Himalaya-Birke

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Himalaya-Birke
Brzoza nadrzeczna Betula utilis var jacquemontii RB1.JPG

Himalaya-Birke (Betula utilis)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Gattung: Birken (Betula)
Art: Himalaya-Birke
Wissenschaftlicher Name
Betula utilis
D.Don

Die Himalaya-Birke (Betula utilis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Birken (Betula) in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Ihre Heimat liegt in oberen Höhenlagen des Himalayas.

Beschreibung[Bearbeiten]

Borke von Betula utilis var jacquemontii.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Himalaya-Birke wächst als sommergrüner Strauch oder Baum, der Wuchshöhen von bis zu 35 Metern erreichen kann. Die weiße, rötlichweiße, bräunliche oder dunkel rotbraune Borke blättert in dünnen Schichten ab. Während die Äste eine glatte rotbraune Rinde besitzen ist jene der harzigen Zweige braun und dicht behaart. Das Holz ist blassrosa bis hell rötlichbraun gefärbt und weist einen seidigen Glanz auf.[1] [2]

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der behaarte Blattstiel weist eine Länge von 0,8 bis 2 Zentimeter auf. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 2,5 bis 9 Zentimeter und einer Breite von 1,8 bis 6,2 Zentimeter eiförmig, länglich-eiförmig bis rautenförmig. Die Blattspitze ist spitz zulaufend oder geschwänzt. Die Blattoberseite ist bei jungen Blättern dicht zottig behaart. Die Blattunterseite ist dicht mit Harztröpfchen bedeckt und weist an den Verzweigungen der Blattnerven eine Behaarung auf. Auf jeder Seite der Mittelrippe findet man 8 bis 14 Blattnerven. Der Blattrand ist unregelmäßig spitzzähnig gesägt.[1] [2]

Männliche Kätzchen von Betula utilis var jacquemontii.
Langgestielte, einfache Laubblätter mit gesägtem Blattrand.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai[2] bis Juli. Die männlichen Kätzchen besitzen eine Länge von 3 bis 3,7 Zentimeter lang und rund 4 Millimeter dick. Die hängenden weiblichen Kätzchen sind eiförmig-zylindrisch geformt und werden 3 bis 5 Zentimeter und einen Durchmesser von 7 bis 12 Millimeter. Der Blütenstandsstiel ist 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang.[1] [2]

Die bei einer Länge von 2 bis 3 Zentimeter und einem Durchmesser von 1,5 bis 2 Millimeter eiförmig-elliptischen Samen sind geflügelt. Die Samenflügel besitzen ungefähr dieselbe Größe wie die Samenkörner und manchmal an den Spitzen ein bis zwei Anhängsel. Die Samen reifen je nach Standort im Juli oder August.[1] [2]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Himalaya-Birke erstreckt sich von Afghanistan über Kaschmir[2], Bhutan, Indien und Nepal bis nach China. In China findet man sie in Gansu, Hebei, Ningxia, Qinghai, Shaanxi, West-Sichuan, Ost- und Süd-Xizang sowie in Nordwest-Yunnan.[1] In Indien kommt die Art in Himachal Pradesh, Sikkim und Uttar Pradesh vor.[3]

In ihrem chinesischen Verbreitungsgebiet findet man diese Art in temperierten Laubwäldern in Höhenlagen von 2500 bis 3800 Metern.[1] In Kaschmir findet man sie in Höhenlagen von 3000 bis 4500 Metern. Sie bildet meist kleinere Bestände aus.[2]

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung von Betula utilis erfolgte 1825 durch David Don in Prodromus Florae Nepalensis, S. 58. Synonyme für Betula utilis D.Don sind unter anderem Betula albosinensis var. septentrionalis C.K.Schneider und Betula bhojpattra Lindl. in Wallich.[1]

Von der Art Betula utilis sind derzeit zwei Varietäten anerkannt:[3]

  • Betula utilis var. jacquemontii (Spach) H.J.P.Winkl., Syn.: Betula jacquemontii Spach: Sie kommt in Nepal sowie in den indischen Bundesstaaten Himachal Pradesh und Uttar Pradesh vor.
  • Betula utilis D.Don var. utilis: Sie kommt im Rest des Verbreitungsgebietes vor.

Nutzung[Bearbeiten]

Das harte und dichte aber eher spröde Holz stellt in der Heimat der Art ein wertvolles Nutzholz dar.[1] Die Borke findet gelegentlich zur Dacheindeckung sowie als Schirmhülle oder Papierersatz Verwendung. Das Laub dient als Viehfutter.[2]

Ein Aufguss aus der Rinde wirkt antiseptisch und soll gegen Blähungen helfen. In die Ohren getropft soll er gegen Ohrenschmerzen helfen. Früher wurde er auch zur Behandlung von Gelbsucht und Hysterie genutzt.[4]

Quellen[Bearbeiten]

  • Pei-chun Li & Alexei K. Skvortsov: Betula. In  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 4: Cycadaceae through Fagaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 1999, ISBN 0-915279-70-3, S. 309. Betula utilis - Online (textgleiche Version auf efloras.org) (Abschnitt Beschreibung und Verbreitung)
  •  Yasin J. Nasir: Betulaceae. In: Flora of West Pakistan. 95, Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, S. 1–5 (textgleiche Version auf efloras.org:, Betula utilis - Online).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Pei-chun Li & Alexei K. Skvortsov: Betula. In  Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 4: Cycadaceae through Fagaceae, Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 1999, ISBN 0-915279-70-3, S. 309. Betula utilis - Online (textgleiche Version auf efloras.org)
  2. a b c d e f g h  Yasin J. Nasir: Betulaceae. In: Flora of West Pakistan. 95, Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, S. 1–5 (textgleiche Version auf efloras.org:, Betula utilis - Online).
  3. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBetula utilis. In: Germplasm Resources Information Network. www.ars-grin.gov, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBetula utilis. In: Plants For A Future. www.pfaf.org, abgerufen am 30. Januar 2011 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Himalaya-Birke (Betula utilis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien