Johan Thomas Lundbye

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Johan Thomas Lundbye

Johan Thomas Lundbye (* 1. September 1818 in Kalundborg; † 26. April 1848 in der Nähe von Bedstedt) war ein dänischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

Lundbye wuchs in der Stadt Kalundborg auf Seeland auf. Sein Bruder Carl Christian Lundbye machte eine militärische Karriere und war 1863-64 sogar dänischer Kriegsminister. Johan Thomas Lundbye studierte Malerei an der Kopenhagener Kunstakademie bei J. L. Lund. Er gehört, wie auch sein enger Freund P. C. Skovgaard, zur letzten Generation des so genannten Goldenen Zeitalters der dänischen Malerei, das mit dem Bürgerkrieg um das Herzogtum Schleswig 1848/50 sein Ende fand. Berühmt wurde Lundbye vor allem für seine Landschaftsporträts, wobei er zunehmend von der sich verstärkenden Nationalromantik beeinflusst wurde.

I udkanten af landsbyen Vejby, Lundbye sidder ved vejkanten og tegner (Am Rande von Vejby, Lundbye sitzt an der Seite der Straße und zeichnet; P. C. Skovgaard, 1843)

Nach Beginn des militärischen Konflikts um das Herzogtum Schleswig im Frühjahr 1848 meldete sich Lundbye freiwillig zu den königstreuen dänischen Truppen. Zu einem Fronteinsatz kam er jedoch nicht mehr, da er durch eine von einem Unfall verursachte Schussverletzung in der Nähe von Bedstedt ums Leben kam. Sein Grab in Bedstedt ist noch heute erhalten, eine der Hauptstraßen der Gemeinde trägt seinen Namen, ebenso zahlreiche Straßen in anderen dänischen Städten und in Flensburg-Weiche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dirk Luckow, Dörte Zbikowski: Die Kopenhagener Schule. Meisterwerke dänischer und deutscher Malerei von 1770 bis 1850. Kiel 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johan Thomas Lundbye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien