June Havoc

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June Havoc (gebürtig: Ellen Evangeline Hovick; * 8. November 1912 in Vancouver, British Columbia; † 28. März 2010 in Wilton, Connecticut) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutter, übernahm June Havoc bereits im Alter von zwei Jahren Filmrollen, vor allem 1918 bis 1924 in mehreren Komödien von Hal Roach. In jenen Jahren trat sie außerdem gemeinsam mit der legendären Tänzerin Anna Pawlowa auf der Bühne auf und wurde schließlich Ensemblemitglied der städtischen Oper von St. Louis. Nebenbei versuchte sie sich als Model über Wasser zu halten. Nach Bühnenstationen in der Provinz erreichte June Havoc schließlich den Broadway, wo sie 1936 ihren Einstand gab.

1941 ging Havoc nach Hollywood. Bereits 1951 konzentrierte sie sich wieder fast vollständig auf ihre Tätigkeit am Theater. Wenig später kamen auch Angebote vom Fernsehen. Nach einer Gastrolle 1990 in der Serie General Hospital zog June Havoc sich ins Privatleben zurück.

Neben ihrer Leinwandkarriere beeindruckte die Schauspielerin durch ihr mutiges Eintreten für die Bürgerrechte in den USA. In der McCarthy-Ära gehörte Havoc zu den wenigen Filmschaffenden (darunter Danny Kaye, Humphrey Bogart, Lauren Bacall und Gene Kelly), die in Washington gegen die von antikommunistischer Hysterie geprägten Menschenrechtsverletzungen durch einige Politiker aufbegehrten und für die Wahrung der Unverletzbarkeit der politischen Meinungsfreiheit demonstrierten.

June Havoc war dreimal verheiratet, unter anderem mit dem Drehbuchautor William Spier. Sie hat eine Tochter, die ebenfalls Schauspielerin ist. Ihre Schwester ist die Schauspielerin und Entertainerin Gypsy Rose Lee (1911–1970), die ihre enorme Popularität in den USA vor allem ihren legendären Striptease-Auftritten verdankte.

June Havoc lebte zuletzt in Wilton, Connecticut.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1941: Four Jacks and a Jill
  • 1942: Meine Schwester Ellen (My Sister Eileen)
  • 1943: Hi Diddle Diddle
  • 1943: Keine Zeit für Liebe
  • 1943: Timber Queen
  • 1944: Hilfe, ich bin Millionär
  • 1947: Tabu der Gerechten (Gentleman's Agreement)
  • 1947: Die Bestie von Shanghai
  • 1948: Die reizendsten Eltern der Welt
  • 1949: Die Geschichte der Molly X
  • 1949: Todesfalle von Chicago
  • 1950: Once oh Thief
  • 1956: Drei für Jamie Down
  • 1976: Ich bin der Boß – Die Geheimakten des J. Edgar Hoover
  • 1979: Can’t Stop the Music
  • 1986: Salem II – die Rückkehr

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: June Havoc – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien