Herrnsheimer Schloss

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Schloss Herrnsheim
Schloss Herrnsheim

Schloss Herrnsheim

Alternativname(n): Herrnsheimer Schloss
Entstehungszeit: 17. und 19. Jahrhundert
Erhaltungszustand: Schloss
Ständische Stellung: Kämmerer, später Herzog und Staatsrat, Pair von Frankreich
Ort: Worms-Herrnsheim
Geographische Lage 49° 39′ 33,1″ N, 8° 19′ 47″ O49.6591858.329728Koordinaten: 49° 39′ 33,1″ N, 8° 19′ 47″ O
Herrnsheimer Schloss (Rheinland-Pfalz)
Herrnsheimer Schloss

Schloss Herrnsheim ist ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert im Wormser Stadtteil Herrnsheim in Rheinland-Pfalz.

Geschichte[Bearbeiten]

Gesicherte urkundliche Nachweise zur Erbauung einer Schlossanlage gibt es erst für das 16. Jahrhundert, als am 30. Januar 1557 Eberhard von Dalberg, Kämmerer von Worms, ein Testament bezeugen ließ. Für eine vermutete Vorgängerburg fehlt jeglicher Beleg. Dass an gleicher Stelle ein Hof zu Herrnsheim gestanden haben könnte, lässt sich aus einer Urkunde aus dem 14. Jahrhundert schließen.

Das Schlossgebäude wurde wohl im dreißigjährigen Krieg stark beschädigt, denn in einer Urkunde von 1635 wird der Ort als öd und desolat bezeichnet. Der Wormser Stadtkämmerer Philipp von Dalberg soll 1460 als Nordabschluss der Ortsbefestigung ein wehrhaftes Gebäude errichtet haben. Spätestens 1689 wurde im pfälzischen Erbfolgekrieg dieses Gebäude durch französische Truppen niedergebrannt. Ab 1711 erfolgte der Wiederaufbau. Im Jahre 1792 erlitt das Schloss große Beschädigungen als Custine das linke Rheinufer besetzte und Weißenburg, Landau dann Speyer, Worms und Mainz eroberte.[1] Ab 1808 ließ es Emmerich Joseph von Dalberg großzügig im Empire-Stil, nach Plänen von Jakob Friedrich Dyckerhoff, umbauen; als verantwortlicher Bauleiter fungierte dabei Johann Philipp Mattlener.[2] Lord Dalberg-Acton verkaufte den Besitz 1883 an Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim.[3] Seit 1957[4] befindet sich das Schloss im Besitz der Stadt Worms.

Anlage[Bearbeiten]

Schlosspark

Dem Schloss angegliedert ist ein 10,5 Hektar großer Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens.

Es wird vermutet, dass der Rundturm am westlichen Ende des Schlosses zu den ältesten Bauwerken des 15. Jahrhunderts gehört, gesicherte Informationen gibt es dafür nicht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler (Dehio) bearbeitet von Hans Caspary, Wolfgang Götz und Ekkart Klinge: Rheinland-Pfalz und Saarland; Deutscher Kunstverlag, 1972; S. 1029 f.
  • Alexander Thon: Herrnsheim in Pfälzisches Burgen-Lexikon II F-H, Kaiserslautern 2002, ISBN 3-927754-48-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herrnsheimer Schloss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arthur Chuquet: L'Expédition de Custine, Paris, 1892
  2. Clemens Jöckle: Preußische Einflüsse auf die klassizistische Architektur in der Pfalz, in: Pfälzer Heimat, Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Speyer, 29. Jahrgang, 1978, Seite 140, Fußnote 12
  3. Infotafel am Eingang zum Schloss
  4. Dehio, S. 1029