Josef Gerstmann

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Josef Gerstmann, Aufnahme ca. 1930
Wagner-Jaureggs
Ärzteteam in Wien 1927.
Josef Gerstmann in der 1. Reihe, der vierte von rechts, neben dem Chef.

Josef Gerstmann (* 17. Juli 1887 in Lemberg; † 23. März 1969 in New York) war ein österreichischer Neurologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Gerstmann studierte Medizin in Wien von 1906 bis 1912 und erlangte 1912 den Doktortitel. Er diente im Ersten Weltkrieg als Sanitätsoffizier und erhielt hohe Tapferkeitsauszeichnungen. Anschließend arbeitete er an der psychiatrisch-neurologischen Klinik, bis er 1930 Emil Redlich (1866–1930) als Leiter der Nervenheilanstalt Maria-Theresien-Schlössel in Wien nachfolgte. Dort hatte er sich bereits 1921 habilitiert und bekam den Professorentitel im Jahre 1929. Als Jude floh er 1938 vor den Nationalsozialisten in die Vereinigten Staaten, wo er sich niederließ und seine Forschungen unter anderem im St.-Elisabeth-Hospital in Washington weiter betrieb und auch praktizierte.

Er war Mitglied der Amerikanischen Neurologischen Akademie und der Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie in Rosario, Argentinien.

Er ist bekannt für seine Beschreibungen des Gerstmann-Syndroms, des Gerstmann-Sträussler-Scheinker-Syndroms und des Gerstmann-Tests, einer Weiterentwicklung des Unterberger-Tretversuchs.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Josef Gerstmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien