Josep Pla

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Josep Pla 1917

Josep Pla i Casadevall (* 8. März 1897 in Palafrugell; † 23. April 1981 in Llofriu) war ein spanischer Journalist und Schriftsteller katalanischer Sprache.

Leben[Bearbeiten]

Josep Pla arbeitete als Journalist in Frankreich, Italien, England, Deutschland und Russland, wo er politische und kulturelle Chroniken verfasste.

Seinem in einem Zeitraum von sechs Jahrzehnten entstandenem literarischen Werk kommt eine wesentliche Rolle zu bei der Erneuerung der katalanischen Sprache und der landesübergreifenden Bekanntmachung katalanischer Bräuche und Traditionen. Seine Kommentare, Chroniken und Reportagen aus den verschiedenen Ländern seines Wirkens gelten als einmaliges historisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts

Zur Zeit des frühen Franquismus (bis 1947) waren seine Werke in katalanischer Sprache verboten. Neuere biografische Recherchen zeigen jedoch, dass Pla während der Zeit des spanischen Bürgerkriegs dem nationalspanischen Lager nahestand und Informationen für den franquistische Nachrichtendienst sammelte.[1]

Josep Pla gilt auch 25 Jahre nach seinem Tod als einer der meistgelesenen und populärsten zeitgenössischen katalanischen Autoren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • El quadern gris, Tagebuch, 1918–1919
  • Coses vistes, 1925
  • Cartes de lluny, Reiseberichte, 1929
  • Viatge a Catalunya, Reiseberichte, 1934
  • Rusiñol y su tiempo, biografisches Porträt, 1941
  • El pintor Joaquín Mir, biografisches Porträt, 1944
  • El carrer estret, 1951

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Josep Pla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quellen: Bericht von Televisó de Catalunya und Catalunya Ràdio über den Fund von Akten der französischen Polizei, die Josep Pla als franquistischen Agenten nennen, siehe [1] (katalanisch), sowie eine neue Biografie über Josep Pla von Cristina Badosa: Josep Pla: El difícil equilibri entre literatura i política, Bericht dazu bei El País: [2] (spanisch).