in Michelstadt im Odenwald), ist ein deutscher Schriftsteller, Lyriker, Liedermacher, Grafiker und Grundschullehrer.

Nach beendeter Schullaufbahn folgten die Tätigkeiten Reserveoffiziersanwärter, Ausbilder und Kriegsdienstverweigerer bei der Bundeswehr, Zivildienst, Schriftsetzerlehre, Studium der Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Germanistik, Geschichte und eine Ausbildung zum Grundschullehrer. Zwischen 1967 und 1991 arbeitete Barth-Engelbart in 36 verschiedenen Berufen vom Bauarbeiter bis zum Werbegrafiker und -texter. Er ist Grundschullehrer und Kinderchorleiter.

Von 1974 bis 1979 war er Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland, für den er bei der Landtagswahl in Hessen 1978 erfolglos kandidierte.

Zusammen mit dem Komponisten und Saxophonisten des Ensemble Modern, Wolfgang Stryi, veranstaltete Barth-Engelbart von 1990 bis zum Tod Stryis im Februar 2005 über 150 politische, sogenannte „Interventions-Konzert-Lesungen“. Im September 2003 initiierte Barth-Engelbart die Hanauer Widerstandslesungen am Freiheitsplatz nach Wiener Vorbild. Bei den wöchentlichen Open-Air-Lesungen entstanden hunderte von zumeist politischen Gedichten.

Position zu Israel und dem Gazastreifen[Bearbeiten]

In einer Glosse der Neuen Rheinischen Zeitung stellte Barth-Engelbart 2012 die These auf, dass der Beschuss vom Gazastreifen auf die israelischen Zivilbevölkerung möglicherweise „auf das Konto salafistischer oder [auch] salafistisch getarnter Kommandos“ seitens der israelischen Streitkräfte geht. Dabei nahm er Anlass auf die für ihn ungeklärten Hinrichtungen seiner „Freunde Juliano Mer-Khamis und Vittorio Arrigoni“.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • „C'est la vie“ oder was sind wir doch für Schweine geworden, Amsterdam 1991. ISBN 3-89408-306-9.
  • Eine Abrechnung mit dem Rechnen. In: Karlheinz Burk: Die neue Schuleingangsstufe, Beltz: Weinheim, Basel 1998. 147 S. ISBN 3-407-62387-9.
  • Osterspaziergang. In: Menschenversuch, Collage-Roman, Edition Gallas: München 2000.
  • Menschenversuch, München 2000. ISBN 3-00-007341-8.
  • Lakonisches Lächeln. Erzählung, Yedermann: München-Riemerling 2001. 99 S. ISBN 3-935269-14-5.
  • „Grenzgänger“, Collageroman zwischen Polen und Deutschland, in: 17 X Lyrik&Prosa, Hanau 2001. ISBN 3-927040-00-2.
  • 26 Gedichte & Poeme, in: 7 X Krieg und Un-Frieden, Hanau 2003. ISBN 3-927040-00-2.
  • Widerstandslesungen in Hanau. In: El Awadalla, Traude Korosa (Hrsg.): ... bis sie gehen. Vier Jahre Widerstandslesungen. Ein Lesebuch. Sisyphus: Klagenfurt 2004. ISBN 3-901960-19-8. S. 151 ff.
  • Unter Schlag Zeilen: befreite Worte – gebrochene Reime zur Lage, Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005. 313 S. ISBN 3-88975-107-5.
  • Zora, Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2005, 58 S. ISBN 3-88975-128-8.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruth Dröse: Psychogramme einer Provinzstadt mit vielen Wespennestern. Hartmut Barth-Engelbart schreibt an einem Hanau-Roman und liest „Werkstücke“ daraus in der Schweinehalle vor. In: Frankfurter Rundschau Nr. 209 vom 9. September 1998, S. 3 (Lokalrundschau)
  • Monica Bielesch: Man sollte einfach mal eine Revolution machen. Der „Alt-68er“ Hartmut Barth-Engelbart fordert jeden Donnerstag in der Innenstadt Meinungen heraus – zu allen Themen. In: Frankfurter Rundschau Nr. 277 vom 27. November 2003, S. 43 (Lokalrundschau).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Glosse: Beschießen israelische Spezial-Kommandos israelische Städte? "9/11" auf Israelisch?, nrhz vom 21. November 2012

Weblinks[Bearbeiten]