Johann Burger (Kupferstecher)

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Johann Burger, Selbstporträt

Johann Burger (* 31. Mai 1829 in Burg AG; † 2. Mai 1912 in München) war ein Schweizer Kupferstecher.

Leben[Bearbeiten]

Burger erhielt den ersten Unterricht von dem Landschaftsmaler und Stecher Jakob Suter in Zofingen und lernte dann von 1850 bis 1856 besonders den Kartonstich aus der Akademie in München unter Julius Thaeter.

Von da besuchte er Dresden und Florenz und verweilte zwei Jahre in Rom. 1859 nach Deutschland zurückgekehrt, widmete er sich in München auch der Linienmanier. Eine seiner ersten Arbeiten war die Steinigung des Stephanus nach Schraudolphs Freskobild im Speyerer Dom; ihr folgten 1856 die Dichter Italiens nach Vasari (Hopesche Sammlung in London). In Rom stach er 1858 unter Cornelius´ Aufsicht dessen Lady Macbeth, sodann zwei Blätter nach Bildern von Heß in der Bonifacius-Basilika zu München und den Raub der Europa nach Genelli, alle in Kartonmanier. In Linienmanier stach er den Bauer und den Makler nach Vautier, die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten nach van Dyck, das Jägerlatein nach Grützner (1875), die Dame mit dem Papagei nach Mieris (Pinakothek in München) und die Violanta nach Palma Vecchio (Belvedere in Wien). Sein Hauptwerk ist der Stich nach Raffaels Madonna della Sedia (1882).


Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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