Hastenrath (Eschweiler)

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50.7905555555566.2813888888889180Koordinaten: 50° 47′ 26″ N, 6° 16′ 53″ O

Hastenrath
Höhe: 180 m
Einwohner: 1200
Eingemeindung: 1. Oktober 1932
Postleitzahl: 52249
Vorwahl: 02403
Pfarrkirche St. Wendelinus
Pfarrheim
Hastenrather Kalkwerke

Hastenrath ist ein südlicher Stadtteil von Eschweiler in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Hastenrath bildet eine Pfarrei zusammen mit Bohl, Scherpenseel und Volkenrath. Sehenswert ist die Kirche St. Wendelinus. Da Hastenrath an der "Kante zur Eifel" liegt, heißt der Hastenrather Karnevalsverein KG Eefelkank, gegründet 1938. Westlich von Hastenrath liegen Obstwiesen und der Eschweiler Stadtwald.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit, was Funde, besonders die einer großen Villa rustica mit Hypokaustanlage, eines Kugelnapfes aus blau-grünem Glas und weiteren Glasgegenständen, bestätigen. 1800 hatte Hastenrath zusammen mit Nothberg rund 1.400 Einwohner und gehörte zum Kanton Eschweiler. 1904 gründete W. Meyer die Hastenrather Kalkwerke. Am 1. Oktober 1932 wurde die Gemeinde Hastenrath zusammen mit dem Amt Nothberg aus dem Kreis Düren in die Stadt Eschweiler eingemeindet. Bis dahin gehörte das Gebiet der 1919 geschlossenen Erzgrube Diepenlinchen zu Hastenrath im sog. „Hastenrather Zipfel“.

Im Oktober 1944 standen im Raum Hastenrath die 12. Infanterie-Division und das 12. Artillerie-Regiment in schweren Abwehrkämpfen. 1982 wurde durch das Rheinische Landesmuseum Bonn und durch den Eschweiler Geschichtsverein eine römische Villa ausgegraben.

Seit den 1990er Jahren ist Hastenrath von heftiger Einfamilienhausbautätigkeit geprägt.

Im Juni 2008 konnte Hastenrath/Scherpenseel beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" unter zahlreichen Mitbewerbern den 1. Platz belegen.

Hastenrather Zipfel[Bearbeiten]

Als Hastenrather Zipfel wird der äußerst südliche, 268 ha große Teil der bis 1932 zum Amt Nothberg im Kreis Düren gehörigen Gemeinde Hastenrath genannt, der den Burgholzer Hof, den Niederhof, den Hochweger Hof, den Steffenshof, die Erzgrube Zufriedenheit sowie die Häusergruppen Weißenberg, Diepenlinchen und Burgholz umfasste. Der Hastenrather Zipfel wurde 1932 in die Gemeinde Gressenich und in die Stadt Stolberg eingemeindet, wobei das deutlich größere Restgebiet Hastenraths zusammen mit Nothberg, Bohl, Volkenrath und Scherpenseel der Stadt Eschweiler zugeschlagen wurde.

Kirche St. Wendelinus[Bearbeiten]

Im Jahre 1804 wird die Pfarre von Nothberg getrennt und selbständige Gemeinde. Seit 2010 ist sie Teil der neu gebildeten Pfarre „Heilig Geist“, und die Kirche St. Wendelinus ist Filialkirche.

Verkehr[Bearbeiten]

Die beiden Bushaltestellen Bingen und Hastenrath Kirche werden von den Stadtbuslinien EW1 und EW3 bedient und verbinden Hastenrath mit Eschweiler Bushof, Bergrath, Bohl, Volkenrath, Scherpenseel, Werth und Gressenich.

Die nächste Anschlussstelle ist Eschweiler-Ost auf der A 4.

Die nächsten DB-Bahnhöfe sind Eschweiler Hbf. Der nächste euregiobahn-Haltepunkt ist Eschweiler-Nothberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Paul Schaaff (1885–1966) Landrat des Kreises Düren
  • Peter Schoenen (* 1952) Lehrer, Schriftsteller und Sachbuchautor, wuchs im Killewittchen auf

Vereine[Bearbeiten]

  • Karnevalsgesellschaft KG Eefelkank Hastenrath e.V. von 1938
  • SC 1912 Berger Preuß e.V. (ehemals: FC Preussen 1912 Hastenrath e.V.)
  • Männergesangverein Cäcilia Hastenrath 1858
  • Trompeterkorps Eefelkank e.V. von 1959