Heterogenität
Heterogenität bezeichnet die Uneinheitlichkeit der Elemente einer Menge hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale. Der Begriff kommt in allen Natur- und Geisteswissenschaften als beschreibendes Eigenschaftswort vor, welches sich stets auf das übergeordnete System bezieht, nicht auf seine einzelnen Bestandteile.
Heterogenität ist die Abhängigkeit einer Eigenschaft innerhalb eines Systems vom Ort. Im Gegensatz dazu steht Homogenität. In einem heterogenen System können sich die Eigenschaften an Grenzflächen sprunghaft ändern bzw. von Individuum zu Individuum stark unterscheiden. In einem heterogenen Gemisch kann man, im Gegensatz zu einem homogenen Gemisch, die verschiedenen Teilchen mit dem Auge oder mit Hilfe eines Mikroskopes unterscheiden.
Als inhomogen werden im Allgemeinen Systeme mit geringerer Abweichung von der Homogenität bezeichnet, beispielsweise ein Material mit einheitlichen Bestandteilen, aber von Ort zu Ort veränderlicher Dichte. Der Wortgebrauch ist je nach Fachgebiet etwas verschieden. In der Abbildung ist rechts Inhomogenität, in der Mitte Heterogenität veranschaulicht.
Für heterogene Systeme oder Bevölkerungsgruppen gilt: Anhand einer kleinen Stichprobe kann man nicht auf die Gesamtheit schließen.
- Beispiele
- Lavalampe: eine Phase Wasser und eine Phase Wachs,
- Behälter mit Wasser: das (klare) Wasser ist eine Phase, die Luft darüber eine andere (trotz Wasserdampfsättigung)
- Salz und ungepoppte Körner in einer Tüte von gepopptem Mikrowellen-Popcorn