Hermann Krause (Rechtshistoriker)

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Hermann Krause (* 27. September 1902 in Schwerin; † 31. Juli 1991 in Heidelberg) war ein deutscher Rechtshistoriker und Rechtswissenschaftler.

Der Sohn eines mecklenburgischen Ministerialrates studierte Rechtswissenschaft in Heidelberg und Rostock. 1927 promovierte er in Rostock bei Hans Erich Feine mit der Arbeit System der landständischen Verfassung Mecklenburgs in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. An der Handelshochschule Berlin erfolgte 1931 die Habilitation für die Fächer Privatrecht, speziell für bürgerliches und Handelsrecht, Zivilprozessrecht und Rechtsgeschichte. 1934 wurde er außerplanmäßiger Professor in Berlin. 1936 wurde er Professor für Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Handels- und Wirtschaftsrecht in Heidelberg. 1942 wurde er Mitglied der dortigen Akademie. Von 1948 bis 1950 war er Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe. 1950 kehrte er als Professor für Handels- und Wirtschaftsrecht an die Wirtschaftshochschule Mannheim zurück. Seit 1952 war er gleichzeitig Honorarprofessor in Heidelberg. 1955 erfolgte die Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität München für Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privatrecht und Deutsches Bürgerliches Recht. Krause wurde 1959 in die Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (MGH) berufen. Nach dem Tod des Präsidenten Herbert Grundmann im Jahr 1970 übernahm er vorübergehend die Präsidentschaft der MGH.

Die Rechtsform der MGH, als Körperschaft des öffentlichen Rechts, geht auf Hermann Krause zurück.

Schriften[Bearbeiten]

  • Kaiserrecht und Rezeption, Heidelberg 1952.
  • Die geschichtliche Entwicklung des Schiedsgerichtswesens in Deutschland, Berlin 1930.
  • System der landständischen Verfassung Mecklenburgs in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Rostock 1927.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]