Hazienda

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La Hacienda Xcanchakan, Kupferstich von Frederick Catherwood, 1843

Hazienda ist die deutsche Schreibweise für span. hacienda, ein Landgut in Lateinamerika. Die Größe einer Hazienda variiert regional stark, kann aber eine Fläche von mehreren tausend Hektar umfassen. Zwischen den Arbeitern und dem Besitzer, dem hacendado, besteht häufig ein informelles Abhängigkeitsverhältnis.

Andere Quellen wissen dagegen zu berichten, dass der Begriff Hacienda vielmehr den Viehbestand einer Estancia bezeichnet.[1]

Wesentliche Merkmale[Bearbeiten]

  • Eigentümer verpachtet nur sein Land, lebt aber in der Stadt (Absentismus)
  • Land wurde früher meist von Indios bewirtschaftet
  • Verwaltung durch hierarchisch geordnetes System (Verwalter, Unterverwalter, Vorarbeiter, Arbeiter, Pächter und Unterpächter)
  • Indios mussten Abgaben an Besitzer leisten und erhielten dafür ein Stück Land
  • Viehhaltung und Ackerbau

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert J. Nickel: Soziale Morphologie der mexikanischen Hazienda, Wiesbaden 1978.
  • Hans G. Mertens: Wirtschaftliche und soziale Strukturen zentralmexikanischer Weizenhaziendas aus dem Tal von Atlixco (1890-1912), Wiesbaden 1983.
  • Klett-Perthes: Fundamente - Entwicklung in den Tropen und Subtropen (2002)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Viehzucht im Großbetrieb (Die Estancia) in Die La Plata-Länder von Herbert Wilhelmy und Wilhelm Rohmeder, S.177ff