Hobby

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Hobby als Freizeitbeschäftigung, zu anderen Bedeutungen von Hobby siehe Hobby (Begriffsklärung).

Ein Hobby (deutscher Plural: Hobbys), auch Freizeitbeschäftigung oder Steckenpferd genannt,[1] ist eine Tätigkeit, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt. Ein Hobby ist kein Beruf und repräsentiert für den Ausübenden einen Teil seiner Identität.

Der Begriff Hobby hat eine leichte Nähe zum Begriff Spiel. Als Hobby wird eine Tätigkeit indes nur bezeichnet, wenn man für diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe hat und sie regelmäßig ausübt.

Ein wichtiges Kriterium für die Unterscheidung, was als Hobby oder als Arbeit gilt, ist häufig, aber nicht notgedrungen, ob es als Quelle für den Lebensunterhalt dient. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diejenigen, die sich in ihrer Freizeit mit einem Fachgebiet befassen, Amateure bzw. Ehrenamtliche genannt – als Gegenstück zum beruflichen Fachmann, Profi. Eine ehrenamtliche Tätigkeit muss allerdings kein Hobby sein, sondern kann auch dem Notwendigkeitsdenken entspringen.

Eine Sache als Hobby zu betreiben, kann in gesteigerter Form auch den Charakter haben, Fan einer Sache zu sein, wenn es sich um eine Art Verehrung der Sache handelt.

Das Betreiben eines Hobbys hat oft entspannende oder sonstige nützliche therapeutische Nebenwirkungen. In einigen Fällen allerdings (beispielsweise beim Sammeln) können die Grenzen zwischen Beruf, Hobby und Sucht zu verschwimmen beginnen. Manche Sammlungen können durchaus als Geldanlage gelten, zum Beispiel Kunstsammlungen. Darüber hinaus gibt es Amateure, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet Wissen und Fähigkeiten erwerben, in denen sie professionellen Fachleuten in nichts nachstehen und auch einen entsprechenden Ruf genießen.

Nach den Forschungsergebnissen der Stiftung für Zukunftsfragen - eine Initiative von British American Tobacco im Freizeitmonitor 2013 prägen vor allem Medien und Erholung den Freizeitalltag der Bundesbürger. Demnach bleibt Fernsehen die häufigste Freizeitbeschäftigung. Bundesbürger haben durchschnittlich 3 Stunden und 49 Minuten Freizeit pro Werktag. Das sind 14 Minuten weniger als noch 2010.[2]

Beispiele für verbreitete Hobbys sind Aktivitäten wie Sammeln, Handarbeiten, Basteln, Modellbau, Sport, Kunst oder Weiterbildung.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff leitet sich vom englischen hobby-horse ab, das auch im Englischen heute meist zu hobby (Plural: hobbies) verkürzt wird, und bezeichnete ursprünglich ein kleines Pferd oder auch ein Pony, was sich auf hobyn/hoby zurückführen lässt,[3] aber auch ein Kinderspielzeug, das Steckenpferd.[4][3] Später hat auch dieser deutsche Begriff die Zweitbedeutung „Freizeitbeschäftigung“ angenommen.[1][5][3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Hobby – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hobby. Dudenverlag, abgerufen am 31. August 2013.
  2. Stiftung für Zukunftsfragen - eine Initiative von British American Tobacco: Freizeit-Monitor 2013 – Die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen, Forschung aktuell, 249, 34. Jg., 29. August 2013
  3. a b c Wolfgang Pfeifer (Hrsg.): Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (= dtv 3358). Ungekürzte, durchgesehene Ausgabe, 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, S. 547.
  4. hobby definition. Dictionary.com, LLC. Abgerufen am 31. Mai 2009.
  5. http://de.thefreedictionary.com/Hobby