Jewgeni Michailowitsch Abalakow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jewgeni Abalakow

Jewgeni Michailowitsch Abalakow (russisch Евгений Михайлович Абалаков; * 4.jul./ 17. Februar 1907greg. in Krasnojarsk; † 24. März 1948 in Moskau) war ein sowjetischer Bergsteiger. Bekannt wurde er durch die Erstbesteigung des Pik Stalin.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Jewgeni Abalakow war zum einen sowjetischer Bildhauer, Bergsteiger und ein Meister des Alpinismus. Er beendete im Jahre 1932 das Moskauer Kunstinstitut und wurde Mitglied des Bundes der Bildenden Künstler der UdSSR (Sojus Chudoschnikow SSSR). Ihm gelang im Jahre 1933, als einzigem Teilnehmer der Expedition, die Erstbesteigung des Pik Stalin, der mit einer Höhe von 7495 m der höchste Berg der Sowjetunion war (1962 umbenannt und seither bekannt als Pik Kommunismus, Name seit 1998 Pik Ismoil Somoni; höchster Gipfel Tadschikistans). Außerdem bestieg er über 50 andere bedeutende Gipfel, führte in den Bergregionen des Pamir und Tianshan wissenschaftliche Forschungen durch und verfasste Karten dieser Gebiete. Während des Zweiten Weltkrieges meldete er sich freiwillig zur sowjetischen Armee und nahm unter anderem an der Schlacht um Moskau und an Kämpfen im Kaukasus teil. Während seiner Militärzeit lehrte er in einer Schule für Militäralpinismus.

Sein Bruder Witali Michailowitsch Abalakow (1906–1986) war ebenfalls Bergsteiger.

Jewgeni Abalakow verstarb unter nicht restlos geklärten Umständen in der Nacht vom 23. auf den 24. März 1948 in Moskau im Alter von 41 Jahren. Gesichert scheint, dass er vergiftet wurde und staatliche Stellen jahrelang eine Untersuchung seines Todes verhinderten.[1]

Nach Jewgeni Abalakow sind mehrere Berggipfel im Pamir, Tianshan und anderen Gebirgen benannt, sowie nach ihm und seinem Bruder Witali eine Straße in ihrer Heimatstadt Krasnojarsk.

Als Abalakow-Firnsicherungsschlinge bzw. -Eissanduhr wird eine durch die Brüder Abalakow verwendete und bekannt gewordene alpinistische Fixpunkt-Technik bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eva Maurer: Der sowjetische Alpinismus im Pamir, 11. September 2003