Konzertmeister

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Als Konzertmeister wird in der Regel der in einem Orchester am ersten Pult stehende oder sitzende Stimmführer der Gruppe der 1. Violinen bezeichnet. Bis in das beginnende 19. Jahrhundert hinein leitete dieser führende Musiker selbstständig das ganze Orchester, wie dies heute noch in einigen Kammerorchestern üblich ist. Seit der Übernahme der Leitungsfunktion durch den Dirigenten – zunächst vom Cembalo aus, später allein vor dem Orchester stehend – obliegen dem Konzertmeister die Aufgaben, das Einstimmen zu überwachen, das Spiel anzuführen, die Violin-Solostellen zu spielen und in Proben zuweilen den Dirigenten zu vertreten. Er gibt dem Orchester darüber hinaus Zeichen zum Aufstehen, Niedersetzen und eventuellen Applaudieren (etwa mittels der Geigenbögen, die an die Notenpulte geklopft werden).

In größeren Sinfonieorchestern gibt es zumeist mehrere Konzertmeister. Hier wird in der Regel zwischen so genannten 1. Konzertmeistern und (2.) Konzertmeistern unterschieden. Häufig teilen sich bei größeren Orchestern während eines Konzertes zwei Konzertmeister das erste Pult, wobei der eine als Stellvertreter des anderen fungiert. Weiterhin werden bei größeren Orchestern die Stimmführer der 2. Violinen häufig ebenfalls als Konzertmeister bezeichnet.

Der Konzertmeister wird im Spiel unterstützt von den Stimmführern der anderen Instrumentengruppen und interagiert mit diesen durch Blickkontakte.

In Großbritannien und in den USA kommt der Konzertmeister nach den übrigen Orchestermusikern aufs Podium und erhält so seinen eigenen Applaus, bevor der Dirigent (ggf. mit Solisten) erscheint.

Bekannte Konzertmeister (Auswahl)[Bearbeiten]