Institute for New Economic Thinking

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Das Institute for New Economic Thinking (INET) wurde Ende Oktober 2009 gegründet, um nach der Finanzkrise neue Denkansätze für die Volkswirtschaftslehre zu entwickeln.[1] Der Hauptsitz der Denkfabrik ist New York. Es ist geplant in verschiedenen Ländern „Außenposten“ des INET zu gründen, diese sollen eng mit Universitäten kooperieren.[2] Geschäftsführer des INET-Instituts ist der Wirtschaftswissenschaftler Robert Johnson, früherer Managing Director des Hedge-Fonds Soros Fund Management.

Ziele[Bearbeiten]

Das Institut wird Forschungsstipendien vergeben, Symposien veranstalten und eine Zeitschrift herausgegeben. Es gehe darum neue Paradigmen zu finden und den „marktfundamentalistischen Konsens“ der Wirtschaftswissenschaften zu erschüttern.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Januar 2009 unterhielten sich Anatole Kaletsky, Roman Frydman und George Soros über die Notwendigkeit, nach der Finanzkrise einen neuen Konsens in der Volkswirtschaft zu schaffen. Fünfundzwanzig Volkswirtschaftler, Journalisten und Finanzinvestoren trafen sich im September in Bedford, NY, wo sie ebenfalls das Thema diskutierten. Die Gründung des INET erfolgte dann im Oktober 2009. Executive Director wurde Robert Johnson. Noch im November wurde ein Beirat gegründet.

Mitbegründer sind unter anderem die Nobelpreisgewinner George Akerlof, Sir James Mirrlees, A. Michael Spence und Joseph Stiglitz.[2] Weitere Mitglieder des Gründungsbeirats sind Jeffrey Sachs, Willem Buiter, Markus K. Brunnermeier, Robert Dugger, Duncan Foley, Thomas Ferguson, Roman Frydman, Ian Goldin, Charles Goodhart, Anatole Kaletsky, John Kay, Axel Leijonhufvud, Perry Mehrling, Y.V. Reddy, Kenneth Rogoff, John Shattuck, William R. White und Yu Yongding. George Soros unterstützt die Projektgründung mit 50 Millionen US-Dollar.[2] Weitere Geldgeber waren Jim Balsillie und William Janeway. Insgesamt kamen 200 Millionen US-Dollar zusammen.

Große Konferenzen gab es im April 2010 an der Cambridge University mit dem Titel: “The Economic Crisis and the Crisis in Economics”. Im April 2011 folgte eine Konferenz in Bretton Woods, New Hampshire zum Thema: “Crisis and Renewal: International Political Economy at the Crossroads”. Die dritte Konferenz war im April 2012 in Berlin zum Thema: “Paradigm Lost: Rethinking Economics and Politics" und die vierte Konferenz im April 2013 in Hong Kong zum Thema: “The Changing of the Guard?”.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemeldung: Innovative Denker kommen zusammen, um den Herausforderungen der weltweiten Wirtschaftskrise entgegenzutreten. In: Presseportal.de, 27. Oktober 2009. Abgerufen am 26. September 2013.
  2. a b c d Olaf Storbeck: George Soros: Millionen-Angriff auf etablierte VWL. In: Handelsblatt, 3. November 2009. Abgerufen am 26. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten]