Henschleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Henschleben führt kein Wappen
Henschleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Henschleben hervorgehoben
51.142510.968055555556149Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Straußfurt
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 7 km²
Einwohner: 362 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99634
Vorwahl: 036376
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 026
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 13
99634 Straußfurt
Webpräsenz: www.vg-straussfurt.de
Bürgermeister: Herwart Bauersfeld (FWH)
Lage der Gemeinde Henschleben im Landkreis Sömmerda
Alperstedt Andisleben Beichlingen Bilzingsleben Büchel Buttstädt Buttstädt Eckstedt Ellersleben Elxleben Eßleben-Teutleben Frömmstedt Gangloffsömmern Gebesee Griefstedt Großbrembach Großmölsen Kölleda Großneuhausen Großrudestedt Günstedt Guthmannshausen Hardisleben Haßleben Henschleben Herrnschwende Kannawurf Kindelbrück Kleinbrembach Kleinmölsen Kleinneuhausen Kölleda Mannstedt Markvippach Nöda Olbersleben Ollendorf Ostramondra Rastenberg Riethgen Riethnordhausen (bei Erfurt) Ringleben (bei Gebesee) Rudersdorf Schillingstedt Schloßvippach Schwerstedt Sömmerda Sprötau Straußfurt Udestedt Vogelsberg Walschleben Weißensee Werningshausen Witterda Wundersleben ThüringenKarte
Über dieses Bild

Henschleben ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Straußfurt hat.

Geografie[Bearbeiten]

Henschleben liegt im Thüringer Becken an der Unstrut, unmittelbar südlich des Rückhaltebeckens Straußfurt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Henschleben und Vehra sind die Ortsteile der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Henschleben wurde um das Jahr 1080 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In diesem Jahre fand die Schlacht auf den Mordäckern zwischen Henschleben und Straußfurt zwischen den Truppen von Kaiser Heinrich IV. und dem Gegenkaiser Rudolf von Rheinfelden statt, die letzterer verlor. Henschleben und Vehra gehörten bis 1815 als Exklaven zum kursächsischen Amt Eckartsberga. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.[2]

Dorfkirche

Im April 1945 gab es in Henschleben amerikanische Tieffliegerangriffe und Artilleriebeschuss, durch den mehrere Gebäude in Brand gerieten. Nach dem Besatzungswechsel zur Roten Armee im Juli 1945 kam es zu Vergewaltigungen und Diebstählen.

Nordwestlich von Henschleben lag oberhalb des Unstruttals das Rittergut Stödten (südöstlich von Schwerstedt), im Besitz der Freiherren von Ballhausen. Es diente ab 1944 als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien und wurde zur Zeit der SBZ und DDR restlos beseitigt. Heute findet sich dort an einem kleinen Hang an der Nordwestecke des Unstrut-Staubeckens nur noch eine vermauerte Kelleröffnung als Fledermaus-Refugium.

Politik[Bearbeiten]

Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Im Dezember 2010 hatte die Gemeinde 373 Einwohner, davon Henschleben selber 220 (Vehra 153 Einw.)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Henschleben setzt sich aus vier Mitgliedern der Freien Wähler Henschleben und zwei Mitgliedern der Freien Wählergemeinschaft Vehra zusammen (Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009).

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Herwart Bauersfeld wurde zuletzt am 6. Juni 2010 gewählt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 25 Frauen und Männer aus Polen in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Der Landkreis Weißensee im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 280, ISBN 3-88864-343-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Henschleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien