Kanton Eschweiler

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Ehemalige Mairie (Bürgermeisterei) Büsbach
Ehemalige Mairie (Bürgermeisterei) Nothberg
Die Ortschaften des Kantons Eschweiler

Der Kanton Eschweiler war ein Kanton im Arrondissement d’Aix-la-Chapelle im Département de la Roer während der Franzosenzeit von 1798 bis 1814. Der Kanton lag rund um Eschweiler (frz. Exvilliers) im Städtedreieck Aachen - Jülich - Düren im Schnittbereich der heutigen Städteregion Aachen und des Kreises Düren im westlichen Rheinland. Er umfasste 18.904 Einwohner in 3.182 Häusern auf 24.595 Morgen Land.

Der westliche Nachbarkanton des Eschweiler Kantons war der Kanton Burtscheid (frz. Borcette), benannt nach dem Ort Burtscheid südlich von Aachen. Preußen bildete 1816 aus beiden Kantonen den Landkreis Aachen mit Sitz in der Stadt Burtscheid, welche zu jeder Zeit etwas größer als Eschweiler war. Burtscheid wurde in den 1890er Jahren nach Aachen eingemeindet, weswegen seitdem Aachen zwar kreisfreie Stadt, aber trotzdem Kreissitz ist. Das Kreishaus an der Zollernstraße in Aachen befindet sich auf ehemaligem Burtscheider Gebiet.

Weitere Nachbarkantone waren Düren (frz. Duren), Jülich (frz. Juliers) und Monschau (frz. Montjoie).[1]

Zugehörige Ortschaften[Bearbeiten]

Zum Kanton Eschweiler gehörten die Ortschaften Bardenberg, Bergrath, Birk, Bohl, Broich, Büsbach, Dorff, Dürwiß, Duffesheide, Eschweiler, Euchen, Frenz, Gressenich, Hamich, Hastenrath, Hehlrath, Heistern, Hoengen, Hücheln, Kinzweiler, Krauthausen, Krewinkel, Lamersdorf, Langerwehe, Laurenzberg, Linden, Lohn, Mausbach, Neusen, Niederbardenberg, Nothberg, Pumpe-Stich, Röhe, Röthgen, Scherpenseel, Schevenhütte, Schleibach, St. Jöris (frz. St. George), Stolberg, Stütgerloch, Vicht, Volkenrath, Vorweiden, Warden, Weisweiler und Werth.

Von ihnen gehören heute zur Stadt Eschweiler

gehören heute zur Städteregion Aachen (Alsdorf, Stolberg und Würselen ohne Eschweiler)

gehören heute zum Kreis Düren (Inden und Langerwehe)

gehörten zum Kreis Jülich oder zum Kreis Düren

  • Dürwiß (bis 1972 Kr. Jülich, heute Eschweiler)
  • Hastenrath (bis 1932 Kr. Düren, heute Eschweiler)
  • Hücheln (bis 1972 Kr. Düren, heute Eschweiler)
  • Laurenzberg (bis 1972 Kr. Jülich, heute Eschweiler)
  • Lohn (bis 1972 Kr. Jülich, heute Eschweiler)
  • Nothberg (bis 1932 Kr. Düren, heute Eschweiler)
  • Scherpenseel (bis 1932 Kr. Düren, heute Eschweiler)
  • Weisweiler (heute Eschweiler) (bis 1972 Kr. Düren, heute Eschweiler)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roer-Departement 1808 auf: r-steger.de (23. Aug. 2010)