John Lawson Stoddard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
John Lawson Stoddard (1899)
Stoddards Fotografie des Gutenbergdenkmals in Frankfurt am Main (vor 1899)

John Lawson Stoddard (* 24. April 1850 in Brookline, Massachusetts; † 5. Juni[1] 1931 in Meran, Italien) war ein US-amerikanischer Reiseschriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Stoddard graduierte 1871 am Williams College, studierte anschließend für zwei Jahre Theologie an der Yale Divinity School der Yale University und unterrichtete dann Französisch und Latein an der Boston Latin School.

1879 begann er Weltreisen zu unternehmen und veröffentlichte 1883 sein erstes Reisebuch Red Letter Days Abroad. Seine Erlebnisse verarbeitete er zu mehreren Reihen von Vorträgen, die er in ganz Nordamerika hielt. Diese Vorträge wurden unter dem Titel Stoddard's Lectures auch in Buchform veröffentlicht und umfassten zuletzt zehn Bände sowie fünf Ergänzungsbände. Die Bücher beinhalteten zahlreiche von Stoddard selbst aufgenommene Fotografien, die jedes Gebiet von Kunst und Architektur bis zu Archäologie und Naturgeschichte abdeckten. Diese Reisebücher erlangten immense Popularität.

In seinem späteren Leben verfasste Stoddard zudem Poesie sowie Werke zu religiösen Themen.

Seit 1913 lebte Stoddard in Meran in Österreich-Ungarn, das 1918 von Italien okkupiert wurde, und schrieb in seiner Villa Stoddard in Obermais enthusiastische Gedichte: Obermais! Obermais! Charming bit of Paradise, ...[2].

Stoddard war verheiratet mit Ida M. O'Donnell (* 4. Februar 1859, Morristown (Ohio), Belmont County; † 15. Mai 1949 in Meran). Aus dieser Ehe ging der Sohn Theodore Lothrop Stoddard hervor.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Todesurkunde des US-amerikanischen Konsulats Venedig gibt den 4. Juni 1931 an.
  2. Gedichte bei Project Gutenberg