Islamische Front

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Die Islamische Front (arabisch ‏الجبهة الإسلامية‎ Dschabhat al-islāmiyya) ist ein Bündnis aus sieben islamistischen Oppositionsgruppen im Bürgerkrieg in Syrien. Sie wurde am 22. November 2013 gegründet und stellt das zu dieser Zeit größte Oppositionsbündnis dar (einer Schätzung zufolge bestehend aus mindestens 45.000 Kämpfern[1]).

Gründungsmitglieder sind die salafistische Ahrar al-Scham, die in Idlib basierende Suqor al-Scham, Liwa al-Tauhid (größte Oppositionsgruppe in Aleppo), die in Damaskus basierende Dschaisch al-Islam (Armee des Islam), die in Homs basierende Liwa al-Ḥaǧǧ und die Dschabhat al-Kurdiya (alias Kurdische Islamische Front) dazu.[2] Erklärtes Ziel des Bündnisses ist der Sturz des Assad-Regimes und die Errichtung eines islamischen Staates.[3] Dabei soll auch mit der Freien Syrischen Armee kooperiert werden.[2]

Anführer der Islamischen Front ist Ahmed Issa al-Scheih (Suqor al-Scham), vormals Anführer der Syrischen Islamischen Befreiungsfront. Sein Stellvertreter ist Abu Omar (Liwa al-Tauhid). Leiter der militärischen Operationen ist Zahran Alloush (Dschaisch al-Islam). Leiter des Politbüros ist Hassan Abboud, Anführer der Syrischen Islamischen Front.[3]

Die Mitglieder sollen über einen Zeitraum von drei Monaten organisatorisch komplett vereinigt werden. Die Existenz der Mitgliedsgruppen soll damit erlöschen.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Surk und Diaa Hadid, Associated Press: Syrian Muslim Rebel Groups Say They Have Unified. ABC News, 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  2. a b c Basma Atassi: Major Syrian rebel groups join forces. Al Jazeera English, 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  3. a b c Leading Syrian rebel groups form new Islamic Front. BBC, 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.