Jaak Panksepp

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Jaak Panksepp auf der rechten Seite (2004)

Jaak Panksepp (* 5. Juni 1943 in Tartu, Estland) ist ein estnisch-US-amerikanischer emeritierter Professor der Psychologie an der Bowling Green State University in Ohio. Seit Ende der 1970er Jahre erforschte er die Zusammenhänge zwischen Hirnaktivität und Sozialverhalten.

Leben[Bearbeiten]

Panksepp wurde in Estland geboren. Seine Familie emigrierte in die USA, nachdem die Sowjetunion das Land 1940 besetzt hatte.[1] Er studierte Psychologie an der University of Pittsburgh, an der er 1965 den Bachelor erhielt. An der University of Massachusetts Amherst erhielt er 1967 den Master und wurde dort 1969 mit der Dissertation The Neural Basis of Aggression promoviert. Als Post-Doktorand war er anschließend bis 1971 an der University of Sussex tätig, bis 1972 an der Worcester Foundation in Shrewsbury in Massachusetts. Von 1972 bis 1974 war er Assistant Professor und von 1974 bis 1977 bis 1977 Associate Professor an der Bowling Green State University. Von 1977 bis 1988 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität und von 1988 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1998 als Distinguished Research Professor für Psychobiologie. Daneben war er unter anderem von 1999 bis 2000 Gastprofessor an der Fakultät für Psychologie der University of Michigan. Panksepp ist verheiratet und hat vier Kinder.

Emotionssysteme[Bearbeiten]

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Jaak Panksepp geht von vier Emotionssystemen aus, die eine neuronale Grundlage haben. Sie werden vor allem mit der Aktivität des Hypothalamus in Zusammenhang gebracht. Panksepp postuliert, dass sie genetisch bedingt sind und das Verhalten in Bezug auf Annäherung und Hemmung beeinflussen. Weiterhin geht er von Feedback-Schleifen aus, die die Sensitivität sensorischer Systeme beeinflussen, sodass auch darüber eine Verhaltenssteuerung erfolgen kann. Die vier Emotionssysteme zeigen sich in vier Basisemotionen:

  • Suche: Aktivierung des Körpers in Richtung positive Verstärkung
  • Furcht: Reaktion auf Stimuli, die den Körper schädigen könnten
  • Wut: die Aktivität des Erwartungssystems lässt nach oder es tritt Irritation ein
  • Panik: Überlebenssicherung durch sehr schnelle Reaktion

1998 schlug Panksepp vier Sekundärbedürfnisse vor: Lust, Fürsorge, Spiel und soziale Dominanz.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Homepage an der Washington State University (englisch)
  • Homepage an der Bowling Green State University (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografische Angaben (englisch)