Heinz Frölich

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Heinz Frölich (* 11. Mai 1908 in Gotha; † 14. August 2004 in Purkersdorf[1]) war ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Heinz Frölich absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Staatlichen Musikhochschule Weimar. Stationen seiner Theaterlaufbahn waren u. a. Bühnen in Berlin, Bern, Düsseldorf, Hamburg und Wuppertal. 1973 nahm er 65-jährig ein Engagement am Wiener Burgtheater an, dem er bis zu seinem Tod angehörte.[2]

Frölich war in den 30 Jahren seiner Zugehörigkeit zur Burg in über 80 Rollen zu sehen. Noch in der Spielzeit 2003/04 stand er im Alter von 95 Jahren in drei Stücken auf der Bühne: Als Melvil in Maria Stuart, als Valentin in Was ihr wollt von William Shakespeare sowie neben Gusti Wolf in Botho Strauß' Der Narr und seine Frau heute abend in Pancomedia.[2]

1956 agierte Heinz Frölich in dem Film Joe Hill, der Mann, der niemals starb zum ersten Mal vor der Kamera. Es folgten eine Reihe weiterer Aufgaben in Filmen und Serien wie z. B. John Klings Abenteuer oder Pater Brown. Seine letzte Rolle spielte Frölich 1994 in der Tatort-Folge Der Wächter der Quelle.

Heinz Frölich hatte zeitlebens die deutsche Staatsbürgerschaft, erhielt aber zwei hohe österreichische Auszeichnungen.[2] Er war bis zu deren Tod 1978 mit der Schauspielkollegin Änne Bruck verheiratet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1956: Joe Hill, der Mann, der niemals starb
  • 1960: Weimarer Pitaval – Der Fall Haarmann
  • 1960: Was wäre, wenn...?
  • 1963: Bei uns zu Haus
  • 1963: Kean
  • 1965: Tagträume
  • 1965: John Klings Abenteuer – Der Täter ist bekannt
  • 1966: Hobby
  • 1966: Wechselkurs der Liebe
  • 1967: Verräter
  • 1968: Die Wilde
  • 1968: Tragödie auf der Jagd
  • 1970: Pater Brown – Das blaue Kreuz
  • 1970: Recht oder Unrecht – Der Schuß
  • 1974: Die Jagdgesellschaft
  • 1978: Hiob
  • 1980: Maria Theresia
  • 1981: Tarabas
  • 1981: Ringstraßenpalais – Die Spekulanten
  • 1983: Mich wundert, daß ich so fröhlich bin
  • 1990: Wilhelm Tell
  • 2001: Blumen für Polt
  • 2004: Tatort – Der Wächter der Quelle

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zitate.eu
  2. a b c Der Standard: Heinz Frölich 96-jährig gestorben, abgerufen am 9. Februar 2015