Joseph François Durutte

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Joseph François Durutte (* 14. Juli 1767 in Douai, Département Nord; † 18. August 1827 in Ypern) war Graf und französischer General.

Er trat 1792 in die französische Armee ein, stieg in den folgenden Feldzügen der Republik, meist im Generalstab beschäftigt, schnell von Stufe zu Stufe und wurde von Napoleon Bonaparte 1803 zum Divisionsgeneral und Kommandanten der 10. Militärdivision zu Toulouse ernannt.

Er nahm teil an den Feldzügen gegen Österreich in Italien, zeichnete sich besonders 1809 unter dem Vizekönig Eugen in Italien und bei Raab aus, wofür er zum Baron erhoben wurde, ward sodann Gouverneur von Amsterdam und mit der Bewaffnung der Küste beauftragt, 1812 Kommandant von Berlin. 1812 und 1813 befehligte er im Korps Reynier zwei sächsische Divisionen, zeichnete sich bei Lützen und Bautzen aus, nahm an den unglücklichen Unternehmungen gegen Berlin und an der Schlacht bei Leipzig teil, führte auf dem Rückzug einen Teil der Arrieregarde, rettete bei Freiburg fast die ganze französische Artillerie und setzte dann Metz in Verteidigungszustand.

Nach der Restauration ernannte ihn Ludwig XVIII. zum Kommandanten der 3. Militärdivision zu Metz; dessen ungeachtet erklärte sich Durutte nach Napoléons Rückkehr für denselben, erhielt das Kommando der 4. Division im Armeekorps Jean Baptiste Drouets und focht bei Waterloo. Nach der zweiten Restauration blieb er ohne Anstellung. Er starb am 18. August 1827 in Ypern.

Ehrungen[Bearbeiten]

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 17. Spalte eingetragen.