Hohenburg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hohenburg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Hohenburg
Hohenburg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Hohenburg hervorgehoben
49.29583333333311.800555555556389Koordinaten: 49° 18′ N, 11° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 389 m ü. NHN
Fläche: 39,29 km²
Einwohner: 1604 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92277
Vorwahl: 09626
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 129
Marktgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 19
92277 Hohenburg
Webpräsenz: www.hohenburg.de
Bürgermeister: Florian Junkes (CSU/Freie Wähler)
Lage des Marktes Hohenburg im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der Oberpfalz Königstein (Oberpfalz) Hirschbach (Oberpfalz) Etzelwang Weigendorf Birgland Kastl (Lauterachtal) Edelsfeld Edelsfeld Vilseck Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Sulzbach-Rosenberg Eichen (gemeindefreies Gebiet) Naturpark Hirschwald Freihung Hirschau Gebenbach Schnaittenbach Hahnbach Illschwang Freudenberg (Oberpfalz) Ursensollen Ursensollen Ebermannsdorf Ensdorf (Oberpfalz) Ensdorf (Oberpfalz) Kümmersbruck Rieden (Oberpfalz) Hohenburg Schmidmühlen Poppenricht Ammerthal Amberg Landkreis Neustadt an der Waldnaab Weiden in der Oberpfalz Landkreis Schwandorf Landkreis Bayreuth Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Hohenburg ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach. Südlich der Gemeinde erstreckt sich der Truppenübungsplatz Hohenfels.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Hohenburg liegt in der Region Oberpfalz-Nord im Süden des Landkreis Amberg-Sulzbach an der Lauterach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Hohenburg hat 23 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Blick auf Hohenburg (von Richtung Kastl)

Es gibt folgende Gemarkungen: Adertshausen, Allersburg, Egelsheim, Hohenburg, Mendorferbuch, Ransbach, Thonhausen, Taubenbacher Forst.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg wurde um das Jahr 1000 in der damaligen Nordmark von den Grafen von Hohenburg als Grenzgrafschaft erbaut. Urkundlich erstmals aufgetreten ist Ernst von Hohenburg im Jahr 1080. Die verwitwete Mechthild von Hohenburg heiratete 1212 den Markgrafen Dipold V. von Vohburg aus dem Geschlecht des Grafen Dipold von Gingen. Aus dieser Verbindung gingen vier Söhne hervor, von denen Berthold, der Vormund des letzten Hohenstaufers Konradin war. Alle vier Brüder starben 1256/57 in sizilianischen Kerkern. Nach dem Aussterben der Markgrafen von Hohenburg gelangte das Herrschaftsgebiet an das Hochstift Regensburg. Die ehemalige Reichsherrschaft des Hochstiftes Regensburg wurde 1803 zusammen mit der Freien Reichsstadt Regensburg zugunsten von Dalbergs säkularisiert und fiel an das Fürstentum Regensburg des Fürstprimas von Dalberg. Mit dem Pariser Vertrag von 1810 kam der Ort zu Bayern. Die Burg, deren Überreste noch von der Größe der Anlage zeugen, verlor ab dem 17. Jahrhundert endgültig an Bedeutung und war langsam dem Verfall preisgegeben.

Die ursprünglich zum Bezirksamt, ab 1939 zum Landkreis Parsberg gehörende Gemeinde wurde am 1. Januar 1963 in den Landkreis Amberg umgegliedert.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Aderthausen, Egelsheim und Mendorferbuch eingegliedert, am 1. Juli des gleichen Jahres folgten aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Allersburg sowie Teile von Ransbach und Thonhausen.[3]

Religionen[Bearbeiten]

In der Gemeinde Hohenburg existieren die drei katholische Pfarreien Hohenburg, Allersburg und Adertshausen-Mendorferbuch

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1677
  • 1987: 1003
  • 2000: 1681

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

"Schwarzes Rathaus" in Hohenburg

Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,0 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Freie Wähler     9 Sitze  (76,4 %)
  SPD 3 Sitze (23,6 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Bürgermeister ist Gerhard Schärl (CSU/Freie Wähler, Stand 2009)

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 930.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 168.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

  • Wappenbeschreibung
Unter rotem Schildhaupt mit silbernem Schrägbalken zweimal geteilt von Rot, Silber und Schwarz, darauf drei goldene Ähren, die mittlere aus dem unteren Schildrand, die recht und linke aus dem Schildfuß wachsend; der Schildfuß gespalten und vorne unter goldenem Balkengiebel gespalten von Silber und Blau, hinten unter rotem Balkengiebel gerautet von Silber und Blau.
  • Wappengeschichte
Der silberne Schrägbalken in Rot im Schildhaupt verweist auf die Herrschaft des Hochstifts Regensburg; dieser Teil des Marktwappens blieb seit dem ersten Siegel, das in Abdruck von 1548 überliefert ist, stets unverändert. Das ursprüngliche Wappen von Hohenburg, das Bistumsadministrator Johann dem Markt 1542 verlieh, war unter dem Hochstift Regensburger Schildhaupt dreigeteilt von Rot, Silber und Schwarz und spielte auf die Diepoldinger Markgrafen von Hohenburg an, die als Gründer von Hohenburg gelten. Diesen Teil des Wappens zeigt auch das neue Gemeindewappen. Um 1610 wurde der schwarze Balken im Schildfuß in einen schwarzen Dreiberg verwandelt, aus dem drei Halme (Rohrhalme?) wuchsen; diese wurden in der Literatur als Bäume, in der Lokaltradition als Getreidehalme interpretiert. Um den großen Zugewinn in der Gebietsreform (Eingemeindung der ehemals selbständigen Gemeinden Adertshausen, Allersburg, Egelsheim und Mendorferbuch 1972) auch im Wappen zu dokumentieren, wurden im Schildfuß die Familienwappen der Scharfenberger vorne und der Püntzinger hinten aufgenommen. Diese Familien waren in der Geschichte von Adertshausen bzw. Allersburg von Bedeutung.
  • Wappendaten
Wappenführung seit 1542, Verleihung des Wappens durch Bistumsadministrator Johann von Regensburg; geändert bzw. erneuert 1988, belegt durch das Schreiben der Regierung der Oberpfalz vom 31. Mai 1988, Elemente aus dem Familienwappen der „Diepoldinger von Hohenburg, von Scharfenberg, Püntzinger“
  • Fahne
Rot-Weiß-Schwarz

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 2010 besteht eine Städtepartnerschaft zu Sokolac in Bosnien-Herzegowina.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten von Hohenburg gehören das Rathaus und die Pfarrkirche am Marktplatz.

Hoch über dem Ort befindet sich auf dem Schloßberg im Gebiet des Truppenübungsplatzes Hohenfels die Burgruine Hohenburg. Sie gehört allerdings zur Nachbargemeinde Hohenfels im direkt benachbarten Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche Stettkirchen, die etwa einen Kilometer südöstlich von Hohenburg liegt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Hohenburg

Im Dachstuhl eines alten Hauses in Hohenburg befindet sich eine Wochenstube der in Deutschland extrem seltenen Großen Hufeisennase.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftsdaten[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 270 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 162 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 809. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 56 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.777 ha, davon waren 1.636 ha Ackerfläche.

Industrie- und Gewerbepark[Bearbeiten]

Hohenburg verfügt in Hohenburg selbst über ein kleines Gewerbegebiet, in dem sich z. B. ein Spengler, ein Schreiner, ein Geigenbauer und etc. angesiedelt haben. Außerdem verfügt Hohenburg innerhalb des Gemeindegebietes über einen Industriepark, der zuvor ein Munitionslager und Depot der Bundeswehr war. In diesem Industriepark haben sich mittlerweile namhafte Firmen niedergelassen.

Solarpark Hohenburg[Bearbeiten]

Im August 2005 beschloss der Marktgemeinderat die Gründung einer Gesellschaft (Gesellschaft Solarpark Hohenburg GmbH) für die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Industriepark. Diese Solaranlage ist derzeit einzigartig für eine Kommune.

Verkehr[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 51 Kindergartenplätze mit 53 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 4 Lehrern und 87 Schülern

Feuerwehren[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Hohenburg (Stützpunktfeuerwehr der Gemeinde Hohenburg)
  • Freiwillige Feuerwehr Mendorferbuch-Egelsheim
  • Freiwillige Feuerwehr Ransbach
  • Freiwillige Feuerwehr Allersburg-Berghausen
  • Freiwillige Feuerwehr Adertshausen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.