Henri-Jacques de Croes

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Henri-Jacques de Croes

Henri-Jacques de Croes (* 19. September 1705 in Antwerpen; † 16. August 1786 in Brüssel) war ein Komponist und Violinist aus den Österreichischen Niederlanden, dem heutigen Belgien.

Leben[Bearbeiten]

Henri-Jacques de Croes war ab 1723 erster Violinist an der Kathedrale zu Antwerpen. Von 1729 bis 1744 hatte er eine Anstellung als Kapellmeister beim in Brüssel und Frankfurt residierenden Fürsten Karl von Thurn und Taxis. Zurück in Brüssel, war er ab 1744 Konzertmeister in der Hofkapelle des österreichischen Statthalters Karl Alexander von Lothringen in Brüssel, die unter der Leitung von Jean-Joseph Fiocco stand. Zwei Jahre später übernahm de Croes Fioccos Position und hatte diese bis zu seinem Tod inne.

De Croes wirkte in der Zeit des Übergangs vom Barock zum "Style galant". Nach seinem Aufenthalt in Frankfurt, stand sein kompositorisches Schaffen dem Stil der "Neuen Empfindsamkeit" nahe und war von französischen wie italienischen Einflüssen geprägt.

Sein Sohn Henri-Joseph de Croes (1758-1842) war ebenfalls Violinist und von 1776 bis 1783 Kapellmeister des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg.

Werk[Bearbeiten]

Sein Schaffen umfasst Konzerte, die dem Genre des Concerto Grosso zuzuordnen sind, Messen, Kammermusik und eine komische Oper.

  • op.3 "SIX SONATES EN TRIO Deux Violons et Basse continuë DEDIEES A Son Altesse MONSEIGNEUR LE PRINCE CHARLES DE LA TOUR TASSIS" (1752)
  • op.4 "Six Sonates en quatre Parties" für 1. und 2. Violine, Bratsche und Generalbass
  • op.5 "SIX SONATES EN TRIO POUR LES VIOLONS FLUTES TE BASSE CONTINUE PAR HENRY JACQUES DE CROES AVEC PRIVILÉGE DU ROY." (1762-1768)
  • Les Amours de Colin et de Colette opéra comique (4. November 1756 Brüssel) (verschollen)