James Heckman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
James Heckman (2009)

James Joseph Heckman (* 19. April 1944 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Ökonom. Er wuchs in einem Vorort Denvers auf, wo er auch zur Schule ging. Er erhielt im Jahr 2000 zusammen mit Daniel McFadden den Wirtschafts-Nobelpreis für die Entwicklung von Theorien und Methoden zur Analyse selektiver Stichproben.

Leben[Bearbeiten]

Heckman studierte Mathematik am Colorado College und schloss dort als B.A. ab. 1971 erhielt er an der Princeton University einen Ph.D. in Volkswirtschaftslehre. Zunächst war Heckman Dozent an der Columbia University; seit 1973 lehrt er an der Universität Chicago. Neben seinem Lehrstuhl leitet Heckman auch das Economics Research Center sowie das Center for Social Program Evaluation an der Irving B. Harris School of Public Policy. 2004 erhielt er einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Mikroökonometrie am University College London. 2006 ernannte ihn das University College Dublin zum Professor.[1]

Heckman untersuchte in der Mikroökonomie das Entscheidungsverhalten von Personen, Haushalten und Unternehmen. Er entwickelte ein einfaches Verfahren zur Erkennung und Behebung von Fehlern und Fehlinterpretationen von Selektionsprozessen.

Er schrieb einige Arbeiten über die Wirkung von Sozialprogrammen auf Gesellschaft und Wirtschaft; so untersuchte er etwa die Ergebnisse des High/Scope Perry Preschool Project, in dem verglichen wurde, welchen Einfluss eine Vorschule auf den späteren Lebensweg haben kann.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Sample selection bias as a specification error. Econometrica, 1979, S. 153-161.
  • The common structure of statistical models of truncation, sample selection and limited dependent variables and a simple estimator for such models. Annals of Economic and Social Measurement, Volume 5, number 4. NBER, 1976. 475-492.
  • The economics and econometrics of active labor market programs. (mit Robert J. LaLonde und Jeffrey A. Smith) Handbook of labor economics 3 (1999): 1865-2097.
  •  J. Heckman und A. Krueger (Hrsg.): Inequality in America: What Role for Human Capital Policy?. MIT Press, 2003.
  • Evaluating Human Capital Policy. Princeton University Press. (2004)
  • Law and Employment: Lessons From Latin America and the Caribbean. University of Chicago Press. (2003)
  • Incentives in Government Bureaucracies: Can Incentives in Bureaucracies Emulate Market Efficiency?. Brookings. (2004)
  • Giving Kids a Fair Chance. MIT Press, Cambridge, Massachusetts, USA 2013, ISBN 978-0-262019132.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. University College Dublin: Nobel laureate in economics receives UCD Ulysses Medal and takes up appointment as UCD Professor of Science and Society, 2006.
  2.  F. Berth: "Die Mittelschicht soll Gebühren zahlen". Der Nobelpreisträger James Heckman spricht über Bildung, Chancengleichheit und ein kleines Programm mit enormen Effekten. 17. Mai 2010