Heilige Liga (1538)

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Dieser Artikel behandelt die Heilige Liga von 1538 zwischen der Republik Venedig und Papst Paul III. Für das im gleichen Jahr gegründete Bündnis katholischer Fürsten im Heiligen Römischen Reich siehe Katholische Liga (1538)

Die Heilige Liga von 1538 kam auf Betreiben der Republik Venedig und von Papst Paul III. zustande.

Nachdem der Korsar und osmanische Admiral Khair ad-Din Barbarossa 1537 im Ionischen Meer erschienen war, die venezianische Festung Korfu belagert und die Küsten von Kalabrien verwüstet hatte, gelang es Papst Paul III. im Februar 1538 eine Heilige Liga zusammenzubringen. Außer dem Papst und den Maltesern gehörten dieser sowohl Spanien als auch Venedig an.

Um Barbarossa und seinen etwa 120 Galeeren entgegenzutreten, versammelte die Liga im September 1538 bei Korfu eine Flotte von 302 Schiffen (162 Galeeren und 140 Segelschiffe). Venedig sandte 55 Galeeren, Spanien und Genua 49 und der Kirchenstaat und die Malteser 27. Oberbefehlshaber war der genuesische Admiral Andrea Doria, der in Diensten Kaiser Karls V. stand.

Am 28. September kam es zwischen den beiden Flotten zur Seeschlacht von Preveza, in der Barbarossa die christliche Flotte entscheidend besiegte, wohl auch wegen der sehr zögerlichen Verhaltensweise von Doria, der als Genuese seine eigenen Schiffe nicht unbedingt zum Wohl der rivalisierenden Republik Venedig verlieren wollte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Cook (Hrsg.): A History of the Ottoman Empire to 1730. Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-20891-2 (Auszüge aus Cambridge History of Islam und New Cambridge Modern History).
  • Edward C. Hamilton: Sea-Wolves of the Mediterranean. Nelson Press, London 1912.
  • John Julius Norwich: A History of Venice. Penguin Books, London 2003, ISBN 0-14-101383-4 (Nachdr. d. Ausg. New York 1982).
  • John B. Wolf: The Barbary Coast. Algeria under the Turks. W. W. Norton, New York 1979, ISBN 0-393-01205-0.