Klaus Martin Kopitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Klaus Martin Kopitz (* 29. Januar 1955 in Stendal) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Kopitz studierte 1975 bis 1980 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin in den Fächern Komposition, Klavier und Musikwissenschaft. 1982 bis 1984 betrieb er private musikwissenschaftliche Studien bei Harry Goldschmidt und war von 1985 bis 1987 Meisterschüler von Paul-Heinz Dittrich an der Akademie der Künste der DDR. Er erhielt für seine Werke mehrere Auszeichnungen und Stipendien. Seit seiner 2000 erfolgten Promotion ist er überwiegend als Musikwissenschaftler tätig. Ein Schwerpunkt bildet die Quellenforschung, insbesondere zu Haydn, Mozart, Beethoven und Schumann.

Zusammen mit Rainer Cadenbach begründete er 2002 die Beethoven-Forschungsstelle an der Universität der Künste Berlin, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde. 2006 bis 2008 wurden seine Beethoven-Forschungen von der Ernst von Siemens Musikstiftung finanziert.

Daneben widmete er sich dem lange Zeit vergessenen Komponisten Norbert Burgmüller, der seinerzeit von Schumann und Brahms sehr geschätzt wurde, und gab erstmals dessen Gesamtwerk im Druck heraus – unterstützt von der Kunststiftung NRW, dem Landschaftsverband Rheinland und weiteren Sponsoren.

Seit 2012 arbeitet Kopitz an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften an der Herausgabe der Korrespondenz von Robert und Clara Schumann.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Aufsätze[Bearbeiten]

  • Gisela Nauck, Nachdenken über John Cage. Klaus Martin Kopitz und Ellen Hünigen im Gespräch, in: Positionen, Heft 2/1988, S. 6–8
  • „Sieben volle Monate“. Beethoven und Therese von Zandt, in: Musica, Jg. 49 (1995), S. 325–332
  • Beethovens Aufenthalt in Berlin 1796, in: Neue Berlinische Musikzeitung, Jg. 11, Heft 1/1996, Beiheft Berliner Beiträge zur Musikwissenschaft, S. 48–50
  • Das Beethoven-Erlebnis Ludwig Tiecks und Beethovens Zerwürfnis mit Fürst Lichnowsky, in: Österreichische Musikzeitschrift, Jg. 53 (1998), S. 16–23
  • Antonie Brentano in Wien (1809–1812). Neue Quellen zur Problematik „Unsterbliche Geliebte, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 2 (2001), S. 115–146, ISBN 3-88188-063-1, als PDF-Datei (396 KB)
  • Wer schrieb den Text zu Beethovens Chorphantasie? Ein unbekannter Bericht über die Uraufführung, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 3 (2003), S. 43–46, als PDF-Datei (42,9 KB)
  • Beethovens Wesen – Gedanken zu einer „Borderline-Persönlichkeit, in: Der „männliche“ und der „weibliche“ Beethoven. Bericht über den Internationalen musikwissenschaftlichen Kongress vom 31. Oktober bis 4. November 2001 an der Universität der Künste Berlin, hrsg. von Cornelia Bartsch, Beatrix Borchard und Rainer Cadenbach, Bonn: Beethoven-Haus, 2003, S. 137–162, ISBN 3-88188-080-1
  • Zum kompositorischen Schaffen von Justus Hermann Wetzel, in: Justus Hermann Wetzel. Komponist, Schriftsteller, Lehrer, hrsg. von Nancy Rudloff, Klaus Martin Kopitz und Dietmar Schenk, Berlin: Universität der Künste, 2004, S. 9–26, ISBN 3-89462-100-1
  • mit Oliver Korte, „Written on his death-bed“. Ein Beethoven-Autograph aus dem Besitz von Johann Andreas Stumpff, in: Musik und Biographie. Festschrift für Rainer Cadenbach, hrsg. von Cordula Heymann-Wentzel und Johannes Laas, Würzburg: Königshausen & Neumann, 2004, S. 179–196, ISBN 3-8260-2804-X bei Google books
  • Zu Norbert Burgmüller und seinen vier Streichquartetten, in: Das Streichquartett im Rheinland. Bericht über die Tagung der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte in Brauweiler Juni 2002, hrsg. von Robert von Zahn, Wolfram Ferber und Klaus Pietschmann (= Beiträge zur rheinischen Musikgeschichte, Band 167), Kassel: Merseburger, 2005, S. 30–41, ISBN 3-87537-307-3
  • Beethoven und die Zarenfamilie. Bekanntes und Unbekanntes zur Akademie vom 29. November 1814 sowie zur Polonaise op. 89, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 5 (2006), S. 143–149
  • Beethoven und seine Rezensenten. Ein Blick hinter die Kulissen der Allgemeinen musikalischen Zeitung, in: Beethoven und der Leipziger Musikverlag Breitkopf & Härtel, hrsg. von Nicole Kämpken und Michael Ladenburger, Bonn: Beethoven-Haus, 2007, S. 149–167, ISBN 978-3-88188-108-1
  • Beethoven as a Composer for the Orphica: A New Source for WoO 51, in: The Beethoven Journal, Vol. 22, No. 1 (Summer 2007), S. 25–30, ISSN 1087-8262
  • Ein unbekanntes Gesuch Beethovens an Kaiser Franz I., in: Bonner Beethoven-Studien, Band 6 (2007), S. 101–113, ISBN 978-3-88188-110-4
  • August Burgmüller als Lehrer des Leipziger Musikästhetikers Christian Friedrich Michaelis. Eine Miszelle zur Beethoven-Biographie, in: Nota Bene Norbert Burgmüller. Studien zu einem Zeitgenossen von Mendelssohn und Schumann, hrsg. von Tobias Koch und Klaus Martin Kopitz, Köln: Dohr, 2009, S. 43–46, ISBN 978-3-936655-61-2
  • Überlieferung sowie textkritische und editorische Probleme bei den Klavierwerken Norbert Burgmüllers, in: ebenda, S. 47–51
  • Haydns Wiener Wohnungen. Einige Anmerkungen und Korrekturen, in: Die Tonkunst, Jg. 3, Nr. 3 vom Juli 2009, S. 324–328, ISSN 1863-3536
  • Beethovens Jugendliebe Johanna von Honrath (1770–1823). Ein Beitrag zu ihrer Biographie, in: Bonner Beethoven-Studien, Band 9 (2011), S. 155–158, ISBN 978-3-88188-121-0, als PDF-Datei
  • Beethovens Berufung nach Kassel an den Hof Jérôme Bonapartes. Eine Spurensuche, in: Die Tonkunst, Jg. 5, Nr. 3 vom Juli 2011, S. 326–335, ISSN 1863-3536
  • „Immer noch leuchtet der verklärte Haydn mir vor“ – Plädoyer für eine Sammlung aller zeitgenössischen Aussagen über den Komponisten nebst einer kleinen Auslese unbekannter oder bislang nur unvollständig bekannter Quellen, in: Almanach für Musik I (2011), hrsg. von Christoph Dohr, Köln: Dohr, 2011, S. 65–118, ISBN 978-3-936655-79-7
  • Das Beethoven-Porträt von Ferdinand Schimon. Ein 1815 für die Bonner Lesegesellschaft entstandenes Bildnis?, in: Beiträge zu Biographie und Schaffensprozess bei Beethoven. Rainer Cadenbach zum Gedenken, hrsg. von Jürgen May, Bonn: Beethoven-Haus 2011, S. 73–88, ISBN 978-388188-124-1
  • „Du kanntest Mozart?“ Unbekannte und vergessene Erinnerungen von Beethoven, Haydn, Hummel und anderen Zeitgenossen Mozarts, in: Mozart Studien, Band 20 (2011), S. 269–309, ISBN 978-3-86296-025-5
  • mit Torsten Oltrogge, Ein Dichter namens Louis du Rieux und Schumanns Märchenbilder op. 113. Annäherungen an einen geheimnisvollen Verehrer des Komponisten, in: Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Heft 11 (2013), S. 112–140 als PDF-Datei
  • Die frühen Wiener Aufführungen von Beethovens Kammermusik in zeitgenössischen Dokumenten (1797–1828), in: Beethovens Kammermusik, hrsg. von Friedrich Geiger und Martina Sichardt (= Das Beethoven-Handbuch, hrsg. von Albrecht Riethmüller, Band 3), Laaber 2014, S. 165–211

Noteneditionen[Bearbeiten]

  • Norbert Burgmüller: Sämtliche Streichquartette (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 23). Dohr, Köln 2002 – ausgezeichnet mit dem Deutschen Musikeditionspreis 2003 in der Kategorie „Wissenschaftliche Notenausgaben“.
  • Justus Hermann Wetzel: Lieder nach Texten von Hermann Hesse. 4 Hefte. Saier & Hug, Berlin 2006.
  • Norbert Burgmüller: Sämtliche Klavierwerke (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 30). Dohr, Köln 2008 – ausgezeichnet mit dem Deutschen Musikeditionspreis 2009 in der Kategorie „Wissenschaftliche Notenausgaben“.
  • Norbert Burgmüller: Sämtliche Lieder und Werke für Klarinette (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 31). Dohr, Köln 2008.
  • Norbert Burgmüller: Konzert für Klavier und Orchester (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 32). Dohr, Köln 2009.
  • Norbert Burgmüller: Sinfonie Nr. 1 (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 36). Dohr, Köln 2009.
  • Norbert Burgmüller: Sinfonie Nr. 2 (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 37). Dohr, Köln 2010.
  • Norbert Burgmüller: Ouvertüre, Vier Entr'actes (= Denkmäler Rheinischer Musik. Bd. 38). Dohr, Köln 2010.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]