IBM Fellow

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IBM Fellow ist die höchste technische Karrierestufe und Auszeichnung bei IBM.

Seit T.J. Watson das Programm 1963 einführte, wurden 246 Mitarbeiter zum IBM Fellow ernannt, von denen heute noch 85 bei IBM angestellt sind (Stand: April 2013).[1][2]

IBM Fellows genossen große, in der Industrieforschung sehr ungewöhnliche Freiräume und konnten über fünf Jahre ihr Forschungsfeld frei wählen mit voller Unterstützung von IBM.[3] Dieser Handlungsspielraum konnte nach turnusmäßiger Neubewertung der Forschung des IBM Fellows nach fünf Jahren um jeweils weitere fünf Jahre verlängert werden. Ein IBM Fellow wird direkt vom Vorstand (CEO) ernannt und wirkt weltweit in der Firma als Berater und Mentor auf seinem Fachgebiet.[4] Der Fellow-Status wird beim alljährlichen Corporate Technical Recognition Event (CTRE)[5] auf Lebenszeit verliehen. Jedes Jahr werden weniger als zehn neue IBM Fellows ernannt.

Zu den IBM Fellows gehören die Nobelpreisträger Gerd Binnig und Heinrich Rohrer (Rastertunnelmikroskop) und Georg Bednorz und Karl Alexander Müller (Hochtemperatursupraleiter), die alle am IBM Zurich Research Laboratory arbeiteten, sowie Leo Esaki (Erfinder der Esaki-Diode). Weitere bekannte Preisträger sind der Mathematiker Benoît Mandelbrot (Pionier der Fraktale) sowie die Gewinner des Turing Awards John Backus (Fortran), Ken Iverson (APL, interaktive Systeme), Edgar Codd (Relationale Datenbank), John Cocke (Compiler, RISC-Architektur) und Fran Allen (optimierende Compiler). Weitere Pionierleistungen von IBM Fellows waren unter anderem die ersten Festplattenlaufwerke (Reynold Johnson, 1956), DRAM (Robert Dennard 1966), ISA (AT-Bus, Mark Dean), der Trackpoint (Ted Selker), und die Datenbank-Abfragesprache SQL (Donald Chamberlin 1974).

Liste von IBM Fellows[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „2012 IBM Fellows“, IBM. Abgerufen am 13. November 2012.
  2. „IBM Fellows“, IBM. Archivierte Version vom 4. Juni 2011.
  3. zum Beispiel Biographie von Alec Broers, IBM Fellow 1977
  4.  Gabe Goldberg: The man behind REXX. z/Journal Visits IBM Fellow Mike Cowlishaw. In: z/Journal. August/September 2004, S. 26–29 (Biographie von IBM Fellow Mike Cowlishaw, PDF, HTML, abgerufen am 23. November 2012).
  5. „Researchers Honored at Corporate Event“, IBM. Abgerufen am 28. November 2012.
  6. a b c d e f g h i j „There are but a few“, IBM. 1981.
  7. a b Bashe u.a.: IBM’s early computers, MIT Press 1986, S. 673
  8. Bashe u.a.: IBM’s Early Computers, MIT Press 1986, S. 457, für den Stretch Computer
  9. a b c d e David W. Kean: "IBM San Jose − A Quarter Century of Innovation", IBM. Circa 1977.
  10. Nachruf NY Times
  11. „Harlan D. Mills retires“, Pressemitteilung, IBM Federal Systems Division. 23. Juni 1987. (Letzte Seite im verlinkten Dokument.)
  12. Honorary Fellows - 2003 - Professor Sir Alec Broers. Institution of Mechanical Engineers. Abgerufen am 16. Oktober 2011.
  13. Kurzbiographie in: “Two-level coding for error control in magnetic disk storage products”, IBM Journal of Research and Development, vol. 33, no. 4, pp. 470-484, 1989.
  14. Homepage von C. Mohan bei IBM
  15. 2013 IBM Fellows