Ilse von Stach

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Ilse von Stach, eigentlich Stach von Goltzheim (* 17. Februar 1879 im Haus Pröbsting bei Borken; † 22. August 1941 in Münster) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Ilse von Stach war die Tochter des protestantischen Rittergutsbesitzers Baron Georg Stach v. Goltzheim und seiner Ehefrau Margarete, geborene v. Barby.[1] Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wuchs sie bei Verwandten in Aurich und in einem Damenstift in Altenburg auf. In Berlin ließ sie sich zur Lehrerin ausbilden. Nach zwei gescheiterten Ehen, die zweite 1902 mit dem Polarfahrer Theodor Lerner, mit dem sie zwei Söhne (Klaus und Thomas) hatte, zog sie 1905 nach Rom und setzte sich kritisch mit ihrem protestantischen Glauben auseinander. 1908 konvertierte sie zum Katholizismus. Im gleichen Jahr lernte sie ihren dritten Mann, den Kunstkritiker Martin Wackernagel, kennen. Sie heirateten 1912 und ließen sich zuerst in Planegg, dann in Leipzig nieder. Aus der Ehe gingen Peter (1913–1958) und Maria Elisabeth (* 1919) hervor.[2] Seit 1921 lebten sie in Münster. An der Universitäts- und Landesbibliothek Münster wird auch der schriftliche Nachlass Ilse v. Stachs aufbewahrt.[3]

Werke[Bearbeiten]

Ilse von Stach schrieb Dramen, Romane, Märchen und Lyrik. Ihr heute noch bekanntestes Werk, das Weihnachtsmärchen Das Christ-Elflein, entstand 1906 unter dem literarischen Einfluss von Gerhart Hauptmann. Es wurde im gleichen Jahr von dem Komponisten Hans Pfitzner vertont und in München uraufgeführt.

  • Wer kann dafür, daß seines Frühlings Lüfte weh’n (Gedichte, 1898)
  • Das Christ-Elflein. Weihnachtsmärchen. Textbuch. Musik Hans Pfitzner, Op. 20. Dichtung Ilse von Stach. Ries & Erler, Berlin 1906. 60 S.
  • Der heilige Nepomuk (Drama, 1909)
  • Die Sendlinge von Voghera (Roman, 1910)
  • Missa poetica (Gedichte, 1912)
  • Die Beichte (Novelle, 1913)
  • Haus Elderfing (Roman, 1915)
  • Requiem (Gedichte, 1917)
  • Genesius (Tragödie, 1919)
  • Tharsicius (Festspiel, 1921)
  • Weh’ dem, der keine Heimat hat (Roman, 1921; Neuausgabe 1931 unter dem Titel Non serviam)
  • Griseldis (Drama, 1921)
  • Melusine (Drama, 1922)
  • Petrus (Komödie, 1924)
  • Der Rosenkranz (Gedichte, 1929)
  • Die Frauen von Korinth (Dialoge, 1929)
  • Der Petrussegen. Erinnerungen und Bekenntnisse (1940)
  • Wie der Sturmwind fährt die Zeit (Gedichte, 1948)

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Ilse von Stach – Quellen und Volltexte

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Bd. 2 (1931) (nach DBA)
  2. Vgl. Eintrag in der DNB.
  3. Nachlass Ilse v. Stach