Herzöge von Gramont

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Stammwappen der Gramont
Château de Bidache, seit ca. 1190 bis heute im Besitz der Familie, 1796 ausgebrannt
Château de Guiche, bis heute im Besitz der Familie

Gramont ist der Name einer hochadeligen Familie aus altem französischen Adel, die ein Zweig des Haus der Vicomtes de Dax ist, und seinen Namen nach der Burg Gramont (span. Agramunt) in der südfranzösischen Landschaft Labourd (Niederpyrenäen) führt. Die benachbarten Schlösser Bidache und Guiche befinden sich (als Ruinen) bis heute im Familienbesitz. 1563 wurden die Herren von Gramont zu Grafen von Guiche erhoben, 1643 das Familienoberhaupt zum Herzog von Gramont, 1739 zum Herzog von Lesparre und 1780 zum Herzog von Guiche. Ab 1801 teilten sich die Linien der Herzöge von Gramont/Guiche und der Herzöge von Lesparre.

Herzöge von Gramont[Bearbeiten]

  • Antoine III. de Gramont (1604–1678), Militär und Diplomat, Marschall von Frankreich, wurde von Ludwig XIV. zum Herzog und Pair erhoben.
  • Antoine IV. Charles de Gramont (1641–1720), dessen Sohn, 2. Herzog von Gramont
  • Antoine V. de Gramont (1671–1725), dessen Sohn, 3. Herzog von Gramont (genannt von Guiche), 1724 Marschall von Frankreich, Enkel des vorigen
  • Antoine VI. de Gramont (1688–1741), dessen Sohn
    • Louis de Gramont (1689–1745), dessen Bruder
    • Antoine VII. de Gramont (1726-1801), dessen Sohn
  • Antoine VIII. Louis Marie de Gramont (1755–1836), dessen Neffe, Herzog von Guiche (seit 16. April 1780), Herzog von Gramont (seit 1801). Seither wird der Titel Duc de Guiche vom jeweils ältesten Sohn des Herzogs von Gramont geführt.
  • Antoine Geneviève Héraclius Agénor de Gramont, dessen Sohn, duc de Gramont, geb. 7. Juni 1789 auf dem Schloss zu Versailles, stand seit früher Jugend in nahen Beziehungen zu den Bourbonen, besonders zum Herzog von Angoulême, war eine der glänzendsten Erscheinungen im aristokratischen Frankreich und galt am Hof der Bourbonen als Muster der Eleganz und des Geschmacks. Er starb am 3. März 1854.
  • Antoine Alfred Agénor de Gramont, dessen Sohn, Herzog von Gramont und Fürst von Bidache, (1819–1880), frz. Diplomat und Staatsmann
  • Antoine XI. de Gramont (1851–1925), dessen Sohn, Herzog von Gramont
  • Armand Antoine XII. de Gramont (1879–1962), dessen Sohn, Herzog von Gramont
  • Antoine XIII. de Gramont (1907–1995), dessen Sohn, Herzog von Gramont
  • Antoine XIV. de Gramont (1951-2014), dessen Sohn, Herzog von Gramont
  • Antoine XV. de Gramont (* 2008), dessen Sohn, Herzog von Gramont

Siehe auch: Grammont

Herzöge von Lesparre[Bearbeiten]

  1. Antoine de Gramont (1722-1801), Comte de Lescun et de Lesparre, dann 1. Herzog de Lesparre (1739), 7. Herzog de Gramont
  2. Louis-Antoine de Gramont (1746-1790), sein Sohn, Comte de Guiche, 2. Duc de Lesparre
  3. Auguste de Gramont (1820-1877), 3. Duc de Lesparre, jüngerer Sohn von Héraclius de Gramont, 9. Duc de Gramont
  4. Armand de Gramont (1854-1931), 4. Duc de Lesparre, jüngerer Sohn von Agénor de Gramont (1819-1880), 10. Duc de Gramont
  5. Antoine de Gramont-Lesparre (1889-1971), sein Sohn, 5. Duc de Lesparre
  6. Arnaud de Gramont (1928-1982), sein Sohn, 6. Duc de Lesparre
  7. Aimery de Gramont (1953-), sein Sohn, 7. Duc de Lesparre
  8. Armand de Gramont (1977-), sein Sohn.

Literatur[Bearbeiten]

  • W. H. Lewis: Assault on Olympus. The rise of the House of Gramont between 1604 and 1678. Harcourt u. a., New York NY 1958.

Weblinks[Bearbeiten]