Jean-Paul Fitoussi

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Fitoussi am Festival dell'Economia di Trento, 2009

Jean-Paul Fitoussi (* 1942 in La Goulette, Tunesien) ist ein französischer Ökonom tunesischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten]

1982 wurde er als Professor an das Institut d’études politiques de Paris (IEP) berufen und seit 1989 ist er auch Präsident des Observatoire français des conjonctures économiques (OFCE). Er ist auch Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates des IEP in Paris und seit 1997 Mitglied des Wirtschaftsanalyse-Rats des französischen Premierministers. Im Februar 2008 wurde er zusammen mit Joseph E. Stiglitz und Amartya Sen von Präsident Sarkozy in die Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission berufen und übernahm dort die Koordination. Am 14. April 2008 wurde er in den Aufsichtsrat der Telecom Italia gewählt.

Werk[Bearbeiten]

Fitoussi arbeitete an Theorien über die Inflation, die Arbeitslosigkeit, offene Volkswirtschaften und die Rolle der makroökonomischen Politik. Er ist ein Kritiker der starren Fiskal- und Geldpolitik, da diese negative Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung haben würde. Seine jüngsten Arbeiten beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Demokratie und wirtschaftlicher Entwicklung.

Fitoussi plädiert dafür, den US-Dollar als internationale Reservewährung abzulösen und durch die Sonderziehungsrechte des IWF zu ersetzen.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Im Gespräch: Jean-Paul Fitoussi, Ökonom am Pariser Institut d'Etudes Politiques. FAZ, 25. September 2010, S. 14, abgerufen am 6. März 2013.