Dialekt

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Ein Dialekt (griechisch διαλέγομαι dialegomai „miteinander reden“) oder – in der Eindeutschung von Philipp von Zesen (1619–1689) – eine Mundart ist eine lokale oder regionale Sprachvarietät. Er kann sich von anderen Dialekten wie auch von der Standardsprache (ursprünglich Schriftsprache) in allen Sprachbereichen – Lautebene (Phonologie), Wortbeugung (Morphologie), Wortschatz (Lexik), Satzbau (Syntax) und Idiomatik – unterscheiden.

Vom Begriff „Dialekt“ ist der Begriff Akzent abzugrenzen. Akzent bezieht sich lediglich auf die phonologischen Charakteristiken der Aussprache.

Derjenige Teil der Sprachwissenschaft, der sich mit der traditionellen Beschreibung der Dialekte befasst, heißt Dialektologie. In der neueren Linguistik befasst sich auch die Soziolinguistik mit Dialekten. Dialekt bzw. Mundart wird auch in der Literatur verwendet; man spricht von Dialektliteratur.

Abgrenzungen[Bearbeiten]

Sprache und Dialekt[Bearbeiten]

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Grundsätzlich ist es sehr schwierig, eine Sprache von einem Dialekt abzugrenzen, da es hierfür keine standardisierten Kriterien gibt.

In der Sprachwissenschaft unterscheidet man heute meistens nach Kriterien, die auf Heinz Kloss zurückgehen. Nach seiner Definition muss eine Sprache, um als Sprache zu gelten, Dachsprache, Ausbausprache und Abstandsprache sein.[1] Eine weitere Sicht brachte Eugenio Coseriu ein, der die Unterscheidung in primäre, sekundäre und tertiäre Dialekte traf.[2]

Außerdem ist die Anerkennung eines Dialektes als Sprache in vielen Fällen mit Interessenskonflikten verbunden, da eine eigene Sprache eher als ein Dialekt als Legitimation für die Gründung eines Staatsgebiets dienen kann. Dieser Konflikt ließ sich in Europa beispielsweise beim Korsischen, Valencianischen oder Katalanischen beobachten. Ein großer Anteil der Sprecher der jeweiligen Varietäten forderte deren Anerkennung als Sprache, was von den zentralstaatlichen Regierungen aber verweigert wurde.

Es spielen jedoch auch Faktoren wie das Bewusstsein der Sprecher, eigene Literatur, gegenseitige Verständlichkeit oder der Status einer Staatssprache eine Rolle für den Unterschied zwischen Dialekt und Sprache. Eine Unterteilung muss daher individuell getroffen werden.

Standardsprache als Dachsprache[Bearbeiten]

Eine Standardsprache überdacht die Dialekte der Regionen eines Sprach-/Dialektkontinuums und wird daher als Dachsprache bezeichnet. Während sich die Dialekte benachbarter Orte zumeist nur geringfügig unterscheiden und sich deren Sprecher problemlos gegenseitig verstehen, wird die Verständigung schwieriger, je weiter die Dialekte voneinander entfernt sind. Erst die überdachende Standardsprache ermöglicht eine gegenseitig verständliche Kommunikation auch zwischen Dialektsprechern derselben Sprache, die weit voneinander entfernt wohnen. Ähnlich wie man sich einer Lingua Franca wie Englisch bedient, um über unterschiedliche Sprachräume hinweg, oft international, zu kommunizieren, bedient man sich einer Standardsprache zur Kommunikation im eigenen Sprachraum (oft national), also über alle Dialekte einer Sprache hinweg. So kann ein Dialekt durchaus eine Ausprägung als regionale Standardsprache im überregionalen Sprachraum haben, wenn er als Dach- und Verkehrssprache unterschiedliche Dialektregionen miteinander verbindet. So überdacht z. B. das Luxemburgische im überregionalen deutschen Sprachraum als (weitere) Verkehrs- und Standardsprache einen kleinen Sprachraum mit regionalen Dialektvarietäten. Die Muttersprachler sprechen hier neben ihrem jeweiligen (hier: moselfränkischen) Ortsdialekt eine regionale Standardsprache (hier: Standardluxemburgisch) und darüber hinaus eine weitere überregionale Standardsprache (hier: Standardhochdeutsch). Hierbei handelt es sich jeweils um Variationen der deutschen Sprache, die innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie der westgermanischen Sprachgruppe angehört. Da es sich hierbei um Dialekte, nicht aber um eigene Sprachen handelt, spricht man von Diglossie bzw. in diesem speziellen Fall von Triglossie.

Ein „Dialekt“ ist die örtliche regionale Ausprägung einer Sprache, die Standardsprache eine überörtliche, überregionale Dachsprache mit einem kleineren oder größeren Einzugsgebiet. „Man kann Dialekte daran erkennen, daß man sie vor allem spricht und selten schreibt.“[3]

Standardsprachen sind noch relativ junge Sprachausprägungen. In der historisch und volkskundlich ausgerichteten deutschen Dialektologie seit der Romantik war die Unterscheidung von Dialekt und standardisierter Sprache daher relativ unproblematisch. Die Dialekte führten auf das Alt- und Mittelhochdeutsche zurück, womit sich anhand von deren diachronischen Darstellung die Gesetze des Sprachwandels besonders im phonologischen und morphologischen Bereich erkennen und darstellen ließen.

Ausbausprache, Abstandsprache, dachloser Dialekt[Bearbeiten]

Die BezeichnungenAbstandsprache“, „Ausbausprache“ und „dachloser Dialekt“ gehen auf den Soziolinguisten Heinz Kloss zurück und stellen Kriterien für die Abgrenzung einer Varietät zu einer Sprache dar.[1]

Eine Varietät ist dann eine Abstandsprache, wenn sie linguistisch sehr deutlich von einer anderen abweicht. So hat beispielsweise das deutsche Wort „Haus“ gegenüber dem französischen „maison“ einen großen Abstand, zum englischen „house“ aufgrund der ähnlichen Aussprache einen geringen. Als typisches Beispiel hierfür gilt das Baskische, das als isolierte Sprache ganz klar eine Abstandsprache zum Spanischen ist. Nach ebendiesem Kriterium gilt auch die sorbische (=slavische) Sprache als Abstandsprache zum (westgermanischen) Deutschen. Aber auch näher verwandte westgermanische Sprachen, wie das Deutsche zum Englischen, verhalten sich wie Abstandsprachen zueinander. Die objektive Messung des linguistischen Abstandes ist jedoch aufgrund der Vielzahl an Kriterien und Wörtern extrem schwierig.

Eine Varietät ist dann eine Ausbausprache, wenn sie zwar keine Abstandsprache ist (da zu nahe mit einer anderen Varietät verwandt), aber trotzdem eine autonome, auf der Basis der eigenen Dialekte standardisierte schriftliche Form kennt (Standardsprache) und diese sowohl in der Belletristik als auch z. B. in der wissenschaftlichen Fachliteratur verwendet wird. Ausbausprachen sind zum Beispiel das Jiddische oder das Mazedonische, die linguistisch zwar dem Deutschen bzw. dem Bulgarischen nahestehen, aber gleichwohl in ihrer eigenen Standardvarietät über einen so breiten auch schriftlichen Anwendungsbereich verfügen, dass dieser weit über denjenigen eines Dialekts hinausgeht. Keine Ausbausprachen sind beispielsweise das Bairische, das Meißenische oder die schweizerdeutschen Dialekte, da ihnen sowohl eine überregionale, im eigenen Sprachgebiet allgemein anerkannte Schriftvarietät als auch eine schriftliche Verwendung, die über Mundartliteratur und Gelegenheitsverwendungen hinausgeht, fehlt. Auch keine Ausbausprache ist etwa das Schweizer Hochdeutsch, denn dieses baut nicht etwa auf den schweizerdeutschen Dialekten auf, sondern ist vielmehr eine sich in einer überschaubaren Anzahl Punkte manifestierende Variante der allgemeinen deutschen Standardsprache. Das Luxemburgische hingegen wird oft als Ausbausprache angesehen, auch wenn ihm in der Luxemburger Administration, im Hochschulwesen oder in den Printmedien, wo das Französische und Hochdeutsche dominant sind, nur ein geringer Platz eingeräumt wird.

Auch das Begriffspaar „Abstandsprache – Ausbausprache“ kann die Unterscheidung von Dialekt und Standardsprache nicht in allen Fällen klarstellen. Deshalb hat Kloss den Begriff dachloser Dialekt eingeführt. Als solchen bezeichnet man eine Sprachvarietät, die zwar linguistisch als eigene Sprache bezeichnet werden kann, deren Sprecher jedoch keinen Bezug (mehr) zu der entsprechenden Standardvarietät haben bzw. die Standardvarietät einer anderen Sprache anwenden, also etwa im Falle des Niederdeutschen diejenige des Hochdeutschen (in Norddeutschland) bzw. des Niederländischen (in den nordöstlichen Niederlanden). Ein wichtiges Kriterium ist, dass sie nicht als Standardsprache ausgebaut wurde, sondern aus einem niederdeutschen Dialektkontinuum besteht, das allerdings übergangslos in das hochdeutsche Dialektkontinuum wechselt. Freilich ist es oft umstritten, ob in solchen Fällen wirklich „Einzelsprachen“ vorliegen oder nicht. Für das Niederdeutsche wurde dies aber insofern bestätigt, als es von den nördlichen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden als eigenständige Regionalsprache im Sinne der EU-Charta der Minderheitssprachen anerkannt worden ist.

Gegenseitige Verständlichkeit[Bearbeiten]

Oft wird die gegenseitige Verständlichkeit als Kriterium zur Abgrenzung von Dialekt und Sprache genannt. Die genaue Bestimmung der gegenseitigen Verständlichkeit ist jedoch auch in der Linguistik umstritten.

Die gegenseitige Verständlichkeit ist nur ein graduelles Kriterium, da es zwischen vollständiger gegenseitiger Verständlichkeit und Unverständlichkeit eine große Bandbreite von teilweiser Verständlichkeit gibt. Auch hängt sie nicht nur von persönlichem Hintergrund (z. B. Fremdsprachenkenntnisse oder Ferienaufenthalte) und Begabung einzelner Sprecher ab, sondern auch von der Bereitschaft, einander verstehen zu wollen.

Zumeist ist es so, dass keine gegenseitige Verständigung möglich ist und beispielsweise ein Sprecher des Walliserdeutsch oder sonstigen Dialektes ein standarddeutsches Gespräch viel besser versteht als umgekehrt ein Sprecher des Standarddeutschen ein rein walliserdeutsches Gespräch oder sonstige Dialektsprecher.

Spätestens mit dem Eintritt in die Grundschule erwirbt ein jeder Dialektsprecher eine zusätzliche normierte Standardsprache. Heute sind aufgrund der modernen Kommunikationstechnologien, Rundfunk und Fernsehen sowie überregionalen Printmedien die allermeisten Dialektsprecher je nach Lebenssituation, beruflicher Herausforderung, Mobilität und Kommunikationserfordernis mindestens zweisprachig (Diglossie).

Primäre, sekundäre und tertiäre Dialekte[Bearbeiten]

Nach Eugenio Coseriu werden Dialekte in drei Arten unterteilt:[2]

  • Der primäre Dialekt besteht mindestens schon so lange wie die vorherrschende Standardsprache.
  • Der sekundäre Dialekt entsteht durch örtlich begrenzte Entwicklung ('diatopische Differenzierung') aus der Standardsprache.
  • Der tertiäre Dialekt stellt eine örtlich begrenzte Beeinflussung der Standardsprache dar.
    • z. B. im Spanischen:
    • Hochdeutsch mit regionaler Färbung

Dialekt und Mundart[Bearbeiten]

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Gewöhnlich sind die Begriffe Dialekt und Mundart gleichbedeutend. Daneben gibt es eine Sicht der Dinge, die hier einen Unterschied machen will:

Die spezifischen Eigenheiten eines Dialektes können schriftlich aufgezeichnet werden, ein typisches Beispiel ist hier das bairische: „I håb no nia koan Rausch ned k'håbt!“ Unkundige können solche Aufzeichnungen je nach Kenntnis der Hochsprache korrekt ablesen und zumeist ihren Sinn beim Lesen verstehen. Im Gegensatz hierzu ist Mundart die Art Wörter auszusprechen, und zwar unabhängig von ihrer Schreibweise. Die Mundart eines Sprechers kann sich somit auch beim Vorlesen eines in akkurater Hochsprache verfassten Textes zeigen. Als typisch wäre hier die Variante der niederdeutschen Mundart (nicht die Sprache) zu nennen, bei der das „s“ in den Kombinationen „sp“ und „st“ nie als „sch“, sondern stets als „s“ ausgesprochen wird. Dies lässt sich im Schriftbild – unter Missachtung der Rechtschreibregel – durch das deutsche Sonderzeichen ß andeuten: „Die Ausßprache von Herrn Schmidt ist für süddeutsche Dialektßprecher schwer verßtändlich.“ Aufschluss über die Zugehörigkeit eines Sprachraumes ergibt das Schibboleth. Ein Schibboleth vereinigt verschiedene Aspekte der lokalen Mundart so, dass das Wort für einen Außenstehenden nicht korrekt auszusprechen ist.

Dieser Unterschied zwischen Dialekt und Mundart wird allerdings nicht durchgängig gemacht. So findet man in größeren Wörterbüchern des Deutschen in der Regel eine Definition, bei der Dialekt und Mundart gleichgesetzt werden[4]; dasselbe gilt für Fachwörterbücher der Linguistik.[5]

Status des Dialekts[Bearbeiten]

Innerhalb einzelner Regionen des deutschen Sprachraumes bestehen deutliche Unterschiede im Stellenwert der Dialekte: Während der Ortsdialekt in vielen Gegenden nur mit Sprechern desselben Dialekts oder innerhalb der Familie noch gesprochen wird und Nichtdialektsprecher diesen oft als ländlich oder bildungsfern empfinden, verwendet man den Dialekt in manchen Sprachregionen, wie zum Beispiel in der Deutschschweiz oder manchen Gegenden Ostfrieslands, in nahezu allen Alltagssituationen unabhängig vom sozialen Status und Bildungsniveau. Der Rückzug der Dialekte aus dem Alltagsleben der Menschen erfolgt regional unterschiedlich schnell. Die deutsche Standardsprache wurde noch in den 1950er Jahren von den meisten Bewohnern des deutschen Sprachraumes eher als fremde Sprache empfunden, insbesondere im niederdeutschen Sprachraum, heute vielleicht nur noch von vielen Deutschschweizern und Süddeutschen.

Die Zukunft der Dialekte[Bearbeiten]

Die Basisdialekte sind rückläufig und verlieren zunehmend an Sprechern und damit an Bedeutung. In seinem Buch „Pfälzisch“ aus dem Jahr 1990 meint Rudolf Post, dass das Pfälzische mit jeder neuen Generation neun Prozent seines Wortschatzes verliere. Dialekte seien heute kaum mehr fähig, eigenständige Neologismen gegenüber dem Hochdeutschen zu entwickeln, es werde fast stets der hochdeutsche Ausdruck verwendet.

Verwendung im Rundfunk[Bearbeiten]

Innerhalb des ARD-Hörfunks wird seit Mitte der neunziger Jahre darüber diskutiert, ob Sprecher mit erkennbarer Mundart oder gar Dialekt abzulehnen sind, ob sie als „regionale Farbtupfer“ toleriert oder gar als Profilmerkmal der Anstalten – und zur Pflege des Kulturgutes – gefördert werden sollen. Generell ist seitdem ein Rückgang des Dialektes im ARD-Hörfunk zu beobachten, auch wenn dies von Presse und Kulturkreisen überwiegend negativ aufgenommen wird. Andererseits ist es schwierig, in Dialekt zu senden, da sich die Sendegebiete besonders der größeren Anstalten über mehrere Dialekträume verteilen.

Zitate[Bearbeiten]

Die politische Seite der Abgrenzung Dialekt – Sprache wird deutlich in einem Linguistenwitz in dem Artikel von Max Weinreich Der yivo un di problemen fun undzer tsayt („Das Jiddische Wissenschaftliche Institut und die Probleme unserer Zeit“):

“אַ שפראַך איז אַ דיאַלעקט מיט אַן אַרמײ און פֿלאָט”

“A shprakh iz a dialekt mit an armey un flot”

„Eine Sprache ist ein Dialekt mit einer Armee und einer Marine“

– Zitiert nach Yivo-bleter, 1945, Bd. 25, Nr. 1, S. 13. Weinreich zitiert hier den Beitrag eines seiner Hörer, dessen Namen er jedoch nicht genannt hat.

Dialekte bei Programmiersprachen[Bearbeiten]

Die Situation bei Programmiersprachen ist in mehreren Aspekten ähnlich zu der bei natürlichen Sprachen. Den Hochsprachen entsprechen oft die von Konsortien (z. B. ANSI) genormten Varianten, während deren Implementierungen mehr oder weniger davon abweichen. Die Unterschiede beziehen sich auf Grammatik und Semantik, manchmal aber auch auf den Vorrat unterschiedlicher Programmierkonzepte. Eine Programmiersprache mit sehr vielen Dialekten ist BASIC.

Ebenso wie bei natürlichen Sprachen wird die Dialektvarietät durch historische Veränderungen überlagert. So gibt es praktisch keine Perl-Dialekte, wohl aber z. B. Perl4, welches man als „Alt“-Perl bezeichnen könnte, während heute fast ausschließlich Perl5 verwendet wird.

Dialekt im Vogelgesang[Bearbeiten]

Der Begriff Dialekt wird auch in der ornithologischen Fachliteratur zur Beschreibung regionaltypischer Unterschiede in den Gesängen und Rufen sehr vieler Singvögel verwendet. Diese Unterschiede sind bei manchen Arten, wie zum Beispiel Goldammer, Ortolan oder Buchfink, sehr auffällig und können von geübten Bestimmern deutlich herausgehört und zugeordnet werden; bei anderen Arten sind sie weniger hörbar und nur im Sonagramm zu differenzieren.[6] In der europäischen Avifauna ist der Gesang des Ortolan eines der besten Beispiele und auch das am besten untersuchte Beispiel der Dialektausprägung bei Vögeln.[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hermann Bausinger: Deutsch für Deutsche. Dialekte, Sprachbarrieren und Sondersprachen. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-596-26491-X.
  • Viktor M. Schirmunski: Deutsche Mundartkunde. Vergleichende Laut- und Formenlehre der deutschen Mundarten. Hrsg. und kommentiert von Larissa Naiditsch, unter Mitarbeit von Peter Wiesinger. Aus dem Russischen übersetzt von Wolfgang Fleischer. Frankfurt am Main; Berlin; Bern; Bruxelles; New York, NY; Oxford; Wien: Lang 2010. ISBN 978-3-631-59973-0
  • Joachim Göschel / Norbert Nail / Gaston Van der Elst (Hrsg.): Zur Theorie des Dialekts. Aufsätze aus 100 Jahren Forschung. Mit biographischen Anmerkungen zu den Autoren. Wiesbaden 1976 (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beihefte; 16). ISBN 3-515-03498-6 (3-515-03498-6)
  •  Werner König: dtv-Atlas Deutsche Sprache. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG., Darin: Die deutschen Mundarten S. 139–165, München 2001, ISBN 3-423-03025-9.
  •  Klaus J. Mattheier: Pragmatik und Soziologie der Dialekte. Quelle und Maier, Heidelberg 1980, ISBN 3-494-02116-3.
  •  Astrid Stedje: Deutsche Sprache gestern und heute. Wilhelm Fink Verlag, München 2001, ISBN 3-7705-2514-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Dialekt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Heinz Kloss: Die Entwicklung neuer germanischer Kultursprachen seit 1800. 2., erweiterte Auflage Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf, 1978 (Sprache der Gegenwart: Schriften des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, Band 37), ISBN=3-590-15637-6; Ders.: Abstandsprachen und Ausbausprachen. In: Joachim Göschel, Norbert Nail, Gaston Van der Elst (Hrsg.): Zur Theorie des Dialekts. Aufsätze aus 100 Jahren Forschung. Mit biographischen Angaben zu den Autoren. Wiesbaden 1976 (ZDL, Beihefte, Neue Folge, 16), S. 301–322.
  2. a b Thomas Krefeld: „Primäre“, „sekundäre“, „tertiäre“ Dialekte – und die Geschichte des italienischen Sprachraums. In: Lexikon, Varietät, Philologie. Walter de Gruyter, Berlin 2011, S. 137, ISBN 978-3-11-026229-2.
  3. dpa-Interview mit Sprachforscher Norbert Dittmar, zit. in Landshuter Zeitung Nr. 191 vom 20. August 2011, S. 16.
  4. Stichwort Dialekt in: Duden. Deutsches Universalwörterbuch. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag: Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2001. ISBN 3-411-05504-9.
  5. Stichwort Mundart in: Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7. Bei Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002. ISBN 3-520-45203-0, Stichwort Dialekt heißt es auch: „Die Bezeichnung D. [= Dialekt] (als Fremdwort) wird in der Regel synonym verwendet mit ‚Mundart‘.“
  6. Ralf Wassermann: Ornithologisches Taschenlexikon. Aula-Wiesbaden 1999. ISBN 3-89104-627-8; S. 49
  7. Urs N. Glutz von Blotzheim (Hrsg.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Bearb. u. a. von Kurt M. Bauer und Urs N. Glutz von Blotzheim. 17 Bände in 23 Teilen. Akadem. Verlagsges., Frankfurt/M. 1966 ff., Aula-Verlag, Wiesbaden 1985 ff. (2. Aufl.). Band 14: Passeriformes. Teil 5. Aula-Verlag, Wiesbaden 1997 (3. Aufl.). Teilband 3: ISBN 3-89104-611-1; S. 1574