Heinz Zemanek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heinz Zemanek, September 2007

Heinz Zemanek (* 1. Jänner 1920 in Wien) ist ein österreichischer Computerpionier.

Er besuchte die Schule in Wien sowie die Technische Universität Wien, wo er Nachrichtentechnik studierte. 1944 wurde er Diplom-Ingenieur. Seine bekannteste Leistung ist der Bau des ersten volltransistorierten Computers namens Mailüfterl auf dem europäischen Festland. Der Name Mailüfterl ist ein Wortspiel und bezieht sich auf Whirlwind, einen Rechner der in der Zeit von 1945 bis 1951 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wurde. Weiters war Zemanek für die formale Definition der Programmiersprache PL/I mitverantwortlich. 1954 betreute er eine Diplomarbeit, in deren Rahmen die Logistische Relaisrechenmaschine 1 entwickelt wurde, die wahrscheinlich einzige jemals in Österreich entstandene logische Maschine.

Er war bis zum Wintersemester 2006 Vortragender am Institut für Computertechnik der Technischen Universität Wien, an der ein Hörsaal nach ihm benannt ist, tätig und hielt jedes Jahr im Wintersemester zwei von vier Vorlesungen (Abstrakte Computer-Architektur, Menschliche Aspekte des Computers, Geschichte der Informatik und Geographische Geschichte des Computers). Er ist langjähriges Mitglied der International Federation for Information Processing (IFIP) und war von 1971 bis 1974 ihr Präsident.

Der nach ihm benannte Heinz-Zemanek-Preis wird von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) für außergewöhnliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Informatik vergeben.

Er selbst erhielt im Jahr 2003 für sein Lebenswerk den Kardinal-Innitzer-Preis. 2005 wurde Zemanek das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. 2010 veranstalteten das Deutsche Museum zusammen mit der Gesellschaft für Informatik und der LMU ein Festsymposium zum 90. Geburtstag von Heinz Zemanek in der er als einer der führenden Informatikpioniere Mitteleuropas gewürdigt wird.

[Bearbeiten] Werke

  • Kalender und Chronologie. München : Oldenbourg, 1990, 5., verb. Aufl.
  • Weltmacht Computer. Esslingen : Bechtle, 1991
  • Das geistige Umfeld der Informationstechnik. Berlin : Springer, 1992
  • Unser Kalender. Wien : Wiener Kath. Akad., 1995
  • Vom Mailüfterl zum Internet. Wien : Picus-Verlag, 2001
  • Anekdoten zur Informatik. Innsbruck : Studien-Verlag, 2001

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen