Königliche Akademie der Baskischen Sprache

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Baskisches Sprachgebiet, Provinzen und Dialekte

Die Königliche Akademie der Baskischen Sprache (Euskaltzaindia, Real Academia de la Lengua Vasca) in Bilbao (bask.: Bilbo) mit Zweigsitzen in Bayonne, Donostia-San Sebastián und Vitoria-Gasteiz ist eine Einrichtung zur Pflege und Standardisierung der baskischen Sprache, sowie zu ihrer Erforschung durch philologische und etymologische Studien.

Sie wurde 1919 vom spanischen König Alfons XIII. gegründet. Ein Jahr zuvor hatten die Vertretungen (Diputaciones) der vier Provinzen mit Bevölkerung baskischer Sprache (Vizcaya, Guipuzcoa, Álava und Navarra) mit ähnlicher Zielsetzung die Gesellschaft für Baskische Studien (Eusko Ikaskuntza, Sociedad de Estudios Vascos) gegründet, die auch heute parallel dazu besteht.

2005 hatte die Akademie 23 Mitglieder, von denen 20 Baskisch als Muttersprache sprechen. Sie hat Kommissionen für Lexigraphik (Wortschatz), Grammatik, linguistischen Atlas, Onomastik (Namenkunde), Literatur und gesprochene Sprache.

Unter Franco hatte sie keinen offiziellen Status, stellte aber als gemeinsame Schriftsprache für alle baskischen Dialekte 1968 das Euskera Batua vor. 1976, ein Jahr nach dem Tode Francos, fand sie offizielle Anerkennung als königliche Akademie. In Frankreich ist sie seit 1995 anerkannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Internetseite der Akademie (Spanisch / Baskisch / Französisch / Englisch)