Julius Richard Petri

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Julius Richard Petri, um 1888

Julius Richard Petri (* 31. Mai 1852 in Barmen, heute Ortsteil von Wuppertal; † 20. Dezember 1921 in Zeitz/Anhalt) war ein deutscher Bakteriologe.[1] Petri erfand 1877 während seiner Arbeit mit Robert Koch die nach ihm benannte Petrischale.

Leben[Bearbeiten]

Petri studierte 1871 – 1875[2] in Berlin an der Kaiser-Wilhelm-Akademie Medizin[3][4] und war für kurze Zeit als Militärarzt tätig,[5][6] bevor er 1886 ins bakteriologische Institut von Robert Koch ging.[5] In Görbersdorf arbeitete Petri als Assistent von Hermann Brehmer an dessen Heilstätte für Lungenkranke.[5] Im Alter von 25 Jahren stellte Petri 1877 die später nach ihm benannte Petrischale der Forschungswelt vor.[3][4] Neben der Petrischale hat er auch zahlreiche Arbeitsverfahren und Gerätschaften für den medizinischen Gebrauch verbessert; darunter einen Sandfilter und Versandgefäße für Stuhl- und Urinproben.[5][6] Ab 1889 war Petri Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamtes und Leiter eines bakteriologischen Labors. Er trug in dieser Zeit den Titel eines Regierungsrates.

Im Jahr 1900 ging er mit dem Titel eines Geheimen Regierungsrates in den vorzeitigen Ruhestand und übernahm für drei Jahre die Leitung der Brehmerschen Heilanstalt in Görbersdorf.[5]

Sonstiges[Bearbeiten]

Anlässlich seines 161. Geburtstages ehrte Google ihn am 31. Mai 2013 mit einem animierten Doodle.[3][4]

Werke[Bearbeiten]

[5]

  • Modifikation des Koch'schen Plattenverfahrens
  • Das Mikroskop. Von seinen Anfängen bis zur jetzigen Vervollkommnung. 1896. (online, pdf-download)
  • Versuche zur Chemie des Eiweissharns. 1876.
  • Apparat zur Bestimmung des Wassergehalts in der Milch durch Destillation im Vacuum.
  • Über die Methoden der modernen Bakterienforschung (in: Sammlung gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge). 1887.
  • Die Gefährlichkeit der Carbon-Natron-Oefen. 1889.
  • Gewerbehygiene. 1890.
  • Versuche über die Verbreitung ansteckender Krankheiten, insbesondere der Tuberkulose, durch den Eisenbahnverkehr und über die dagegen zu ergreifenden Maßnahmen. 1893.
  • Zur Beurteilung der Hochdruck-Pasteurisir-Apparate, zum Nachweis in Butter und Milch. 1897.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daten Digitale-Sammlungen.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  2. Reales Bakterien-Doodle für Julius Richard Petri auf Tagesblog.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  3. a b c Google ehrt Julius Richard Petri mit einem Doodle auf Stern.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  4. a b c Google Doodle für Bakteriologe Petri auf HNA.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  5. a b c d e f Biographieauf NDB-ADB.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  6. a b Julius Richard Petri und seine Schale auf SimonRüger.de. Abgerufen am 31. Mai 2013.