Julius Faucher
Julius Faucher (* 13. Juni 1820 in Berlin; † 12. Juni 1878 in Rom) war Journalist und bedeutender deutscher Vertreter des Freihandels und Manchesterliberalismus. Er vertrat die liberale Idee mit besonderer Stringenz und forderte unter anderem auch eine Entstaatlichung der Sicherheitsaufgaben sowie die Abschaffung von Steuern, was ihn zu einem der ersten (deutschsprachigen) Marktanarchisten überhaupt macht.[1]
Im Jahre 1844 lernte Faucher John Prince-Smith kennen und kurz darauf gründeten sie den wenig bedeutenden Berliner Freihandelsverein. 1848 wurde er Redakteur der Börsennachrichten an der Ostesee (später Ostseezeitung) in Stettin; diese Zeitung vertrat freihändlerische Ansichten.
1850 wurde Faucher Herausgeber der Berliner Abendpost, die sich zum freihändlerischen Kampfblatt entwickeln und mit dem Pressegesetz in Konflikt geraten sollte. Bald danach wurde die wirtschaftliche Grundlage für das Blatt entzogen.
Faucher ging danach nach England, wo er als Korrespondent für verschiedene deutsche Zeitungen wirkte. Er wurde außerdem Redakteur des Londoner Morning Star, einer wichtigen freihändlerischen Zeitung, und sogar zeitweilig der Sekretär Richard Cobdens.
Im Jahre 1861 kehrte Faucher nach Deutschland zurück, wo er dann noch im selben Jahr ins Preußische Abgeordnetenhaus für die Deutsche Fortschrittspartei gewählt wurde. Im Jahre 1863 gründete er die Vierteljahrzeitschrift für Volkswirtschaft und Kulturgeschichte, die zum wichtigsten Medium der deutschen Freihändler und Manchesterliberalen werden sollte.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Faucher, Julius |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist, Freihändler und Manchester-Liberaler |
| GEBURTSDATUM | 13. Juni 1820 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 12. Juni 1878 |
| STERBEORT | Rom |