Ikarus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ikaros)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Figur aus der griechischen Mythologie; zu weiteren ähnlich lautenden Begriffen, auch in abweichender Schreibweise, siehe Ikarus (Begriffsklärung).
Dädalus und Ikarus, Relief in der Villa Albani (Rom)
Statue des Ikarus, römisch, Joanneum Graz

Ikarus oder Ikaros (altgriechisch Ἴκαρος, latinisiert Icarus), ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Daidalos.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Mythos

Ikarus und Dädalos wurden als Strafe für den Ariadnefaden von König Minos im Labyrinth des Minotauros auf Kreta gefangen gehalten. Da Minos die Seefahrt und das Land kontrollierte, erfand Dädalos Flügel für sich und seinen Sohn. Dazu befestigte er Federn mit Wachs an einem Gestänge. Vor dem Start schärfte er Ikarus ein, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Hitze der Sonne beziehungsweise die Feuchte des Meeres zum Absturz führen würde. Zuerst ging alles gut, aber nachdem sie Samos und Delos zur Linken und Lebinthos zur Rechten passiert hatten, wurde Ikarus übermütig und stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz, die Federn lösten sich und er stürzte ins Meer. Der verzweifelte Dädalos benannte die Insel, auf der er seinen Sohn beigesetzt hatte, zur Erinnerung an sein Kind Ikaria.

Der Ikarus-Mythos wird im Allgemeinen so gedeutet, dass der Absturz und Tod des Übermütigen die Strafe der Götter für seinen unverschämten Griff nach der Sonne ist. Nach Ovid ließen die Götter Ikarus aus Rache sterben, weil Dädalus seinen Neffen und Schüler Perdix aus Neid auf sein Können ermordet hatte.[1]

[Bearbeiten] Rezeption

Die Gestalt des Ikarus ist in der europäischen Kultur immer wieder Anreger und Gegenstand künstlerischer, wissenschaftlicher und technischer Schöpfungen geworden. So zum Beispiel in der Malerei im Bild Landschaft mit dem Sturz des Ikarus von Pieter Bruegel dem Älteren.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Icarus – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ovid: Metamorphosen 183-235. deutsch und latein
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen