Joshua Oppenheimer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Joshua Oppenheimer

Joshua Lincoln Oppenheimer (* 23. September 1974 in Austin, Texas, USA) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Oppenheimer studierte Film an der Harvard University und am Central Saint Martins College of Art and Design in London. In mehreren seiner Dokumentarfilme setzt er sich mit den Nachwirkungen der Massaker in Indonesien Mitte der 1960er Jahre auseinander. So stellen in The Act of Killing ehemalige Mitglieder der Tötungskommandos ihre Taten szenisch nach. Der Film hatte seine Premiere auf dem Telluride Film Festival und wurde anschließend auch in Toronto und auf der Berlinale gezeigt. Als Mitproduzenten konnte Oppenheimer Werner Herzog und Errol Morris gewinnen.[1] Aus Sicherheitsgründen wird ein überwiegender Teil der Crew-Mitglieder im Abspann nicht genannt.

Joshua Oppenheimer ist neben seiner Arbeit als Filmemacher auch wissenschaftlich tätig und in diesem Zusammenhang am „Genocide and Genre“-Projekt des britischen Arts & Humanities Research Council beteiligt.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1997: These Places We’ve Learned to Call Home (Kurzfilm)
  • 1998: The Entire History of the Louisiana Purchase
  • 2003: The Globalisation Tapes (Dokumentarfilm, mit Christine Cynn)
  • 2012: The Act of Killing (Dokumentarfilm, mit Christine Cynn)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Chicago International Film Festival
  • 1998: Goldener Hugo für den besten experimentellen Kurzfilm (The Entire History of the Louisiana Purchase)
Internationale Filmfestspiele Berlin
  • 2013: PanoramaPublikumspreis für den besten Dokumentarfilm (The Act of Killing)
  • 2013: Preis der Ökumenischen Jury für den besten Film der Sektion Panorama (The Act of Killing)
Europäischer Filmpreis
  • 2013: Bester Dokumentarfilm (The Act of Killing)

2014 erhielt Oppenheimer ein MacArthur Fellowship.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Henry Barnes: Joshua Oppenheimer: 'You celebrate mass killing so you don't have to look yourself in the mirror' The Guardian, 20. Juni 2013, abgerufen am 12. November 2013
  2. Joshua Oppenheimer auf der Webseite des Films The Act of Killing