Hohburg
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Leipzig | |
| Landkreis: | Leipzig | |
| Höhe: | 120 m ü. NN | |
| Fläche: | 37,56 km² | |
| Einwohner: | 2956 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 79 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04808 | |
| Vorwahl: | 034263 | |
| Kfz-Kennzeichen: | L (alt: MTL) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 29 200 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Friedensstraße 36 04808 Hohburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Weigelt | |
Hohburg ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Leipzig in Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Hohburg liegt ca. 8 km nordöstlich von Wurzen und ca. 15 km südöstlich von Eilenburg.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Hohburg gehören folgende Ortschaften:
- Hohburg
- Großzschepa
- Kleinzschepa
- Lüptitz
- Zschorna
- Watzschwitz
- Müglenz
[Bearbeiten] Landschaft
Im Gemeindegebiet um den Ort Hohburg befinden sich die Hohburger Berge, auch Hohburger Schweiz genannt. Diese Quarzporphyr-Erhebungen ragen markant bis zu 120 m aus der umgebenden Ebene der Leipziger Tieflandsbucht heraus. Höchste Erhebung ist der Löbenberg mit 240 m ü. NN. dicht gefolgt vom Gaudlitzberg (219 m ü. NN), Burzelberg (217 m ü. NN) und Galgenberg (213 m ü. NN). Südlich von Hohburg befindet sich der "Kleine Berg" mit einer Erhebung von 206 m ü. NN.
Im zwischen den Hohburger Bergen liegenden Tal, fließt der Lossabach durch Müglenz, Hohburg, Klein- und Großzschepa zur Mulde bei Thallwitz.
[Bearbeiten] Verkehr
Nördlich der Gemeinde verläuft die B 87 und südlich die B 6. Durch die Gemeinde führt die Bahnstrecke Eilenburg–Wurzen, welche nur noch ab Lüptitz Richtung Eilenburg für den Güterverkehr genutzt wird. Auf Grund des Ausbaus der Bahnstrecke Leipzig-Dresden zur ICE-Schnellfahrstrecke, wurde die Anbindung in Wurzen zurückgebaut.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Besiedlungsgeschichte reicht aber nachweislich bis in die Altsteinzeit zurück. Die La Téne-zeitliche Burganlage auf dem Burzelberg war eine der ältesten Steinarchitekturen in Sachsen. Die Ortsteile Hohburg und Lüptitz werden im Jahr 1185 gemeinsam mit einem Tidericus de Hoberch erstmals erwähnt. Von 1198 bis 1495 ist von Hoberg, Hoberc, Hobergk zu lesen, 1539 Hoburgk, ab 1791 findet sich die heutige Schreibweise. [2]. Hohburg ist Herrensitz bzw. Rittergut bis 1875, dem auch die Grundherrschaft oblag.
Ab 1590 untersteht die Landgemeinde dem Amt Wurzen, 1875 kommt Hohburg mit dem Ortsteil Kapsdorf zur Amtshauptmannschaft Grimma. 1950 wird Watzschwitz eingemeindet. Von 1952 bis 1994 gehört Hohburg zum Kreis Wurzen. Eingemeindet wurden 1961 Kleinzschepa und 1972 Müglenz. Die o.g. sieben Dörfer der drei Gemeinden Hohburg, Großzschepa und Lüptitz schlossen sich im Jahr 1993 zur jetzigen Gemeinde Hohburg zusammen. Von 1994 bis 2008 ist Hohburg Teil des Muldentalkreises.
Die sächsischen Geologen Carl Friedrich Naumann und Bernhard von Cotta entwickelten um 1844 aus den am Kleinen Berg entdeckten Gletscherschliffen ihre Theorie der pleistozänen Inlandvereisung.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Von 1901 bis 1965 wurde bei Hohburg Kaolin abgebaut. Auch wird in den Hohburger Bergen Quarzporphyr abgebaut.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- ehemaliger Kaolintagebau (Badesee mit Liegewiesen und Wanderwegen)
- Hohburger Berge mit Naturdenkmal Schwarze Wand
- Wind- und Gletscherschliffe im Kleinen Berg
- Museum Steinarbeiterhaus
- Heimatmuseum Großzschepa
- Wolfsberg-Steinbruch und Spitzberg bei Lüptitz
- Kirche in Müglenz
- Schloss in Müglenz
- Schloss in Zschorna
[Bearbeiten] Sport
Die Gemeinde Hohburg verfügt über zwei Sportvereine. Im Hauptort Hohburg gibt es den Hohburger Sportverein 1990 e.V., welcher die Betätigungsfelder Fußball, Wintersport, Walking und Kegeln anbietet. Im Ortsteil Großzschepa befindet sich mit dem TSV Blau-Gelb Großzschepa ein weiterer Verein im sportlichen Bereich, dessen Anghebot Kegeln und Fußball umfasst.
Zudem dienen die ehemaligen Steinbrüche in den Hohburger Bergen schon seit den 1920er Jahren als Klettergebiet. Derzeit kann an über 250 Routen an den bis zu 40 Meter hohen Wänden geklettert werden. Auch ist es möglich, in einem durch Quarzporphyrabbau entstandenen See nördlich von Hohburg zu tauchen.
Das Gemeindegebiet eignet sich zudem für Freizeitsportarten wie Radfahren und Wandern.
[Bearbeiten] Bildung
Die Gemeinde bildet mit der Gemeinde Falkenhain einen Schulzweckverband. Die Grundschule befindet sich in Hohburg, die Mittelschule in Falkenhain.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Hohburg pflegt eine Partnerschaft mit Bodelshausen im Landkreis Tübingen.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Johann Christian Götze (1692–1749), Bibliothekar und Theologe
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
- ↑ Hohburg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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