Jennelt
53.4633333333337.131Koordinaten: 53° 27′ 48″ N, 7° 7′ 48″ O
| Jennelt
Gemeinde Krummhörn
|
|
|---|---|
| Höhe: | 0,5–1,5 m |
| Fläche: | 3,57 km² |
| Einwohner: | 362 (31. Dez. 2012) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 26736 |
| Vorwahl: | 04923 |
|
Karte der Krummhörn |
|
Das Dorf Jennelt gehört zur ostfriesischen Gemeinde Krummhörn. Es liegt zwischen Pewsum und Eilsum an der Landesstraße 4. Jennelt hat 362 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2012), die zu über 90 % der evangelisch-reformierten Kirche angehören. Die Dorffläche umfasst ca 357 ha. Ein sogenanntes Tief, das von Eilsum über Uttum nach Beewenburg führt, verbindet Jennelt mit dem ostfriesischen Wasserstraßennetz.
Inhaltsverzeichnis |
Etymologie [Bearbeiten]
Die Bezeichnung Jennelt ist wahrscheinlich abgeleitet von dem Namen Geinleth. Dieser Name bedeutet „jenseits des Wasserlaufes“. Spätere Schreibweisen des Ortsnamens waren Geenlede, Jennlede, Jennlete und Jennlet, aus dem sich dann schließlich der heutige Name Jennelt entwickelte.[1]
Geschichte [Bearbeiten]
Jennelt gehörte zum Besitz der Häuptlingsfamilie Beninga von Grimersum. Die das Dorf umfassende Herrlichkeit Jennelt gehörte dann der Familie von Ewsum,[2][3] die sie vor 1599 an einen Nachfahren der Beninga-Häuptlinge, Wilhelm zu Innhausen und Knyphausen, verkaufte. Bis ins 20. Jahrhundert verblieb Jennelt als Fideikommiss bei diesem urfriesischen Geschlecht.[4]
Am 1. Juli 1972 wurde Jennelt in die neue Gemeinde Krummhörn eingegliedert.[5]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Evangelisch-reformierte Jennelter Kirche, erbaut um 1300, mit Grablege der Adelsfamilie Innhausen und Knyphausen und derb letzten erhaltenen Orgel des Orgelbauers Johann Friedrich Constabel
- Kapelle der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Jennelt (Baptisten). Das um 1900 zum Gotteshaus umgebaute Gebäude war ursprünglich ein Pferdestall.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen, bekannter Feldherr des Dreißigjährigen Krieges
- Dietrich Janßen-Jennelt, Lehrer und Maler[6]
- Enno Popkes (1904 - 1959), Orgelsachverständiger und Kirchenmusiker
Bildung [Bearbeiten]
Die Jennelter Gemeinschaftsschule wurde 1979 in eine Grundschule überführt. Seit 1997 ist sie eine Integrationsschule. Ein 1995 gegründeter Förderverein aus Lehrern und Eltern unterstützt schulische Aktivitäten.[7]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Karl Leiner: Panorama Landkreis Norden, Norden 1972, S. 189
- ↑ W.J. Formsma, R. A. Luitjens-Dijkveld Stol, A. Pathuis, De Ommelander Borgen en Steenhuizen, Assen 1987, S. 53 (ISBN 90-232-2314-4)
- ↑ Niederländische Wikipediaseite zum Geschlecht von Ewsum
- ↑ Staatsarchiv Aurich: Rep. 27 Herrlichkeit Jennelt. (Dep. 4.) bzw. Genealogisches Handbuch des Adels, Gräfliche Häuser A Bd. IV, Band 28 der Gesamtreihe, Limburg/Lahn 1962, S. 216-227
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 263 und 264.
- ↑ Nordwestreisemagazin: Janssen-Jennelt; eingesehen am 2. September 2012
- ↑ fw-greetsiel.de: Grundschule Jennelt. Abgerufen am 7. September 2012.
Literatur [Bearbeiten]
- Karl Leiner: Panorama Landkreis Norden. Norden 1972
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Grundschule Jennelt
- Zur Archäologie Jennelts
- Genalogie-Forum: Jennelt
- Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Jennelt (PDF-Datei; 22 kB)