Jacob Sisters

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Die Jacob Sisters sind ein deutsches Gesangstrio aus dem Bereich der Unterhaltungsmusik. Die Schlagersängerinnengruppe war ursprünglich ein Quartett und setzte sich aus den Geschwistern Johanna (* 1939), Rosi (* 1941), Eva (* 1943) und Hannelore Jacob (* 1944[1]; † 17. Mai 2008 in Neu-Isenburg) zusammen. Seit Hannelore Jacobs Tod trat die Gruppe als Trio auf.[2][3]

Die Jacob Sisters Mitte der 1960er Jahre

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die vier Geschwister stammen aus dem sächsischen Schmannewitz (Gemeinde Dahlen). Sie begannen bereits in der Kindheit ihre gemeinsame Karriere als die Schmannewitzer Heidelerchen im Café Jacob in Schmannewitz. Später traten sie in und um Leipzig auf. Sie besuchten die Musikhochschule Weimar, übersiedelten 1958 in die Bundesrepublik und setzten ihr Studium in Frankfurt am Main fort.

Hier verschaffte ihnen Lia Wöhr einen Auftritt in der Fernsehsendung Zum Blauen Bock. 1963 hatten sie ihren größten Erfolg in Deutschland mit dem Gartenzwerg-Marsch (Adelbert, Adelbert, schenk mir einen Gartenzwerg …), einer Coverversion des Billy-Sanders-Titels, der in seinem Marsch ursprünglich eine Adelheid besang. Damals nannten sie sich noch die Geschwister Jacob. 1966 nahmen sie an den Deutschen Schlager-Festspielen teil. Ihr Titel So ist ein Boy kam auf Platz 8.

Ihre größten internationalen Erfolge hatten sie mit Auftritten in Las Vegas und New York in den 1960er Jahren, wo sie mit Louis Armstrong, Sammy Davis Jr. und Duke Ellington auftraten.[4][5] Seither nennen sie sich Jacob Sisters.[6] Begleitet werden sie bei ihren Auftritten seit 1960 von weißen Pudeln, die zu ihrem Markenzeichen geworden sind.

Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre traten sie mehrmals als Stargäste im Theater Madame Lothár in Bremen auf, wo sie zudem im Juni 2002 an einer Galashow anlässlich des zehnjährigen Theaterjubiläums teilnahmen.

Im Unterhaltungsprogramm des Fernsehens und des Hörfunks hatten sie öfter Engagements, insbesondere in Volksmusiksendungen wie zum Beispiel in den TV-Sendereihen Feste der Volksmusik (ARD), Lieder sind die besten Freunde (Bayerischer Rundfunk) und Musikantenstadl (Gemeinschaftsproduktion ORF, ARD und SF); aber auch in vielen Einzelsendungen, Gala- und Silvestershows etc., so zum Beispiel in Comedy-Sendungen wie Schmidteinander[7] und in Talkshows wie Sellemols: Die Jacob-Sisters im SR im Mai 2007.[8]

In der Nacht zum 17. Mai 2008 starb Hannelore Jacob an Herzversagen infolge einer Lungenentzündung.

Vom 14. Januar 2011 an bis zum 23. Januar 2011 nahm Eva Jacob an der 5. Staffel von der RTL-Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teil.[9] Sie musste das Dschungelcamp nach dem Zuschauervotum vom 22. Januar verlassen.

Johanna Jacob ist inzwischen an Demenz erkrankt und lebt in einem Pflegeheim. Eva Jacob nahm dazu am 21. Mai 2013 in der ARD-Fernsehsendung "Maischberger" ausführlich Stellung.

Diskografie[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Was Hab' Ich Dir Getan
  DE 32 21.06.1965 (2 Wo.)
[10]
  • 1964 – Träume der Liebe/So einen Boy (CBS 1459)
  • 1965 – Ein Cowboy der braucht Liebe/Liebe muss kein Märchen sein (CBS 1706)
  • 1965 – Was hab ich dir getan/Tut mir leid Jonny Boy (CBS 1850) (als Jacob Sisters)
  • 1965 – Am blauen See, im grünen Tal/Vier verliebte Mädchen (CBS 1908)
  • 1966 – Gartenzwergmarsch/Ahoi Ohe(NL) (CBS 1971)
  • 1966 – Gartenzwerg-Marsch/Vier verliebte Mädchen (GER) (CBS S 2106)
  • 1966 – Wenn die Musik erklingt/Junge Liebe rostet nicht (CBS 2137)
  • 1966 – So ist ein Boy/Stop Stop Stop My Darling (CBS 2215)
  • 1967 – Wir hab’n zu Haus kein Swimming Pool/Weil wir so musikalisch sind (CBS 2373)
  • 1967 – Happy HongKong/Sonne und Regen (CBS 2758)
  • 1967 – In jedem Manne steckt ein Kind/Drei Farben der Liebe (CBS 2882)
  • 1967 – Die alte Eisenbahn/Rennsteig-Lied (CBS 2906)
  • 1968 – La La La/Happy End im Dixieland (CBS 3422)
  • 1968 – Mit dem Pfeil und Bogen/Das glücklichste Mädchen der Welt (CBS 3530)
  • 1968 – Wärst Du Dussel doch im Dorf geblieben/La La La (CBS 3539) (als Schmannewitzer Heidelerchen)
  • 1969 – Klatsch Klatsch Schenkelchen/Gilbert (CBS 3663) (mit Insterburg & Co)
  • 1969 – Gartenzwerg EP (CBS 3795)
  • 1969 – So schnell geht die Liebe vorbei/Jacob Sister Song (CBS 3976) (als Jacob Sisters)
  • 1969 – Auf dem Wege nach Aschaffenburg/Pudel Song (CBS 4249) (als Jacob Sisters)
  • 1970 – Halli Hallo/Ein kleines Haus auf dem Lande (Vogue DV 11122) (als Jacob Sisters)
  • 1977 – Ticke, Ticke Tacke … Jeder Hat ’Ne Macke / Kille, Kille Hier, Kille, Kille Da (Ariola) (als Jacob Sisters)
  • 1980 – Sing mei Sachse sing/Lieber vollschlank sein (Ariola 101822)
  • 1982 – Die Ballade von der Pellkartoffel und dem Hering/Gartenzwerg-Marsch
  • 1982 – Ein bisschen Licht, ein bisschen Luft, ein bisschen Sonnenschein
  • 1984 – Heut' regiert der Fussball/Hausfrauen-Rock (Arminia SRI 45257)
  • Mein geliebter Johannes
  • 1995 Mollige Frauen sind sexy
  • 2010 – Es könnte gar nicht schöner sein (Rare Bird Records)

Langspielplatten[Bearbeiten]

  • 1965 – 4 Mädchen aus Germany (CBS S 62 516 / S 52 640)
  • 1965 – Träume der Liebe (NL) (CBS P 62 516)
  • 1968 – Quartett im Bett (CBS S 63 448)
  • 1969 – Sing Sing Sing (CBS S 63 539)
  • 1970 – Die großen Erfolge (CBS S 52 759)

Filme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Korrigiertes Geburtsdatum von Hannelore Jacob
  2. „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“: Eva Jacob im Dschungelcamp 2011. Kandidatenvorstellung bei RTL-Television. Abgerufen am 23. Januar 2011. [1]
  3. Jacob-Sister kochte Vampiraugen in Blutsuppe. In: Bild, 20. Januar 2009. [2]
  4. Pop Trash Heaven. The Jacob sisters, Beitrag vom 7. Mai 2007 (englisch)
  5. Zu Gast im SR 3 Studio. Jacob Sisters, Beitrag von SR 3 – Saarlandwelle auf SR-Online
  6. Video mit Yes Sir, I Can Boogie
  7. Nikolaus von Festenberg: Sag doch einfach ja zum Ja! In: Der Spiegel. Heft 49/1992. [3]
  8. Sellemols: Die Jacob-Sisters, Programmhinweis vom 12. Mai 2007 auf SR-Online
  9. http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/ich-bin-ein-star/dschungelcamp-kandidaten/eva-jacob.html
  10. Chartquellen: Deutschland