Jane (Rockband)

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Jane ist eine deutsche Rockband aus Hannover und eine der bekanntesten Bands aus dem Genre des Krautrock. Sie wurde im Jahre 1970 gegründet und ist bis heute aktiv.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1965 entstand die Band Justice of Peace, die eine Single veröffentlichte und sich 1968 auflöste. Zur letzten Formation stieß Werner Nadolny (Keyboards, Flute) hinzu. Fortan verwendete die Band mit den Musikern Klaus Hess (Gitarre), Peter Panka (Schlagzeug, Gesang), Werner Nadolny und Charly Maucher (Bass und Gesang) den Namen Jane. Der erste Auftritt fand am 5. Dezember 1970 in Hannover statt.

Anfang des Jahres 1971 kam Sänger und Bassist Bernd Pulst zur Band, der den Bass aber zuhause lassen musste. Für künftige Veröffentlichungen wirkte Günter Körber als Produzent und verschaffte der Band einen Plattendeal auf dem von ihm mitgegründeten „Brain“ Label. Das erste Album Together erschien 1972 auf Brain (Metronome).

Bei den Aufnahmen zum Album Here We Are von 1973 nahmen krankheitsbedingt weder Pulst noch Maucher teil. Den Bass spielten abwechselnd Wolfgang Krantz (vorher Justice of Peace) und Klaus Hess.

Das Album Jane III (1974) wurde fast ohne Keyboards aufgenommen, da Nadolny aus der Band ausgestiegen war. Man versuchte die Orgel zu ersetzen, indem Krantz die Gitarre über ein Leslie Kabinett spielte. Auf „Way to paradise“ spielte er Klavier. Der Gesang stammte zum größten Teil vom wieder genesenen Maucher.

Maucher und Krantz verließen Jane nach der Live Promotion des Albums und gründeten mit Werner Nadolny, Arndt Schulz (Gitarre, Gesang) und Werner Löhr (Schlagzeug, Gesang) die Band Harlis. Nadolny schied jedoch vor Erscheinen des ersten Albums 1976 (auf Günter Körber’s neuem Label SKY Records) wieder aus und gründete die Band Lady.

Ein Album der Band Lady erschien 1976 auf Vertigo Records. Unter den nachfolgenden Mitgliedern fanden sich der spätere „Scorpions“ Gitarrist Matthias Jabs, und ex- „Epitaph“ Klaus Walz.

1975 erschien Janes viertes Album Lady, eine Anspielung auf den Rolling Stones Song Lady Jane. Jane hatten sich nun mit Gottfried Janko (Keyboards, Gesang) und Martin Hesse (Bass) – beide ex- "Dull Knife" - verstärkt. Da Janko – trotz unüberhörbarer Eigenbeiträge – nicht als Komponist auf der Platte erwähnt wurde, verließ er Jane nach dieser Produktion wieder. Die folgenden Jahre waren weiterhin von zahlreichen Mitgliederwechseln geprägt. Konstante Mitglieder waren lediglich Klaus Hess und Peter Panka.

1976 nahm die Band das Album Fire, Water, Earth and Air auf, auf dem Werner Nadolny überraschenderweise wieder die (dieses Mal reichlichen) Keyboards bediente. Jane glänzten nun mit frischen Ideen und unglaublichem Melodienreichtum.

Auf dem später im selben Jahr erschienenen Live Doppelalbum „At Home“ – ein komplett in der Heimatstadt Hannover mitgeschnittenes Konzert – bediente allerdings Manfred Wieczorke (ex- Eloy) die Keyboards. Das Album enthält – neben einigen umbenannten bereits veröffentlichten Stücken – auch die nur hier erhältlichen Werke Windows, Expectation, Another Way und Hightime for crusaders. Ersteres Opus füllt alleine eine ganze Plattenseite und gilt mittlerweile als Psychedelic Rock Masterpiece.

1977 folgte Between Heaven and Hell - mit dem ebenfalls eine komplette LP Seite füllenden Titelstück, welches überraschenderweise für Jane völlig untypischen, bombastischen Chorgesang enthielt. Auf „Voice in the wind“ wurden Kirchenorgel und Harfe eingesetzt. Live präsentierten Jane das Album mit Quadrophonie Effekten, indem sie Lautsprecherboxen in allen vier Hallenecken aufstellen ließen.

Im August 1977 bekam die Band für 300.000 verkaufte Alben das Goldene Brain Label und 1978 für 100.000 Verkäufe von Jane Live at Home eine Silberne Schallplatte. 1978 folgte „Age of Madness“, das – ähnlich wie sein Vorgänger – durchaus gute Ideen enthielt, die aber insgesamt eher unausgereift wirkten. Während danach Klaus Hess seinen Ruhm auf Ibiza genoss, tauchte Manfred Wieczorke unter.

Um bestehende Verträge mit Brain zu erfüllen, nahm Hess mit Panka und Hesse 1979 als Trio „Sign No. 9“ auf. Hess spielte nun auch Keyboards, und überraschte mit vielschichtigen Gitarrenarrangements und zwei interessanten Instrumentals (Henry goes married, Letter to Mariann). Das sonstige Songmaterial war allerdings erneut unausgereift und langweilte überwiegend mit endlosen, variationslosen Wiederholungen.

Auf dem 1980 erscheinenden Album „Jane“ hatte man sich mit dem Sänger und Keyboarder Pedja verstärkt. Ab Anfang der 1980er sanken die Verkaufszahlen; die Band veröffentlichte aber weiterhin Alben und ging auf Tourneen.

1982 erschien „Germania“, nun wieder im Trio eingespielt. Ohne Pedja, den die Fans nicht akzeptiert hatten, mit Hess, Panka und dem zurückgekehrten Charly Maucher.

Nach dem Ende von Jane im Jahre 1982 taten sich die Musiker Peter Panka, Charly Maucher, Werner Nadolny und Klaus Hess mit dem Engländer Jon Symon zusammen, um mit diesem das „Rockballett Warlock“ in Hannover aufzuführen. Hess wurde allerdings von Symon, dem Initiator des Rockballetts, gekündigt und dieser durch den Gitarristen Detlef Klamann ersetzt. Hess versuchte es danach mit einer Solo-Karriere. 1983 erschien die live produzierte LP „Warlock – The Rockballet“ auf Lava Records.

Peter Panka und Werner Nadolny spielten ab 1984 mit zwei Frauen an Gitarre und Bass als Lady Jane und traten auch als Duo unter dem Banner „Pano’s Jane“ auf.

Namensstreit[Bearbeiten]

Werner Nadolny's Jane, 2011

Sowohl Peter Panka als auch Klaus Hess beanspruchten den Bandnamen Jane für sich. Aufgrund der Namensstreitigkeiten wurde ein richterlicher Vergleich am 6. September 1994 vor der Zivilkammer des Landgerichtes Hannover [1] geschlossen, dass sich die aus der Ursprungsformation Jane ergebenden Bands nur noch mit „Namenszusatz“ Jane nennen dürfen. Die Bands durften fortan nur mit Namenszusätzen, wie Peter Panka’s Jane, Lady Jane oder Klaus Hess' Jane oder Mother Jane, auftreten.

Weitere Entwicklung[Bearbeiten]

2004 trat die Band (Peter Panka's Jane) im Rockpalast auf. Im Herbst 2006 tourte die Band durch Deutschland und die Schweiz und veröffentlichte das Album Voices, das beim eigenen Label cool & easy records erschien.

Anfang 2007 bestand die Band aus Peter Panka, Werner Nadolny, Charly Maucher und Klaus Walz, der früher bei der deutschen Band Epitaph gespielt hatte. Peter Panka starb am 28. Juni 2007 nach einer Krebserkrankung. Auf seinen Wunsch hin sollte die Band weitergeführt werden. Walz, Maucher und Nadolny verpflichteten daher Schlagzeuger Fritz Randow (Eloy, Epitaph) und den Gitarristen und Sänger Arndt Schulz (Harlis).

Anfang 2008 wurde Werner Nadolny nach bandinternen Unstimmigkeiten durch Wolfgang Krantz, der schon an den Jane-Alben Here We Are und Jane III mitgewirkt hat, ersetzt. Er gründete noch im selben Jahr 2008 die Band Werner Nadolnys Jane. Seitdem existieren die drei Jane-Formationen, die alle Live-Konzerte geben und CDs oder DVDs veröffentlichen:

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Together (1972)
  • Here we Are (1973)
  • Jane III (1974)
  • Lady (1975)
  • Fire, Water, Earth & Air (1976)
  • Live at Home (1976, Doppelalbum)
  • Between Heaven and Hell (1977)
  • Age of Madness (1978)
  • Sign No. 9 (1979)
  • Jane (1980)
  • Germania (1982)
  • Beautiful Lady (1986)
  • Jane live '88 (1989)
  • Jane live '89 (1990)
  • Resurrection (1996) Peter Panka’s Jane
  • Back again (2000) Lady Jane
  • Mother Jane comes alive (2000) Klaus Hess' Mother Jane
  • Genuine (2002)
  • Live 2002 (2002) Peter Panka’s Jane
  • Shine on (2003) Peter Panka’s Jane
  • Voices (2006) Peter Panka’s Jane
  • Voices überarbeitete Ausgabe (2007) Peter Panka’s Jane
  • Live at Metas (2007) Peter Panka’s Jane
  • Tribute to Peter Panka, DVD vom Konzert in Hannover 2007, Herausgabe im Mai 2008
  • Live at Home Revisited (2008, Doppel-CD)
  • Proceed with Memories (2009) Werner Nadolny’s Jane
  • In Dreams (2009) Klaus Hess' Mother Jane
  • Traces (2009) Peter Panka's Jane
  • Inside the cave DVD (2010) Peter Panka’s Jane
  • Klaus Hess' Mother Jane (2010) Hungry 4 Live Part I
  • Klaus Hess' Mother Jane (2010) Hungry 4 Live Part II
  • The Journey – Best of Jane (2010) Werner Nadolny’s Jane
  • Eternity (2011) Werner Nadolny’s Jane
  • Live at home again-Live Fährmannsfest 2011 DVD Werner Nadolny’s Jane
  • Kuxan Suum (2011) Peter Panka’s Jane
  • Werner Nadolny liest die Jane Story (Audio Book) (2012)
  • Werner Nadolny’s Jane – Broken Harmony Maxi-CD (2012)
  • Mother Jane – Turn the Page/The lost Tracks (Doppel-CD, 2012)
  • Werner Nadolny’s Jane - Stopover (2013)

Singles[Bearbeiten]

  • Daytime (1972)
  • Here we are (1973)
  • Bambule Rock (1974)
  • Age of Madness (1978)
  • Love Song (1978)
  • Beautiful Lady (Maxi-Single) (1986)
  • Together we stand (Mother Jane) (1998)

Literatur[Bearbeiten]

  • Matthias Blazek: Das niedersächsische Bandkompendium 1963–2003 – Daten und Fakten von 100 Rockgruppen aus Niedersachsen. Celle 2006, S. 75–77 ISBN 978-3-00-018947-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktenzeichen 18 S 102/94.