Jean-Dominique Bauby

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Jean-Dominique Bauby (* 23. April 1952 in Paris; † 9. März 1997 in Garches) war ein französischer Journalist, Autor und Chefredakteur des Magazins Elle.

[Bearbeiten] Lebenseinschnitt

Im Alter von 43 Jahren, am 8. Dezember 1995, erlitt Bauby einen massiven Schlaganfall, durch den sein Hirnstamm geschädigt wurde. Als er zwei Wochen danach im Krankenhaus von Berck-sur-Mer aus dem Koma erwachte, war er nicht nur stumm, sondern auch ganzheitlich gelähmt. Er konnte bloß seinen Kopf ein wenig bewegen sowie grunzen und mit seinem linken Augenlid blinzeln. Dieses seltene Phänomen wird als Locked-in-Syndrom bezeichnet. Über diese Erfahrung schrieb er – in gelähmtem Zustand – das Buch Le scaphandre et le papillon (wörtlich: „Der Taucheranzug und der Schmetterling“), indem er mittels Blinzeln das Buch diktierte, wenn der richtige Buchstabe im Alphabet erreicht wurde. Dafür wurde ein spezielles Alphabet erstellt, welches die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der Französischen Sprache ordnete.

Bauby musste das Buch komplett im Kopf kreieren und redigieren, um es dann Buchstabe für Buchstabe zu diktieren. Das Buch erschien am 6. März 1997 in Frankreich; Bauby starb nur drei Tage später an Herzversagen.

Das Buch wurde vom US-amerikanischen Regisseur Julian Schnabel verfilmt. Der gleichnamige Film Schmetterling und Taucherglocke (Originaltitel: Le scaphandre et le papillon) feierte im Mai 2007 während der Filmfestspiele von Cannes 2007 seine Uraufführung und wurde dort mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

[Bearbeiten] Werk

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge