Jan Theobald Held

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Jan Theobald Held
Gedenkstätte des Jan Theobald Held

Jan Theobald Held (auch Jan Děpold und Jan František Held(t), Pseudonym: Jan Orebský, * 11. März 1770 in Hohenbruck; † 30. Juni 1851 in Prag) war ein böhmischer Arzt, Anatom, Gitarrist und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Held wirkte in Prag als Dekan der medizinischen Fakultät, später als Rektor der Karls-Universität. Zwischen 1797 und 1827 unterrichtete er Anatomie im Na Františku Hospital. Er war wie sein Bruder Ignác František Held ein exzellenter Gitarrist und spielte daneben auch Baryton, Violine und Bratsche.

Er komponierte Lieder, Klavierstücke und ein Te Deum.

Zu den Höhepunkten in Helds Leben gehört eine 1803 unternommene Reise nach Wien, auf der er mit zahlreichen berühmten Musikern zusammentraf, darunter mit Beethoven und Ignaz Schuppanzigh.[1] Held berichtet darüber in seiner Autobiographie, die er 1843 bis 1851 in deutscher Sprache verfasste. Das weitgehend noch ungedruckte Original besitzt das Museum des nationalen Schrifttums in Prag.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Beethoven aus der Sicht seiner Zeitgenossen, hrsg. von Klaus Martin Kopitz und Rainer Cadenbach, München 2009, Band 1, S. 429f.