Syrische Islamische Front

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Flagge der Syrische Islamische Front

Syrische Islamische Front (arabisch ‏الجبهة الإسلامية السورية‎‎ al-Dschabha al-Islāmiya as-Sūriya; Abkürzung: SIF) war eine syrisch-salafistisch Rebellenorganisation und kämpfte im Bürgerkrieg in Syrien neben anderen Organisationen gegen die Assad-Regierung. Sie gründete Ende November 2013 mit sechs weiteren islamistischen Gruppen die Islamische Front. Größte Fraktion innerhalb der SIF und dominierende Kraft war die Ahrar al-Scham.[1] Es ist eine von drei größeren radikalislamischen/dschihadistischen Rebellengruppen, die anderen beiden sind die syrische al-Nusra-Front und die von Ausländern dominierte Islamischer Staat im Irak und der Levante. [2]

Die Rebellengruppe wurde im Dezember 2012 gegründet. Der Anführer der Syrische Islamische Front war Hassan Abboud, auch bekannt unter seinem Kampfnahmen „Abu Abdullah al-Hamawi“, der im September 2014 durch einen Bombenanschlag getötet wurde. Die Könige und Emire der Golfstaaten Katar, Bahrain und Saudi-Arabien und einige islamische Organisationen finanzierten die Syrische Islamische Front. Insgesamt sollen 15.000 bis 20.000 Männer[1] in der Syrischen Islamischen Front organisiert gewesen sein. Die Rebellenorganisation operierte in Aleppo, Idlib und Hama.

Die Syrische Islamische Front betrachtete den Kampf gegen Assad als „Heiligen Krieg“ (Dschihad) und somit als religiöse Pflicht für jeden Muslimen. Sie kämpfte für einen islamischen Staat mit der Scharia als Staats- und Rechtsgrundlage. Die Syrische Islamische Front lehnte jede ausländische Einmischung vor allem des Westens in den Bürgerkrieg ab.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Syria's insurgency beyond Good Guys and Bad Guys In: Foreign Policy. Abgerufen am 10. September 2013
  2. BBC 25. September 2013
  3. Milizen-Bündnisse gegen Assad: Syrische Rebellen schmieden Kampfallianzen auf Spiegel.de, abgerufen am 15. August 2013