Ilse von Bredow

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Ilse Gräfin von Bredow (* 5. Juli 1922 in Teichenau, Schlesien; † 20. April 2014 in Hamburg) war eine deutsche Schriftstellerin.

Biografie[Bearbeiten]

Ihr Urururgroßvater war Friedrich Ludwig Wilhelm von Bredow, welcher anlässlich der Thronbesteigung von Friedrich Wilhelm III. im Jahr 1798 in den preußischen Grafenstand erhoben wurde.

Sie wuchs als drittes und jüngstes Kind des Grafen Sigismund von Bredow und dessen Frau Ursula, geborene von Lieres und Wilkau, zusammen mit ihren beiden älteren Geschwistern im Forsthaus von Lochow im Havelland auf und besuchte später ein Internat. Während des Krieges war sie im Arbeitsdienst und musste Kriegshilfsdienst leisten. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs floh ihre Familie aus Brandenburg nach Niedersachsen. Seit Anfang der 1950er-Jahre lebte sie in Hamburg.

Gräfin von Bredow arbeitete für Zeitungen und Magazine als freiberufliche Mitarbeiterin und schrieb Reportagen sowie Kurzgeschichten. In vielen ihrer Werke spiegelt sich die Region ihrer Herkunft wider.

Ihr erstes Buch „Kartoffeln mit Stippe“ erschien in mehreren Auflagen und wurde auch verfilmt. Es lief als Dreiteiler im ZDF; in den Hauptrollen waren Pamela Großer als Ilse und Jutta Speidel als deren Mutter, Gräfin Retzlow, zu sehen. Einige ihrer Werke sind auch als Hörbücher erschienen.

Werke[Bearbeiten]

Belletristik

  • Ein Bernhardiner namens Möpschen und andere Erinnerungen an eine glückliche Kindheit in der Mark Brandenburg. Neuaufl. Weltbild-Verlag, Augsburg 2010, ISBN 978-3-86800-622-3.
  • Kartoffeln mit Stippe. Eine Kindheit in der Märkischen Heide. Piper, München 2002, ISBN 978-3-492-22915-9. Als Goldmann Taschenbuch 1982, ISBN 3-442-06393-0.
  • Deine Keile kriegste doch. Mädchenerinnerungen an eine verlorene Heimat. Piper, München 2003, ISBN 3-492-22916-6.
  • Ein Fräulein von und zu. Geschichten aus ganz normalen Kreisen. Piper, München 2000, ISBN 3-492-22912-3.
  • Glückskinder. Roman einer märkischen Adelsfamilie. Piper, München 2000, ISBN 3-492-22913-1.
  • Der Spatz in der Hand. Roman. Piper, München 2004, ISBN 3-492-22917-4.
  • Willst du glücklich sein im Leben … Geschichten von gestern, Geschichten von heute. Piper, München 2007, ISBN 978-3-492-24982-9.
  • Denn Engel wohnen nebenan. Rückkehr in die märkische Heide; Roman. Scherz Verlag, München 1995, ISBN 3-502-11076-X.
  • Ich und meine Oma und die Liebe. Weihnachtsgeschichten. Piper, München 2006, ISBN 978-3-492-24815-0.
  • Der Glückspilz und andere Überlebensgeschichten. Piper, München 2004, ISBN 3-492-24087-9.
  • Denn im Herbst, da fall’n die Blätter – Donnerwetter! Geschichten vom Lande. Piper, München 2006, ISBN 978-3-492-24483-1.
  • Adel vom Feinsten. Amüsante Geschichten aus vornehmen Kreisen. Piper, München 2007, ISBN 978-3-492-24484-8.
  • Was dem Herzen gefällt. Scherz Verlag, Frankfurt/M. 2007, ISBN 978-3-502-11041-5.
  • Das Hörgerät im Azaleentopf. Piper, München 2011, ISBN 978-3-492-25950-7.

Sachbücher

  • „Gieß Wasser in die Suppe, heiß alle willkommen“. Die Küche meiner Kindheit im Sommer. Scherz Verlag, München 2001, ISBN 3-502-11083-2.
  • Die Küche meiner Kindheit. Geschichten und Rezepte. Piper, München 2004, ISBN 3-492-24017-8.

Verfilmungen[Bearbeiten]

  • Gabriele Unterberg (Regie): Ein Bernhardiner namens Möpschen. 1996 (nach dem gleichnamigen Roman)
  • Franz Josef Gottlieb (Regie): Kartoffeln mit Stippe 1990 (dreiteiliger[1] Fernsehfilm nach dem gleichnamigen Roman)[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alexandra zu Knyphausen: Die Alten werden sich noch wundern. Sie kam mit dem Fahrrad aus der Mark Brandenburg, landete in Hamburg – und schrieb Bestseller. In: Hamburger Abendblatt. Jg, 50 (1997), Nr. 297 vom 20/21. Dezember.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. besteht aus den Teilen „Die Erbschaft“, „Liebe hat viele Gesichter“ und „Es ist nicht alles Gold was glänzt“
  2. Ilse von Bredow in der Internet Movie Database (englisch)