Hasensprung
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Der Hasensprung ist ein Weg in Berlin, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Ortsteil Grunewald. Er bietet sich seit 1898 als Abkürzung zwischen der Koenigsallee und der Winklerstraße an.
Nach der Parzellierung des Grunewalds um 1898 entstanden in dieser Gegend hochherrschaftliche Villen mit großen Grundstücken. Die Ufergrundstücke rund um den See wurden privatisiert und erwartungsgemäß mit hohen Zäunen gegen unbefugtes Betreten gesichert. Für Fußgänger und Pferdefuhrwerke wurde ein einspuriger Übergang samt Brücke über den Dianasee bzw. Koenigssee gebaut.
In den 1920er Jahren (genaues Datum unleserlich) wurde der Bildhauer Eberhard Encke beauftragt, einen Hasen in zwei Exemplaren für die Brückengeländer zu schaffen. Einer läuft seitdem dem Wanderer entgegen, einer läuft vor dem Betrachter weg.
Der Hasensprung wurde vor Jahrzehnten für das Befahren mit Pferdefuhrwerken und Autos mittels zweier Barrieren gesperrt. Er ist heute ein beliebter Treffpunkt für Liebespaare, die sich noch nicht schlüssig sind, ob es zu ihm oder zu ihr gehen soll.
Das Wort Hasensprung ist etwas aus der Mode geraten. Heute würde man eher Katzensprung sagen.
Die Webseite Luise-Berlin.de gibt eine andere Deutung des Hasensprungs. Sie leitet ihn von einer „Weinlage bei Oestrich-Winkel im Bundesland Hessen“ her. In der weiteren Umgebung sollen noch mehr Straßen „nach Weinorten bzw. Weinsorten benannt“ worden sein.
Es gibt einen weiteren Hasensprung in Berlin-Lichtenberg, Ortsteil Karlshorst. Hier soll die Benamung laut Luise-Berlin.de von einer alten Flurbezeichnung herrühren. (Zitat: Eine Örtlichkeit, die auf das Vorkommen von Hasen hinweist). Hier wird kein Wort über eine etwaige Deutung als Weinbaugebiet verloren.
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52.48777777777813.270555555556Koordinaten: 52° 29′ 16″ N, 13° 16′ 14″ O

